Myrmecia pavida - Haltungserfahrungen

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heldgop
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#1 Myrmecia pavida - Haltungserfahrungen

Beitrag von heldgop » 13. Januar 2007, 14:45

hi-

ich habe die Kolonie zwar schon recht lange, aber bis jetzt hielt ich die Gyne nur im RG welches in einem kleinen 30iger Becken liegt. Gestern bin ich mit dem neuen, 80ziger Becken fertig geworden in das die Kolonie dieses Wochenende umgesiedelt werden soll. Ist auch höchste Zeit weil es mit den neuen puppen im RG ziemlich eng wird.


Dann fang ich mal an:


Am 19.8 habe ich die Gyne bei Herr Kalytta persönlich abgeholt. Sie hatte bereits einige eier gelegt:


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Auf der fahrt nach hause hat sie allerdings alle wieder aufgefressen (dabei hatte ich doch extra gefragt ob sie was vom mc doof will :D )
Am tag darauf hat sie ein Ei gelegt, das sollte dann auch das einzige sein für eine ganze zeit….



Das RG, in dem sich die Gyne bereits bei Kalytta befand, habe ich in ein kleines 30iger becken gelegt. Unter dem becken liegt eine heizmatte die per Thermostat geregelt konstante 24°C hält. Sonst ist nur das nötigste in dem Becken, ein napf für Honiglößung, ne Vogletränke(auf dem bild noch net drauf) und ein Thermometer.


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Das eine Ei wurde gottseidank nicht gefressen und ist geschlüpft:

Am 3.9 war die Larve bereits 3mm groß:



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Die Gyne war die ganze zeit sehr aktiv, ich konnte sie jeden abend wenn das licht aus ging durchs bbecken fouragieren sehen. das war auch die zeit in der sie die Fliegen gefangen hat die ich ins becken gegeben habe.

Als die Larve, und somit auch der Protiene bedarf, größer wurde, hat Sie sogar heimchen gepackt die ich mit einer Pinzette vor das rg gehalten habe. Ich habe alles lebend verfüttert, tote futtertiere wurden nicht beachtet.



Die Larve hat am ende eine Fliege am tag gefressen, deshalb war sie auch am 18.9 bereit so groß war:



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als ich am 23.9 dieses Bild machte wusste ich sofort was loß war......
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......die Larve war dabei sich zu verpuppen. die Gyne hat sie dazu mit Fasern bedeckt die sie aus der Watte gezogen hatt. die Larve braucht das um die Seidenfäden für ihren Kokon zu befestigen.



am tag danach war die Puppe fertig:

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ich habe in den Tagen danach ein größeres RG angeboten (30x200mm) welches mit heiskleber am ende in die ecke geklebt wurde. So kann man die Abdeckung nach hinten ziehen ohne am RG zu wackeln. wenn man das im dunklen macht und nur mit einer roten LED lampe leuchtet werden die tiere nicht gestört und man kann sie sehr gut beobachten:
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nach nichtmal 24h war die Gyne samt Puppe umgezogen :)




Die Puppenruhe war eine Zeit voller bangen und hoffen, die Gyne war nur selten draußen um etwas zuckerwasser aufzunehmen und die Puppe lag auch mal für zwei Tage vor dem RG. ich fürchtete schon das sie stirbt, habe aber nichts unternommen und gehofft das die Gyne die Puppe nur mal trockener/wärmer lagern wollte.



ich behielt recht und konnte am 30.10 dieses bild machen :bdancer

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Nochnichtmal ganz ausgefärbt beschützt der Worker schon seine Mutter :respekt Bild
auf dem Bild erkennt man auch wie ich den eingang von dem großen RG verkleinert habe.


es dauerte zwei Wochen bis wieder appetit auf Proteine aufkam:
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kurz darauf, am 17.11 waren endlich neue Eier da:
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Die Jagt übernahm nun hauptsächlich der Arbeiter, zuckerwasser fraß die Gyne allerdings selber.


