

Futter im Urlaub
- Frankie
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#9 AW: Futter im Urlaub
Naja die haben Parasiten(daher überbrühen), zudem braucht das Nest Feuchtigkeit.
Was ich aber nicht verstehe, warum man Honig nicht lange dort lassen soll?
Einfach ungemischt reinlegen, da könnte sich zwar Schimmel bilden, aber den kann man später bedenkenlos entfernen.
Jedenfalls ist das so bei einem normalen Glas Honig.
Durch den Zuckergehalt wird der Schimmel isoliert oder so, jedenfalls ist Schimmel bei Honig nicht weiter tragisch, aber der wird sich im Nest vielleicht ausbreiten.
Was ich aber nicht verstehe, warum man Honig nicht lange dort lassen soll?
Einfach ungemischt reinlegen, da könnte sich zwar Schimmel bilden, aber den kann man später bedenkenlos entfernen.
Jedenfalls ist das so bei einem normalen Glas Honig.
Durch den Zuckergehalt wird der Schimmel isoliert oder so, jedenfalls ist Schimmel bei Honig nicht weiter tragisch, aber der wird sich im Nest vielleicht ausbreiten.
{Honig (mit Wasser verdünnt) ist ideal für Ameisen}
{10ml PTFE können in 1L Wasser verdünnt werden}
{kleine Kolonien=alle 2 Tage=Futterinsekt}{Lasius niger=rotblind}{eu.Ameisen brauchen Wasser}
{10ml PTFE können in 1L Wasser verdünnt werden}
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#10 AW: Futter im Urlaub
Hola,
die Versorgung mit den Tönnchen der Fliegen wurde ja schon des öfteren hier im Forum gegeben. Mit entsprechender Regulierung im Kuehler sind dann noch einmal etwa 7 Tage herauszuholen, kommt aber immer auf die Temperatur im Formikarium an.
Bestens geeignet sind bei größeren oder kräftigen Arten die terrflys (Fliegen mit Stummelfluegeln). Hier ist die Chance größer, dass die Ameisen auch tatsächlich die Fliegen lebend ergattern können, und nach dem Urlaub keine Horde wuetender Fliegen die Ameisen terrorisiert
ZB Polyrhachis dives stellen regelrecht "Wachen" bei den Tönnchen auf: sobald die Fliege schluepfen will und das Tönnchen aufbricht, leisten diese Wächterinnen umgehende "Schlupfhilfe". Camponotus ligniperda hingegen ist etwas... sagen wir mal ruhiger bei der Sache: oft werden die Fliegen (und auch Spinnen) erst gefunden, wenn eine Arbeiterin sie ueber den Haufen rennt, dann geht es aber fix zur Sache und die Arbeiterinnen legen eine beeindruckende Ausdauer und Wendigkeit an den Tag.
Weiterhin können als (unzuverlässiger) "Futterautomat" Maden der (mögl. flugunfähigen) Drosophila angeboten werden, mit einem Netz von den Ameisen getrennt. Die Fliegen werden dann durch das Netz direkt in dieMandibeln der Ameisen kraxeln... sehr artig!
10-14 Tage: wieso nur 10, und nicht 14 Tage?
Eine Ueberschreitung dieser Zeit WIRD nicht zwangsläufig zu Schäden fuehren, sie KANN zu Schäden fuehren.
Völker der L. niger ueberleben bei guten Fettreserven auch gut und gerne mal 6 Wochen ohne Proteinnahrung, Honig habe ich gleichzeitig bisher nur 4 Wochen vorenthalten. Mit Sicherheit stagniert lediglich die Kolonieentwicklung, und die ein oder andereLarve mag als lebende Konserve dienen (keine deutlichen Verluste)... einen "Schaden" muss es aber nicht geben.
Recht deutlich ist der Stillstand bei C. ligniperda zu beobachten gewesen: hier sind die gesamten Völker quasi eingefroren, dieLarven entwickelten sich nicht weiter und verharrten in ihrem Stadium.
Interessant bei beiden Arten: nach einigen Tagen ohne Futter verstärkte sich die Furagiertätigkeit deutlich, nach etwa (!) 2 Wochen jedoch nahm diese wieder ab und wurde fast zur Gänze eingestellt. Die Kolonie verharrte in Ruhe, dieLarven wurden ähnlich der Winterruhe gestapelt, L. niger verzog sich geschlossen im unteren Nestbereich, C. ligniperda zog sich in ueblich dichten Gruppen tief in die Kammern zurueck.
Lediglich wenige Arbeiterinnen begaben sich meist Nachts, Abends oder frueh Morgens auf die Futtersuche. Bei Fund einer Nahrungsquelle dauerte es dann einige Minuten bis Stunden, bis die gewohnte Kohorte losstiefelte.
