Camponotus (cf.?) nicobarensis, einige Fragen

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Genetix
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#9 Re: Camponotus (cf.?) nicobarensis, einige Fragen

Beitrag von Genetix » 12. Dezember 2017, 19:02

Habe da gegenteilige Beobachtungen gemacht, aber dünn aufgetragen (~0,5 cm) ziehen sie zumindest nicht ein.


War das Sand-Lehm Gemisch zuerst feucht und dann komplett ausgetrocknet? Das wird eigentlich extrem hart. (Terrariensand/Sand/Lehm, Verhältnis ca. 80/10/10)
Es ist ganz schön um ein paar Hügel oder Unebenheiten zu formen, einen komplett ebenen Untergrund finde ich persönlich etwas fad.

Edit: So wie sich der Terrariensand anfühlt enthält er auch schon etwas Lehm

@Sir Joe

Ich hatte mich damals entschieden selber ein Loch zu Bohren, mit einem Glas/Fließenbohrer. Es ging leichter als Gedacht, man braucht nur lediglich etwas Geduld und darf vermutlich nicht zu viel Druck ausüben. Ich habe ca. 20 Minuten für ein 15mm Loch in 4 mm Glas gebraucht.
War bisher aber auch das einzige mal, dass ich Glas gebohrt habe.

Gruß

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Serafine

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#10 Re: Camponotus (cf.?) nicobarensis, einige Fragen

Beitrag von Serafine » 12. Dezember 2017, 19:49

Messor können das auch aufgraben wenn es hart ist (oder sie befeuchten es mit Wasser aus der Tränke). Die sind aber auch recht speziell.
Camponotus sollten das theoretisch auch hinbekommen, scheinen es aber tendenziell eher nicht zu tun.

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Nobody-
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#11 Re: Camponotus (cf.?) nicobarensis, einige Fragen

Beitrag von Nobody- » 12. Dezember 2017, 20:17

Hi,

das Glas "durchzuschleifen" ist wirklich kein Hexenwerk, es hat auch nichts mit Bohren zu tun. Die Bohrkronen werden einem im Netz nach geworfen. Wichtig : Aukkuschrauber mit ca 300 U/min bei Belastung, je mehr U/min umso problematischer ist das schleifen. Etwas Knetmasse um die Bohrkrone immer im Wasser zu kühlen. Die Scheibe vollflächig auflegen damit sie sich beim bohren nicht verformen kann. Letztendlich Geduld und das ganze klappt zu 90% wenn das Glas keine Vorschäden hat. Nach 3 -5 Bohrungen ist die Bohrkrone fertig und kommt in den Müll sonst ist der Ärger vorprogrammiert. Wer das öfters machen will für den lohnt sich die Anschaffung einer Bohrhilfe dann ist das ganze recht easy.

Als Bodengrund nehme ich Quarzsand mit pflanzlichem Bindemittel, selbst wenn das Material nass werden sollte wird es gummiartig und lässt sich nur sehr schlecht graben.
Der Quarzsand, Basalt oder Split , je nach gewünschter Farbe, ist auch vom Grundstoff einfach zu hart das man da graben könnte.

Gips und Anhydrit mag ich persönlich nicht da sie einfach immer hygroskopische Eigenschaften haben und bei zu viel Wasseraufnahme auch durchaus schmierig werden können.

Gruß Nobody

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#12 Re: Camponotus (cf.?) nicobarensis, einige Fragen

Beitrag von Kalinova » 12. Dezember 2017, 21:13

Genetix hat geschrieben:
Habe da gegenteilige Beobachtungen gemacht, aber dünn aufgetragen (~0,5 cm) ziehen sie zumindest nicht ein.


War das Sand-Lehm Gemisch zuerst feucht und dann komplett ausgetrocknet? Das wird eigentlich extrem hart. (Terrariensand/Sand/Lehm, Verhältnis ca. 80/10/10)
Es ist ganz schön um ein paar Hügel oder Unebenheiten zu formen, einen komplett ebenen Untergrund finde ich persönlich etwas fad.

Edit: So wie sich der Terrariensand anfühlt enthält er auch schon etwas Lehm


Hier ein Link zum entsprechenden Beitrag in meinem Haltungsbericht. Die Mischung wurde mit Wasser angerührt und in nassem Zustand in die Arena gegeben (auch Hügellandschaft), zum Zeitpunkt des durchbuddelns war sie bereits über ein halbes Jahr getrocknet und die Arena kaum befeuchtet. Der Rest steht im Bericht und im nächsten Update kann ich noch Fotos vom neuen Boden einbauen, die haben wieder gebuddelt - sehe hier einen Zusammenhang zur Koloniegröße. Im ersten Haltungsjahr waren die Grabaktivitäten deutlich geringer. Es handelt sich um eine Camponotusart von ähnlicher Individuengröße wie C. nicobarensis.

