Da es ja jetzt schon ziemlich lange her ist das wieder jemand was reingeschrieben hat versuche ich die Diskussion wieder aufnehmen zu können.
Ein Faktor für mich weshalb Ameisen gewisse Feinde brauchen ist, dass es doch möglich wäre das Ameisen mit der Zeit ihre eigentlich Instinkte verloren gehen wie z.B sich gegen eine Feind wehren. Wenn man nun die Kolonie wieder freilässt, sind sie dann überhaupt noch überlebensfähig??? Natürlich müsste die Kolonie schon ein wenig länger als ein paar Jährchen gehalten werden.
Ein Beispiel: Ihr kennt doch alle den Film Freewilly oder? Das ist der Film mit dem Jungen und diesem Orcas ( Killerwal ). Der Wal wurde für die Dreharbeiten Jahrelang gehalten gefüttert und so weiter. Als man ihn wieder frei lies wurde er nur ein paar Wochen später an einem Strand gefunden er war gestrandet, jedoch lebte er noch man konnte ihm zum Glück wieder ins Wasser befördern. Doch nur einige Wochen später wurde er wieder gestrandet aufgefunden doch diesmal tot. Und Wale sind noch einiges schlauer als Ameisen ( wenn man Studien glaubt ).
Feinde nötig???
- ameisenheld4
- Halter
- Beiträge: 135
- Registriert: 23. April 2009, 16:05
- Hat sich bedankt: 1 Mal
- Danksagung erhalten: 1 Mal
-
- Halter
- Beiträge: 1729
- Registriert: 16. Februar 2006, 18:18
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
#18 AW: Feinde nötig???
Hola,
da habe ich ja mal eine ausgesprochen interessante Diskussion verpasst :-(
Zur letzten Frage:
der Unterschied zwischen Orca und einer Killer-Ameise ist der Ursprung der Verhaltensmuster. Orca hat(te) nur die notwendigsten Instinkte an Bord (Atmen, pullern, Milch saufen), einen sehr großen Teil muss er jedoch erlernen... vor allem in der Jugendphase unter Betreuung der Eltern! Navigation, Nahrungssuche, Kommunikation, Gefahren und so weiter.
Der gar nicht so Free-ige Willy passt also durch Lernprozesse seine Verhaltensmuster der Umgebung und Situation an, reagiert auf Reize mit Kombination aus Instinkt und Erfahrung und knüpft sogar widernatürliche Kausalitätsketten!
Ameisen hingegen, auch die Killer-Ameisen, haben zum größten Teil festgelegte Muster und Abläufe genetisch gespeichert!
Versuche mal ner Ameise beizubringen, auch nur Männchen zu machen, um Futter zu bekommen... ja die hustet Dir was, und nicht mal das kann sie!
Lernfähig sind sie wohl nur in so weit, als dass die erfassten (Reiz)Situationen mit verankerten Mustern verglichen werden und eine entsprechende Aktion erfolgt, wenn ein Muster wahrscheinlich passt!
Nur so ist es zB zu erklären, das jeder popeliger Zweifarben-Kräusel-Rosetten-Langhaar-Hamster begeistert zum Futternapf rennt, wenn dieser ausgetauscht und gefüllt wird. Eine Ameise jedoch strumpelt völlig paddelig über den Napfrand, fällt in den Honig und säuft zu dreiviertel ab, bevor sie auch nur ansatzweise erahnt hat dass es neues Futter war... jeden Tag wieder, Woche für Woche, Monat für Monat! Die "lernt" datt nich, weil die Situation nicht in ihre verankerten Muster passt.
Ebenso verlernen sie aber auch nichts von ihren angeborenen Verhaltensmustern: selbst jahrealte Völker verlieren nicht die Abwehrreaktion auf Atem, obwohl Atem eigentlich etwas Gutes bedeutet: Futter, Wasser, Fotos und dergleichen. Teure Wachen am Nesteingang oder an Straßen werden nie aufgegeben, obwohl die Terrarien sicher sind und nie ein Feind dort war. Und obwohl immer genug Futter zur Verfügung steht, werden sie raffen, hamstern und horten, was sie können... und eine Futterquelle schnellst möglich ausbeuten.
Diese Verhaltensmuster sind nun einmal elementar, angeboren und (mit sinnvollem Maßstab gemessen) unveränderbar. Erlernte Fähigkeiten hingegen mögen in der Haltung leiden, sind aber wohl ruckzuck wieder erlernt. (zB Menotaxis)
Die Ameisen ziehen in der Haltung stumpf ihre Instinkte durch, und versuchen die Haltungsbedingungen mit ihren angeborenen Mustern zu interpretieren/zu bewerten... sie werden aber nicht die Muster an die Haltung anpassen.
Mini-Evolution in der Haltung:
hat sich was, denn alle über die Jahrzehnte geworfenen Arbeiterinnen sind die Nachkommen ein und des selben genetischen Materials: Mamas und Pappas! Da isch nix mit Selektion und Ausbildung neuer Fähigkeiten. Hat eine Arbeiterin eine mutierte Zuzzelzunge entwickelt und kann damit 7 Blattläuse gleichzeitig auslutschen... dann hat sie Glück, aber kann ihre Mutation nicht weitergeben, sie stirbt mit ihr!
