Guten Tag!
Seit fast einem Jahr habe ich ein kleines Wald-Terrarium (40x20x20cm), dass irgendwie alle paar Wochen Neuigkeiten hervorbringt oder es verschwindet wieder was. Die Grundausstattung ist zuerst eine rund 2cm hohe Schicht feinster, dunkler Kies zur Wasseraufnahme, dann eine zirka 8cm hohe Schicht schwarzes Substrat (Lucky Reptile Jungle Bedding) was extrem gut Feuchtigkeit speichern kann, gemischt mit etwas Sand und feinsten Kies. Teilweise hatte ich das einfach schon zu Hause und kam deswegen dann auch gleich hier zum Einsatz. Über die Zeit kam zuerst kleines Totholz, später auch größere Totholzstücke dazu, sowie Streuschichtmaterial und Falllaub. Zu Beginn kamen Weiße Springschwänze und Weiße Asseln rein. Die Springschwänze verschwanden irgendwann, ich musste hier nochmal nachrüsten. Irgendwann hatte ich auch ein Schimmelproblem auf dem Totholz, konnte das aber mit rund dreißig Kellerasseln und nochmal ein Schwung Weiße Asseln regeln (das war sehr erstaunlich, nach einigen Tagen war der Schimmel stark dezimiert, ich hatte da schon nämlich etwas Stress und Angst um das Projekt), wobei die Kellerasseln da am meisten Meter machten. So um den letzten November/Dezember herum hatte ich häufiger Schleimpilz-Beobachtungen, wobei ein gelber Schleimpilz schon länger hier unterwegs ist. Jetzt dachte ich auch schon daran, mal ein Moos aus der Dendrobaten-Abteilung einzusetzen, damit auch mal eine Pflanze da drinnen ist.
Warum ich das Terrarium bei rund 23-25 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit halte, liegt an den Hauptakteure, auf die ich aber nicht näher eingehen möchte.
Mir geht es darum, dass die Kellerasseln, meine großen Retter der Situation und auch lustig zu beobachten, irgendwie immer weniger werden. Natürlich könnte es sein, dass sich die Mehrheit versteckt, jetzt wo der Schimmel lange vernichtet wurde (auch sein gelegentliches versuchtes Comeback haben sie immer brav weggeputzt), müssen sie wohl graben, um was zu finden. Die Streuschicht habe ich vor einigen Wochen etwas erweitert indem ich frisches Material dazu gab, aber der Hunger hielt sich in Grenzen, augenscheinlich zumindest. Zwischendurch gibt es immer vereinzelt etwas Protein-Fischfutter, so als Aasersatz, was sie auch lieben. Aber ja... ich bin etwas ratlos. Zumindest bei der Recherche letzten Jahres hab ich gelesen, dass Kellerasseln keine
Könnt ihr mir da etwas auf die Sprünge helfen? Was ist mit meinen lieben Kellerasseln los und brauche ich denn doch exotische Asseln aufgrund der Haltungsparameter? Sicher, die Luftzirkulation findet nur über drei Gitterflächen im Deckel (Antcube) statt, können das die Kellerasseln auf Dauer nicht ab? Gibt es Exoten, die auch so leidenschaftlich viel Schimmel fressen?
Würde mich sehr um Antworten freuen,
LG