Gruß Kalinova
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#13 Re: Camponotus (cf.?) nicobarensis, einige Fragen

Beitrag von Bot69 » 13. Dezember 2017, 16:56

Ja super. Dann fange ich mit dem Bericht an, sobald die Kolonie eingetroffen ist. Bestellt wurde sie gerade eben. Jetzt wird gewartet.

Du hast Recht. Die Maße sind merkwürdig. Ein kleiner Tippfehler hat sich schon eingeschlichen. Das Aquarium hat die Maße 60x30x30.
Gerade beim Glaser angerufen. Löcher machen sie, aber nur auf Eigengefahr. Die Sache ist laut Glaser die, dass einseitig nicht gerne gebohrt wird.
Habt ihr Tipps für die Lochbreite? 25 mm? Setze ich da den Schlauch direckt ein? Oder lieber Adapter?

Am Bodenbelag bin ich noch am überlegen. Heller Kies klingt nicht schlecht.

Noch ne Frage:
Es ist absoluter Standard, dass tote, gerne halbierte, Insekten als Futter dienen.

[*]Kann ich auch sagen, meine Kolonie bekommt nur lebende?[*]
Am Anfang vielleicht nur Fruchtfliegen (selbstgezüchtet im Einmachglas :D ) oder geschwächte Tiere. Eine Zitterspinne mit 4 Beinen stellt ja keine Gefahr da. Weglaufen ist dann auch kein Thema.

Bisschen was müssen die Kleinen ja auch selber machen. Was denkt ihr?

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Genetix
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#14 Re: Camponotus (cf.?) nicobarensis, einige Fragen

Beitrag von Genetix » 13. Dezember 2017, 18:22

Das kannst du machen wenn es wirklich mal richtig viele sind, am Anfang sind die meisten Kolonien sehr ängstlich und zeigen sich auch nur selten in der Arena.
Mit toten Futtertieren wird es deine Kolonie es vermutlich wesentlich einfacher haben schnell zu wachsen, gerade am Anfang.


@Kalinova
Ich hätte wirklich nie gedacht, dass sie derartig in das Material eingraben können. Es gibt eben immer was neues bei den Tierchen zu lernen ;)



Gruß
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#15 Re: Camponotus (cf.?) nicobarensis, einige Fragen

Beitrag von Serafine » 13. Dezember 2017, 18:49

Bot69 hat geschrieben:Noch ne Frage:
Es ist absoluter Standard, dass tote, gerne halbierte, Insekten als Futter dienen.

[*]Kann ich auch sagen, meine Kolonie bekommt nur lebende?[*]
Am Anfang vielleicht nur Fruchtfliegen (selbstgezüchtet im Einmachglas :D ) oder geschwächte Tiere. Eine Zitterspinne mit 4 Beinen stellt ja keine Gefahr da. Weglaufen ist dann auch kein Thema.

Eine Zitterspinne mit 4 Beinen ist immernoch verdammt gefährlich (weil extrem giftig), eine Wespe mit 3 Beinen kann ja auch noch stechen.

Am Anfang würde ich definitiv eher totes Futter geben, zumal die Ameisen bei Kontakt mit irgendwas das noch zuckt auch eher die Flucht antreten werden als sich auf einen Kampf einzulassen.
Das Verletzungsrisiko ist am Anfang ebenfalls ein Problem - bei einer Kolonie mit 500 Arbeiterinnen macht es nichts wenn beim erlegen des Futters ein oder zwei draufgehen, bei 10-30 Arbeiterinnen ist das dagegen ein ernstes Problem, v.a. wenn es öfter passiert.

Zudem sind die meisten Ameisen tatsächlich eher Sammler und Müllentsorger als aktive Jäger. Es gibt ein paar Spezies die so richtig drauf abfahren wenn die Beute noch zuckt (u.a. Pheidole sp, größere Solenopsis-Arten), den meisten Ameisen ist einfache Beute die sich nicht mehr wehrt aber immernoch am liebsten.

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#16 Re: Camponotus (cf.?) nicobarensis, einige Fragen

Beitrag von Nobody- » 13. Dezember 2017, 22:41

Hi,

Serafine hat geschrieben:Eine Zitterspinne mit 4 Beinen ist immernoch verdammt gefährlich (weil extrem giftig),


Die Hervorhebung stammt von mir.
Diese Aussage ist meines Wissens für die in Deutschland überwiegend vorkommende Art Pholcus phalangioides so nicht richtig, mir sind keine wissenschaftliche Berichte bekannt die selbige Behauptung untermauern.
Sie ist weder verdammt gefährlich noch extrem giftig
Mehr oder minder ist jede Spinne giftig, jedoch spätestens wenn sie ihr Verdauungssekret einsetzt.


Gruß Nobody
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