Zu Beachten: alle Kolonien hatten einen normalen bis guten Ernährungszustand, die Arbeiterinnen waren physogastrisch! Bei Hungerhaken mag dieser Versuch etwas anders ausfallen...
Es handelte sich lediglich um Versuche, nicht um einen Urlaub oder ähnliches! Die Zeitspannen geben lediglich an, was diverse Völker ausgehalten haben, nicht was als Urlaubs-Standard genommen werden sollte.
Wasser ist immer in ausreichender Menge anzubieten, hier gab es bei Mangel bereits nach 1 Woche starke Ausfälle!
Es ist definitiv nicht zu empfehlen, ein Volk länger als 2 Wochen ohne Aufsicht zu lassen... Wassermangel eben!
die Versorgung mit den Tönnchen der Fliegen wurde ja schon des öfteren hier im Forum gegeben. Mit entsprechender Regulierung im Kuehler sind dann noch einmal etwa 7 Tage herauszuholen, kommt aber immer auf die Temperatur im Formikarium an.
Bestens geeignet sind bei größeren oder kräftigen Arten die terrflys (Fliegen mit Stummelfluegeln). Hier ist die Chance größer, dass die Ameisen auch tatsächlich die Fliegen lebend ergattern können, und nach dem Urlaub keine Horde wuetender Fliegen die Ameisen terrorisiert

ZB Polyrhachis dives stellen regelrecht "Wachen" bei den Tönnchen auf: sobald die Fliege schluepfen will und das Tönnchen aufbricht, leisten diese Wächterinnen umgehende "Schlupfhilfe". Camponotus ligniperda hingegen ist etwas... sagen wir mal ruhiger bei der Sache: oft werden die Fliegen (und auch Spinnen) erst gefunden, wenn eine Arbeiterin sie ueber den Haufen rennt, dann geht es aber fix zur Sache und die Arbeiterinnen legen eine beeindruckende Ausdauer und Wendigkeit an den Tag.
Weiterhin können als (unzuverlässiger) "Futterautomat" Maden der (mögl. flugunfähigen) Drosophila angeboten werden, mit einem Netz von den Ameisen getrennt. Die Fliegen werden dann durch das Netz direkt in die
10-14 Tage: wieso nur 10, und nicht 14 Tage?
Eine Ueberschreitung dieser Zeit WIRD nicht zwangsläufig zu Schäden fuehren, sie KANN zu Schäden fuehren.
Völker der L. niger ueberleben bei guten Fettreserven auch gut und gerne mal 6 Wochen ohne Proteinnahrung, Honig habe ich gleichzeitig bisher nur 4 Wochen vorenthalten. Mit Sicherheit stagniert lediglich die Kolonieentwicklung, und die ein oder andere
Recht deutlich ist der Stillstand bei C. ligniperda zu beobachten gewesen: hier sind die gesamten Völker quasi eingefroren, die
Interessant bei beiden Arten: nach einigen Tagen ohne Futter verstärkte sich die Furagiertätigkeit deutlich, nach etwa (!) 2 Wochen jedoch nahm diese wieder ab und wurde fast zur Gänze eingestellt. Die Kolonie verharrte in Ruhe, die
Lediglich wenige Arbeiterinnen begaben sich meist Nachts, Abends oder frueh Morgens auf die Futtersuche. Bei Fund einer Nahrungsquelle dauerte es dann einige Minuten bis Stunden, bis die gewohnte Kohorte losstiefelte.
Zu Beachten: alle Kolonien hatten einen normalen bis guten Ernährungszustand, die Arbeiterinnen waren physogastrisch! Bei Hungerhaken mag dieser Versuch etwas anders ausfallen...
Es handelte sich lediglich um Versuche, nicht um einen Urlaub oder ähnliches! Die Zeitspannen geben lediglich an, was diverse Völker ausgehalten haben, nicht was als Urlaubs-Standard genommen werden sollte.
Wasser ist immer in ausreichender Menge anzubieten, hier gab es bei Mangel bereits nach 1 Woche starke Ausfälle!
Es ist definitiv nicht zu empfehlen, ein Volk länger als 2 Wochen ohne Aufsicht zu lassen... Wassermangel eben!
Wenn die Flinte ins Korn gefallen ist, nicht gleich das Kind in den Brunnen werfen, auch wenn das der Tropfen ist, der dem Fass die Krone ins Gesicht schlägt!
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#11 AW: Futter im Urlaub
chrizzy hat geschrieben:Hallo,
das stimmt schon, aber dann würde man die Ameisen der Gefahr einer Milben-Infektion aussetzen , da das Futter nicht überbrüht wurde. (Suchfunktion für weitere Infos verwenden)
lg, chrizzy
wie jetzt? Wenn ich ne Fliege in meinem Zimmer fange dann kann ich die nicht einfach so in die Arena legen???
