Camponotus ligniperdus ins Nest geschaut

Fotos von einheimischen und europäischen Ameisenarten.
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Erne
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#1 Camponotus ligniperdus ins Nest geschaut

Beitrag von Erne » 30. Mai 2015, 17:02

Camponotus ligniperdus

Nesteinblick.
Ein kleines Volk im 2. Jahr seines Daseins.



Grüße Wolfgang
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bobw
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#2 Re: Camponotus ligniperdus ins Nest geschaut

Beitrag von bobw » 5. Juni 2015, 00:28

Hey,

das ist wirklich schon ne beachtliche Menge an Brut für das 2te Jahr. Verstehe ich das richtig und die Gyne ist vom Schwarmflug 2014? Wie hast Du das hinbekommen?

beste Grüße,

Bob

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Erne
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#3 Re: Camponotus ligniperdus ins Nest geschaut

Beitrag von Erne » 5. Juni 2015, 15:32

Ja die Königin ist von 2014.
Wie ich das hinbekomme, ich beobachte die Ameisen und versuche ihr Verhalten so zu interpretieren, das ich gute Haltungsbedingungen hinbekomme.
Sind einige Einzelmaßnahmen, wo ich nicht mal genau sagen kann, welche gut wirkt oder ob möglicherweise alle zu einer guten Entwicklung beitragen.

Verwende ein viel zu großes, liegendes Gipsnest.
Gips lässt sich gut befeuchten und somit unterschiedliche Feuchtebereiche anbieten.
Zudem wird ein Nestbereich durchgehend auf 24°C gehalten.
Den ganzen Sommer über, Tag und Nacht.
In diesem Nest finden die Ameisen gute Bereiche wo sie gut Nachwuchs aufziehen können.

Die Arena wird 16 Std. pro Tag beleuchtet.

Zudem gibt es verschiedene Insekten, soviel sie nehmen und Zuckerwasser.

Wie zu lesen, alles keine Geheimnisse, nur intensive Betreuung.

Grüße Wolfgang
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bobw
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#4 Re: Camponotus ligniperdus ins Nest geschaut

Beitrag von bobw » 5. Juni 2015, 23:20

Wow,
konstant 24°C und 16h Beleuchtung klingt ja wirklich nach dem Camponotushimmel. In den meisten HB'S besitzen die Kolonien am Ende der 2ten Sason ca. 30 Arbeiterinnen. Da dachte ich schon mit meiner Kolonie einen Glücksgriff gemacht zu haben, es können um die 70 Tiere dieses Jahr werden. Aber deine Ameisen knacken wohl die 200, wenn die ganzen Eier noch aufgezogen werden. Erstaunlich, wie die Gyne schon im 2ten Jahr so viele Eier legen kann. Meine Königin schafft aller 1,5 - 2 Wochen um die 8 Eier, jedoch hatten sie es auch wesentlich kühler bis jetzt.

Dürfte ich Dich noch mit ein paar Fragen löchern?

Wie viele Tiere waren es letztes Jahr?
Mit welcher Menge an Larven haben sie überwintert?
Hat die Gyne im Reagenzglas gegründet?
Hast Du dieses auch erwärmt?
Glaubst Du sie werden das Brutgeschäft durch die Nest-Beheizung frühzeitig beenden, wie manche Halter berichten?

Es ist gut zu sehen, was alles möglich ist und wie sehr man Einfluß auf die Entwicklung nehmen kann. Da bin ich echt noch ein bisschen am Staunen. Hut ab! Und Dankeschön für die Informationen.

liebe Grüße

Bob

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trailandstreet
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#5 Re: Camponotus ligniperdus ins Nest geschaut

Beitrag von trailandstreet » 6. Juni 2015, 12:44

Ist das eigentlich eine einheimische Gyne oder wurde die gekauft?
Offenbar haben die südländischer Herkunft auch einen höheren Wärmebedarf.

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Erne
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#6 Re: Camponotus ligniperdus ins Nest geschaut

Beitrag von Erne » 6. Juni 2015, 14:03

Die Königin habe ich selber gefunden, ist also eine Niedersachsin.

Die Gründung erfolgte im Reagenzglas, das in einer Box untergebracht war.
Die Box wurde beheizt und auf 24°C gehalten.
Gleich nach dem Schlupf der ersten Arbeiterinnen, Umzug in ein kleines Gipsnest.
Auch hier weiterhin ständig nicht weniger als 24°C.


Eingewintert wurden sie mit Larven, im Frühjahr waren die nicht mehr vorhanden.
Bei der Auswinterung waren es ca. 30 Arbeiterinnen, 10 davon verstarben bald.

Das gute Bedingungen, besonders durchgehend Wärme und Futter dazu führen,
das einheimische Arten schneller ihren Sommerzyklus durchhaben und eher in Winterruhe gehen wollen, konnte ich immer wieder beobachten.
Bei diesem Volk sieht es momentan jetzt schon so aus, das sie sich schon auf die Winterruhe vorbereiten.
Allerdings ist es jetzt noch zu kurzzeitig um das zu beurteilen.

Grüße Wolfgang
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#7 Re: Camponotus ligniperdus ins Nest geschaut

Beitrag von Erne » 12. März 2016, 21:52

Was ist geworden?
Winterruhe ist beendet und sie haben gleich richtig Durst.



Camponotus ligniperdus wird in den Foren „nachgeschrieben“ das sie sich besonders langsam entwickeln.
Eine Ansicht die ich selber lange geteilt habe, heute sehe ich das nicht mehr so.

Grüße Wolfgang
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