Fliegen wurden immernoch gerne genommen, leider ist es mir nie gelungen die Jagt zu fotografieren. sobald man sich auf 1-2 meter nähert starren einen die meisen nurnoch an, jerder jagtinstinkt ist dann unterdrückt. vllt wird das ja im neuen becken was.

29.11:
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11.12:
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am 19.12 zeigte der arbeiter sein wahres Gesicht ;) 9 fliegen und zwei kleine heimchen in 2 std :respekt : ein richtiger killer:
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nicht so erfreulich war das was ich auf diesem bild am 23.12 sah ;( . zwei larven hatten sich schwarz verfärbt :( eine larve fand ich am nächsten tag vorm RG, die andere, auf dem bild noch pralle, hat sich anscheinend erhohlt (wenn ich mich nicht verzählt habe)
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alle anderen Larven nahmen keinen schaden und vertilgten jeden tag zwei mittlere heimchen. wie es aussieht wenn alles aufgefressen ist und die Larven hunger haben sieht man auf dem bild das ich am 6.1 gemacht habe. sie betteln nach futter indem sie ihre langen hälse nach den meisen ausstrecken:
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inzwischen haben sich die Larven alle verpuppt, deshalb ist es höchste zeit das die Kolonie in ihr neues becken kommt.

Das becken ist schon so weit fertig, ich habe schonmal die heizmatten an damit der vom waschen nasse sand etwas trocknet.

heldgop
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#2

Beitrag von heldgop » 13. Januar 2007, 14:46

ich stell euch jetzt mal das becken vor:


es ist ein normales 80x40x35cm (lxbxh) becken aus dem baumarkt (hornbach 35€)

Bilder:
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http://www.heldhome.de/ants/Myrmecia/becken/lores/schädel.JPG
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beschreibung:

Heizung:
unter dem nest ist eine 16w heizstrahlmatte, diese wird durch das thermostat geregelt welches man oben sieht. der fühler ist ca 1cm hinter der unteren kammer, da wo sich die kolonie meiner erfahrung mit Franks kolonie nach aufhalten wird. so kann ich möglichst genau die temperatur einstellen und kontrolieren. ungeregelt erreicht es dort eine temperatur von 35°C, das thermostat ist also umdedingt notwendig!!!

der untere bereich des nestes wird zusätzlich noch mit einer kleinen 3w matte abgedeckt welche man hochklappen kann. so entsteht kein kondenswasser und ich kann im sommer die matte unter dem becken nachts ausschalten.

in der pflanzenecke befindent sich noch eine 8w matte hinter der xaximplatte. die habe ich dummerweise falsch bestellt und deshalb nutze ich sie nun um die temperatur zu gewährleisten welche die xaximplatte benötigt um zu grünen. zusätzlich kann man dadurch die luftfeuchte regeln.

die oberste kammer soll mit dem halogenstrahler erwärmt werden um so eine trockene und warme kammer nahe der nestoberfläche zu simulieren. ich nehme an das dort die puppen lagern werden.

Licht:
eine lampe wird wie schon erwähnt genutzt um die obere kammer zu heizen, die andere ist eine energiesparlampe. diese erzeugen ein dem tageslich ähnliches spektrum was vorallem für die pflanzen sehr gut ist.


Befeuchtung:
das nest wird durch einen großen wassertank feucht gehalten. der tank fasst über ein liter :Schock . zusätzlich wird noch eine bewässerungsautomatik in der pflanzen ecke instaliert. durch die silikonfug wird eine kanüle gesteckt wodurch dann wasser auf die xaximplatte tropft.
zusätzlich werden die pflanzen gegossen (die im eck ist eine hydrokultur pflanze, ich hoffe die hält die dauernde feuchtigkeit aus) und die luftfeuchte erhöht. die wassertoropfen die an der scheibe/pflanzen zurückbleiben sollen auserdem die wasserquelle für dei meisen darstellen, diese nehmen nämlich lieber wasser in tropfenform auf als aus einer tränke zb.
als pumpe nutze ich eine schlauchdosierpumpe welche mit einer zeitschaltuhr regelmäßig eine kleine menge wasser in das becken pumpt. wie ich die zeiten einstelle muss ich noch austüfteln.


