PhilippF.`s Haltungsbericht zu Harpegnathos venator

Unterfamilie: Ponerinae
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PhilippF.
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#1 PhilippF.`s Haltungsbericht zu Harpegnathos venator

Beitrag von PhilippF. » 13. Juni 2015, 17:58

Hallo Leute, seid etwa 3 Tagen bin Vater einer 10 Frauen starken Harpegnathos venator Familie.
Da mich Harpegnathos schon immer aufgrund des Sehvermögens und Jagdverhalten interessiert hat, war ich umso glücklicher als ich die Gelegnheit dazu hatte diese zu bekommen.

Einmal etwas zur Art:

Taxonomie
-Familia: Formicidae (Ameisen)
--Subfamilia: Ponerinae (Urameisen)
---Tribus: Ponerini
----Genus: Harpegnathos Jerdon, 1851
-----Subgenus: -
------Species: Harpegnathos venator (Smith, 1858)
-------Subspecies: Harpegnathos venator chapmani Donisthorpe, 1937; Harpegnathos venator rugosus (Mayr, 1862) Harpegnathos venator venator (Smith, 1858)


Allgemeines
Heimat: weit verbreitet in Südost-Asien. Von Indien bis China, Malaysia, Philippinen, Thailand.
Habitat: Sand-Lehm Böden
Kolonie: monogyn. Königin wird vermutlich später durch Gamergaten ersetzt.
Koloniegröße: gering, etwa 300 – 400 Tiere
Koloniealter: mehrere Jahre
Gründung: semiclaustral
Arbeiterinnen: monomorph
Nestbau: große Erdnester
Nahrung: zoophag und in geringem Umfang Nektar und Honigtau
Winterruhe: keine
Fortpflanzung: Jede Kolonie wird von einer, sehr selten mehreren, begatteten Jungköniginnen gegründet, eine alte Kolonie teilt sich niemals auf.
Ab einem gewissen Zeitpunkt kann die Königin vermutlich von Gamergaten ersetzt werden.


Aussehen / Färbung
Arbeiterinnen: schwarz, Hinterleibsende und Tarsen rot-braun
Königinnen: wie Arbeiterinnen
Männchen: schwarz, Hinterleibsende auffällig rot-braun


Größe
Arbeiterinnen: ca. 14 - 16 mm
Königinnen: ca. 14 - 16 mm
Männchen: ca. 12 - 14 mm


Entwicklungsdauer
Arbeiterinnen: ?
Eier - Larven: ?
Larven - Puppen: ?
Puppen - Imagines: ?


Bemerkungen
Es ist zu vermuten, dass die Entwicklung einer Kolonie ähnlich verläuft wie bei Harpegnathos saltator.

Diese Ameisen können 8 - 10 cm weit springen, rückwärts laufen und verfügen über gutes Sehvermögen.
Beutetiere werden durch den Stich gelähmt und können so einige Zeit von den Ameisen aufbewahrt werden. Sie erholen sich aber nicht mehr von dem Gift und sterben nach einiger Zeit.

Achtung: Diese Art nutzt einen Wehrstachel! Deren Gift kann von allergischen Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock führen. Aufgrund der stetig ansteigenden Allergiefälle in Zusammenhang mit heimischen Allergenen, steigt die Gefahr einer anaphylaktoiden Entgleisung bezüglich exotischer Giftexpositionen.




Haltung
Empfohlen für Anfänger: Diese Art ist nur erfahrenen Ameisenhaltern zu empfehlen
Temperatur: etwa 25-30°C Bei Zimmertemperatur dauert die Brutentwicklung deutlich länger.
Feuchtigkeit: erhöht, kommt jedoch auch mit trockener Haltung gut zurecht
Nest: Erdnest, Ytong-, Gips-,
Formicariengröße: 40x30cm
Formicarienzubehör: Wärmestrahler, Heizmatte, Sprühflasche
Bodenbeschaffenheit: Sand/Lehm Gemisch
Sonstige Haltungsinformationen: Milbengefahr



Haltungsbericht:

Momentan gibt es zwar weniger zu berichten da es erst der Anfang des Haltungsberichtes ist.
Die kleinen kamen vor drei Tagen bei mir an, 10 Arbeiterinnen und "noch" eine Gyne. Zwei Eier waren auch schon vorhanden.
Als erstes in eine leeres Falltürenterrarium gesetzt (30x30x30). Hier möchte ich erstmal prüfen ob die Gyne begattet ist und auch nach und nach auf Milben überprüfen.

Natürlciuh sofort einfach mal alles angeboten Zucker, Proteine (lebendes, abgebürstetes Heimchen) und einfach Wasser. Als erstes wurde das Heimchen gejagt und eingetragen, wirklich sehr interessantes Verhalten. Leider war das Viedeo dazu sehr unscharf :(

Aber hier sind trotzdem ein paar Bilder, auch wenn die Qualität nicht ganz so gut ist.

Fragen und Anregungen zu meinem Haltungsbericht könnt ihr hier loswerden.
Dateianhänge
IMG_2540.JPG
Ganz ängstlich zusammengerückt ;)
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#2 Re: PhilippF.`s Haltungsbericht zu Harpegnathos venator

Beitrag von PhilippF. » 27. Juli 2015, 15:48

Auch hier wieder ein kurzes Update nach langer Pause.
Es sind nun etwa 12 Eier vorhanden und die ersten 3 Larven, wobei 2 eher klein sind und die Dritte schon gewaltig gewachsen ist.
Seit die Larven da sind, sind die Kleinen auch aktiver auf Futtersuche und etwas aggressiver gegenüber Hände die in das Becken greifen.

Als Futter gebe ich ihnen meist Grashüpfer oder Heimchen, immer lebend und gut auf Milben abgesucht.

PhilippF.
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#3 Re: PhilippF.`s Haltungsbericht zu Harpegnathos venator

Beitrag von PhilippF. » 28. August 2015, 18:41

Da meine kleinen frei im Boden graben können ist ein natürliches Verhalten gut zu erkennen. Vorher konnte man da am Boden des Beckens offen war eine Art Kammer erkennen. Nun haben sie den Boden mit Erde bedeckt und einen Gang vom Boden der Kammer nach außen gegraben. Was wenn ich es richtig gelesen habe den natürlichen Nestern entsprechen sollte.

Letzter Stand waren 1 Puppe 4 mittelgroße - größere Larven und ein kleiner Haufen Eier.
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