Mutationen und Selektion gehen immer nur von den Geschlechtstieren aus!
Selbst wenn das Volk selbst neueKöniginnen erzeugt und aufnimmt, wird die Zeit nicht reichen, um die Gene zu ändern.
Weiter oben habe ich gelesen, dass die Ameisen sich gegen Fressfeinde so gepanzert haben!
Mit Blick auf die weichen Termiten, Fliegen und Mäuse frage ich mal: haben die sich gegen Fressfeinde gepanzert, oder um besser angreifen zu können?

da habe ich ja mal eine ausgesprochen interessante Diskussion verpasst :-(
Zur letzten Frage:
der Unterschied zwischen Orca und einer Killer-Ameise ist der Ursprung der Verhaltensmuster. Orca hat(te) nur die notwendigsten Instinkte an Bord (Atmen, pullern, Milch saufen), einen sehr großen Teil muss er jedoch erlernen... vor allem in der Jugendphase unter Betreuung der Eltern! Navigation, Nahrungssuche, Kommunikation, Gefahren und so weiter.
Der gar nicht so Free-ige Willy passt also durch Lernprozesse seine Verhaltensmuster der Umgebung und Situation an, reagiert auf Reize mit Kombination aus Instinkt und Erfahrung und knüpft sogar widernatürliche Kausalitätsketten!
Ameisen hingegen, auch die Killer-Ameisen, haben zum größten Teil festgelegte Muster und Abläufe genetisch gespeichert!
Versuche mal ner Ameise beizubringen, auch nur Männchen zu machen, um Futter zu bekommen... ja die hustet Dir was, und nicht mal das kann sie!
Lernfähig sind sie wohl nur in so weit, als dass die erfassten (Reiz)Situationen mit verankerten Mustern verglichen werden und eine entsprechende Aktion erfolgt, wenn ein Muster wahrscheinlich passt!
Nur so ist es zB zu erklären, das jeder popeliger Zweifarben-Kräusel-Rosetten-Langhaar-Hamster begeistert zum Futternapf rennt, wenn dieser ausgetauscht und gefüllt wird. Eine Ameise jedoch strumpelt völlig paddelig über den Napfrand, fällt in den Honig und säuft zu dreiviertel ab, bevor sie auch nur ansatzweise erahnt hat dass es neues Futter war... jeden Tag wieder, Woche für Woche, Monat für Monat! Die "lernt" datt nich, weil die Situation nicht in ihre verankerten Muster passt.
Ebenso verlernen sie aber auch nichts von ihren angeborenen Verhaltensmustern: selbst jahrealte Völker verlieren nicht die Abwehrreaktion auf Atem, obwohl Atem eigentlich etwas Gutes bedeutet: Futter, Wasser, Fotos und dergleichen. Teure Wachen am Nesteingang oder an Straßen werden nie aufgegeben, obwohl die Terrarien sicher sind und nie ein Feind dort war. Und obwohl immer genug Futter zur Verfügung steht, werden sie raffen, hamstern und horten, was sie können... und eine Futterquelle schnellst möglich ausbeuten.
Diese Verhaltensmuster sind nun einmal elementar, angeboren und (mit sinnvollem Maßstab gemessen) unveränderbar. Erlernte Fähigkeiten hingegen mögen in der Haltung leiden, sind aber wohl ruckzuck wieder erlernt. (zB Menotaxis)
Die Ameisen ziehen in der Haltung stumpf ihre Instinkte durch, und versuchen die Haltungsbedingungen mit ihren angeborenen Mustern zu interpretieren/zu bewerten... sie werden aber nicht die Muster an die Haltung anpassen.
Mini-Evolution in der Haltung:
hat sich was, denn alle über die Jahrzehnte geworfenen Arbeiterinnen sind die Nachkommen ein und des selben genetischen Materials: Mamas und Pappas! Da isch nix mit Selektion und Ausbildung neuer Fähigkeiten. Hat eine Arbeiterin eine mutierte Zuzzelzunge entwickelt und kann damit 7 Blattläuse gleichzeitig auslutschen... dann hat sie Glück, aber kann ihre Mutation nicht weitergeben, sie stirbt mit ihr!
Mutationen und Selektion gehen immer nur von den Geschlechtstieren aus!
Selbst wenn das Volk selbst neue
Weiter oben habe ich gelesen, dass die Ameisen sich gegen Fressfeinde so gepanzert haben!
Mit Blick auf die weichen Termiten, Fliegen und Mäuse frage ich mal: haben die sich gegen Fressfeinde gepanzert, oder um besser angreifen zu können?

Wenn die Flinte ins Korn gefallen ist, nicht gleich das Kind in den Brunnen werfen, auch wenn das der Tropfen ist, der dem Fass die Krone ins Gesicht schlägt!