Futter:
hohnigwasser wird in der kleinen kunssteinschale angeboten die jetzt noch im kleinen becken liegt. proteine werden sowiso lebend verfüttert, da muss ich mir keine sorgen drum machen.

Nest:
das nest ist aus ytong welcher mit lehm/gips mischung bepinselt wurde. die front und die kammern habe ich mit einer sehr dicken lößung bepinselt damit die poren zu gehen. so kann sich kein abfall dort sammeln. auserdem sieht es schöner aus ;)

der stock am oberen eingang dient warscheinlich mehr der optik, den meisen ist es egal wo sie langlaufen.....

befestigt is das nest mit einer schraube aus edelstahl, am boden habe ich noch ein stück ytong zwischen nest und die hintere scheibe geklemmt. so sind keine hässlichen klebespuren zu sehen und die spalte zwischen ytong und scheibe ist minimal. zusätlich kommt man so einfacher an die meisen wenn es nötig ist und ich habe etwas wo man ein eine abdeckung an der scheibe befestigen kann, welche aber ebenfals noch net fertig ist.


ausbruchsicherung:
den deckel habe ich schon fertig, ist aus verklebten kunststoffleisten und glasfaserfliegengitter (das gleiche wie auf dem tank). zusätzlich kommt noch ne schicht talkum drauf. möglichst so das sie bei geschlossenem deckel nicht sichtbar ist. auf dem deckel wird warscheinlich noch ne plaxiglasplatte angebracht um die feuchtigkeit zu regeln.


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sooo, das wars erstmal. ich entschuldige mich für meine rechtschtreibung, hatte irgendwann keine lust mehr drauf zu achten, hoffe es ist trotzdem gut lesbar:p

wenn das becken komplett fertig ist und die meisen umgezogen sind gibts neue bilder!


mfg

heldgop
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#3

Beitrag von heldgop » 13. Januar 2007, 14:48

hier mal bilder vom deckel:
Bild

der deckel besteht aus verklebten PVC leisten und glasfaser fllegengitter.
als kleber habe ich 2 komponentenkleber verwendent, der enthält keine lößungsmittel und ist nach 24h total geruchsloß.

man kann auch erkennen wie sich die feuchtigkeit im nest verteilt, die obere kammer ist komplett trocken.




Bild
auf dem bild kann man erkennen wie die leisten verklebt wurden. zuerst habe ich einen rahmen aus den kleinen geklebt und auf diesen dann das gitter gespannt und veklebt. von unten siehts nicht so schön aus, aber die seite müssen sich ja nur die ameisen anschauen :D

heldgop
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#4

Beitrag von heldgop » 13. Januar 2007, 16:35

habe gerade die bewässerung fertig gemacht, hier zwei bilder:

Bild
die pumpe eignet sich sehr gut zum bewässern da sie mit 12v arbeitet. da braucht man sich keine sorgen wegen hoher spannung und wasser machen, ihr wisst ja, die können sich net sehr gut leiden.

auserdem lässt sich mit dem netzteil die wassermenge regulieren. bei 12v ist der strahl schon recht stark und es spritzt etwas gegen die scheibe, das gibt hässliche flecken. bei 9v passts schon besser, bei noch geringerer spannung läuft die pumpe nicht mehr zuverlässig an. vllt muss ich noch eine schaltung bauen mit der man stufenloß zwischen 8-12v regeln kann, mal schaun.

wie oft und lange ich dann bewässere weis ich noch nicht, lässt sich aber mit ner zeitschaltuhr gut regeln.

die pumpe kommt noch in ein kleines gehäuse und wird entkoppelt.



Bild
so kommt das wasser ins becken, den schlauch muss ich noch irgendwie befestigen, sonst ist die sache auch fertig.


mfg

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