Messor cephalotes Diskussion Thread

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Erne
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#9 Messor cephalotes Diskussion Thread

Beitrag von Erne » 2. Februar 2020, 17:33

Alle Achtung, das kann richtig was werden.
Ein Gewusel wie es mir noch von einem meiner großen Messor barbarus Völker gut in Erinnerung ist.
In den Videosequenzen wo die Königin mit im Bild ist, zeigt sich, dass die größten Arbeiterinnen nicht die Größe der Königin erreichen.
Das kenn ich von Messor barbarus nicht so.

Messor cephalotes Bericht

Grüße Wolfgang

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DicloniusNo35
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#10 Messor cephalotes Diskussion Thread

Beitrag von DicloniusNo35 » 1. März 2020, 13:49

Hallo,
erstmal an dieser Stelle vielen Dank dass du dir die Arbeit machst und einen Haltungsbericht schreibst 3) .
Bisher finde ich ihn echt Klasse.

Deine Vermutung was den Nachwuchs und das pushen angeht habe ich auch.
Ich habe meine kleinen im Januar erworben und auch dort war schon eine ziemlich große Arbeiterin vorhanden.
Der Nachwuchs, der jetzt vor kurzem Flügge wurde, ist auch bei mir zum Verhältnis kleiner und sieht eher nach Pygmäe aus.

Aber von jemand anderem habe ich mitgeteilt bekommen dass bei ihm auch immer mal wieder richtig kleine und große aufgezogen werden und diese Königin hat auch bei ihm gegründet.
Also vermute ich dass die Aufzucht von den kleinen doch keine Pygmäen sind sondern wirklich welche für die Brutaufzucht? :)
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#11 Messor cephalotes Diskussion Thread

Beitrag von Zitrus » 22. März 2020, 16:51

Sehr schade, was passiert ist aber unterm Strich ist die Kolonie mit dem Schrecken davongekommen. Gut, dass du da warst, als das der Tank auslief.

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Erne
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#12 Messor cephalotes Diskussion Thread

Beitrag von Erne » 23. März 2020, 10:45

Etwa 50 % der Brut ist verloren gegangen, ein einschneidender Rückschlag.
In der Natur geht es auch nicht ohne Verluste ab, so dass ich die Hoffnung habe, dass die Entwicklung sich nach diesem Einbruch vorsetzt.
Sie verhalten sich jetzt wieder so wie vorher, denke sie bekommen es wieder hin.
Wie Du schreibst, sie sind mit dem Schrecken davon gekommen.

Grüße Wolfgang
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#13 Messor cephalotes Diskussion Thread

Beitrag von ABmeise » 23. März 2020, 11:22

Hallo Erne,
was für ein Verlust und tut mir sehr leid für dich und deiner Kolonie. Habe meiner Kolonie bereits letzte Woche auch ein YTONG Nest angeboten, wie bekannt ist die Entwicklung schleppend bei mir. Bei Dir sah es so gut aus, habe dich echt beneidet. Bist du Dir mit den Entwicklungszeiten der Brut sicher? Larve zur Puppe nicht jeher 8 Wochen? Halte sie zwar etwas kühler, aber die Entwicklung ist äußerst langsam. User Kornkammer machte ähnliche Aussagen. Kann jedoch nicht ausschließen, das meine Larven verschwinden und ich immer wieder neue sehe. Wünsche Dir viel Erfolg, liest sich gut dein HB.
Gruß Denny
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#14 Messor cephalotes Diskussion Thread

Beitrag von Erne » 24. März 2020, 09:19

Ja ist schade das ein Teil der Brut verloren gegangen ist.

Von der Eiablage bis zum Schlupf konnte ich die Entwicklung mitverfolgen, bis auf +/- 1 – 2 Tage passen die.
Zu beachten, die geschlüpften Arbeiterinnen sind Pygmäen, gehe davon aus das sich diese schneller entwickeln.

Eine passende Temperatur halte ich für angebracht und wichtig damit sie sich entwickeln.
Allerdings keine um die 30°C, 24- 26°C reichen.
Ein weiterer, für mich wesentlicher Haltungsparameter ist die Nestfeuchtigkeit.
Ein Reagenzglas mit Wassertank ist kein Garant dafür.
Die Wattestopfen sind oft zu dicht, dick oder beides.
Damit wird zwar noch eine höhere Luftfeuchtigkeit erreicht, die ist bekannter Weise nur relativ und ohne Umrechnung auf den tatsächlichen Wassergehalt, wenig aussagekräftig.
Das Messor Arten allgemein gut mit Trockenheit zurechtkommen sollte nicht dazu verleiten das auch für den Brutbereich im Nest so sein muss.
Selbst in trockeneren Regionen ist nicht auszuschließen, dass es im Erdreich oder Steinen nachts zu Feuchtigkeit Kondensationen kommt.

Mehrfach gemachte Beobachtungen bei Messor barbarus, wenn die Möglichkeit bestand, ziehen die mit ihrer Brut in feuchte Nestbereiche.
Gut das ist jetzt nicht neu, wird aus meiner Sicht allerdings nicht immer konsequent umgesetzt, bzw. hinbekommen.
Generell haben sich meine Messorvölker fast immer in kleinen Gips/Ytong Nestern besser und schneller entwickelt als in Reagenzgläsern.
Ist einfach besser machbar da für ausreichende Feuchtigkeit zu sorgen.
Meine Haltung der Messor cephalotes steht noch am Anfang, dennoch gehe ich schon jetzt davon aus, das Haltungsbedingungen die für Messor barbarus passen auch für diese Art gut brauchbar sind.

Grüße Wolfgang
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#15 Messor cephalotes Diskussion Thread

Beitrag von Saskia80 » 26. Mai 2020, 18:14

Hallo Wolfgang,

da du ja schon die ein oder andere Erfahrung mit Messor-Arten hast, würde mich interessieren, ob du abgesehen von der beindruckenden Größe und der schönen Färbung dieser Art auch möglicherweise bereits Eigenschaften/Verhaltensmuster feststellen konntest, die du bei anderen Messor-Arten nicht beobachten konntest. Generell würde es mich interessieren ob sich Messor-Arten generell im Verhalten groß unterscheiden oder ob die Verhaltensmuster immer ähnlich sind und sie sich hauptsächlich durch die Haltungsparameter und Optik unterscheiden?

Gruß

Saskia

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#16 Messor cephalotes Diskussion Thread

Beitrag von Erne » 28. Mai 2020, 17:48

Hallo Saskia,
jetzt in der Gründungszeit sind für mich kaum andere Verhaltenseigenschaften erkenntlich.
Sie sind weniger störanfällig als andere von mir gehaltenen Messor Arten.
Nicht das sie in groß in Hektik verfallen, sie flüchten.
Zudem sind sie flink auf den Beinen.
Im Nest dagegen lassen sie sich nur wenig stören, plötzlicher Lichteinfall bringt nur unwesentliche Reaktionen.
Auch reagieren sie nicht so empfindlich auf leichte Erschütterungen.
Wie sich das weiter verhält, dürfte interessant werden.


Messor cephalotes Bericht

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