In der freien Natur werden die Fliegen und Futterinsekten doch auch nich überbrüht und die Ameisen leben weiter..
Versteh das nich ganz.
Muss ich jede Fliege die ich Fange(vorher tot machen?) und dann in die Arena legen will mit Kochendem Wasser übergießen??
Hab jetzt schon sämtliche FAQ's gelesen aber in keiner stand DAVON was...

Bitte aufklären WANN zu überbrühen(Wie genau?) is und WARUM?
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#12 AW: Futter im Urlaub
Hola,
das ich es mal schreiben werde...
Das Risiko der Milbeninfektion ist eine unumstößliche Tatsache, aber eben genau im Sinne des Worten ein Risiko, keine Gewissheit! Wer ständig nicht abgebruehte Futtertiere verwendet, wird sich ueber kurz oder lange bis sehr lang eine Milbenzucht zulegen... eben ein hohes Risiko!
Haben Futtertiere Milben? Ja, können sie haben... und bevor es wieder eine elend lange Diskussion gibt: ich finde nicht selten welche auf den Futtertieren, egal welcher Herkunft!
Maden/Tönnchen nicht abbruehen:
Wenn ich mir nun eine handvoll Maden nach 1 Woche nehme und diese gruendlich nach Milben absuche, ohne Befund ins Formi verfrachte und dort lagere... dann ist das Risiko sehr gering, sich eine Infektion einzufangen. Nach meiner Meinung bei gruendlicher Suche gar zu vernachlässigen.
das ich es mal schreiben werde...

Das Risiko der Milbeninfektion ist eine unumstößliche Tatsache, aber eben genau im Sinne des Worten ein Risiko, keine Gewissheit! Wer ständig nicht abgebruehte Futtertiere verwendet, wird sich ueber kurz oder lange bis sehr lang eine Milbenzucht zulegen... eben ein hohes Risiko!
Haben Futtertiere Milben? Ja, können sie haben... und bevor es wieder eine elend lange Diskussion gibt: ich finde nicht selten welche auf den Futtertieren, egal welcher Herkunft!
Maden/Tönnchen nicht abbruehen:
Wenn ich mir nun eine handvoll Maden nach 1 Woche nehme und diese gruendlich nach Milben absuche, ohne Befund ins Formi verfrachte und dort lagere... dann ist das Risiko sehr gering, sich eine Infektion einzufangen. Nach meiner Meinung bei gruendlicher Suche gar zu vernachlässigen.
Wenn die Flinte ins Korn gefallen ist, nicht gleich das Kind in den Brunnen werfen, auch wenn das der Tropfen ist, der dem Fass die Krone ins Gesicht schlägt!
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#13 AW: Futter im Urlaub
Also Fliegen und so generell überbrühen..
Wie funzt das?
Einfach Wasser mit Wasserkocher kochen und dann über Fliege gießen??
Btw. was kann ich noch so "füttern"??
Geht alles was ich zB in meinem Zimmer so fange?
Motten, Mücken, Käfer, Wespen usw. ?
Alles überbrühen?
Weil ich hol mir nich gern Maden oder ähnliches ins Haus(kleiner Ekel).
Was sind Tönnchen?
Was kann ich noch "füttern" ?(außer oben genannt)
Wie funzt das?
Einfach Wasser mit Wasserkocher kochen und dann über Fliege gießen??
Btw. was kann ich noch so "füttern"??
Geht alles was ich zB in meinem Zimmer so fange?
Motten, Mücken, Käfer, Wespen usw. ?
Alles überbrühen?
Weil ich hol mir nich gern Maden oder ähnliches ins Haus(kleiner Ekel).
Was sind Tönnchen?
Was kann ich noch "füttern" ?(außer oben genannt)
- ChEiRoN_92
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#14 AW: Futter im Urlaub
Btw. was kann ich noch so "füttern"??
Geht alles was ich zB in meinem Zimmer so fange?
Motten, Mücken, Käfer, Wespen usw. ?
Ja kannst du alles füttern, einfach siedendes Wasser aus dem Wasserkocher über das Futtertier gießen.
Alles überbrühen?
Wenn du keine Milben haben willst, Ja.
mfg
-Camponotus ligniperda
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#16 AW: Futter im Urlaub
Aivaria hat geschrieben:Ich glaube (kann ich nicht genau sagen, bin noch "neu" auf dem gebiet) es heist das man Futter kurz in Heisem Wasser kochen soll.
Kann das jemand bestätigen?
Kann allgemein jemand alles bestätigen?
Das ich jedes Insektartige an die Meisen verfüttern kann?
Und ob ich einfach nur drübergießen oder richtig Insekt ins Wasser und dann kochen???