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Mein erstes Ytong-Nest - und noch ein paar Fragen!

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Fabey93
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#1 Mein erstes Ytong-Nest - und noch ein paar Fragen!

Beitrag von Fabey93 » 22. Oktober 2020, 21:45

Hallo ihr Lieben!

Habe heute mein erstes Ytong-Nest gebaut und zum ersten Mal gedremelt!
Das ist das Ergebnis:
Yay!
Yay!
Gedacht ist es für Novomessor cockerelli, die Gänge messen ca. 1cm, die Nestkammern 4-5cm Länge, 2,5cm Tiefe und ca. 2-2,5cm Höhe. Bis auf eine Kammer, die ca. 5cm hoch ist:
Ich weiß, der Meter ist blöd gelegt, ich bin ein schlechter Archäologe...
Ich weiß, der Meter ist blöd gelegt, ich bin ein schlechter Archäologe...
IMG-20201022-WA0028.jpeg
Wäre das denn schlimm, dass die Kammer zu hoch ist?

Der Anschluss wurde so gelöst:
20201022_213607.jpg
Natürlich wird die Tülle noch mit Aquariensilikon fixiert. Außerdem erkennt man bei genauem Hinsehen einen Abluft-Schlitz in der rechten unteren Kammer. So einer befindet sich auch in der linken unteren Kammer und wird mit Metallgaze verklebt.

Nur mit dem Wassertank bin ich unschlüssig. Derzeit ist er L-förmig auf der rechten, dem Eingang abgewandten Seite geplant,
So!
So!
um ein Feuchtigkeitsgefälle zu erzeugen. Wäre dem Eingang zugewandt nicht besser, damit sie zuerst in feuchte Bereiche kommen - zumal sie keine nennenswerten Mengen Körner zu lagern scheinen im Gegensatz zu Messoren?

Und wie tief sollte der Tank sein? Ich lese im Netz bis zu 3cm vor dem Boden des Steins, 1/4, 1/3 oder 1/2 des Steins... was wäre am besten, auch im Hinblick auf ein feuchtigeitsgefälle? Ich tendiere zu 1/3.

Und: reichen 2mm Dicke bei Plexiglas? Ich las, dass, durch die mögliche Verformung durch Feuchtigkeit, Kleben besser als Festschrauben sei...

Und wie kann ich den Stein ansehlicher gestalten? Kann ich Sand-Lehm-Mischung drauf kleistern? Und damit auch die Kammern und Gänge auskleiden? Wenn ja, welches Mischverhältnis ist enpfehlenswert?

Würde mich freuen, wenn ihr eure Expertise mit mir teilt :)
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TheDravn

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#2 Mein erstes Ytong-Nest - und noch ein paar Fragen!

Beitrag von TheDravn » 22. Oktober 2020, 22:48

Zu hoch, zu tief, gibt es eigentlich nicht, solange die Ameisen reinpassen, laufen können und der Stein nicht bricht, ist alles möglich.

Beim Wassertank hab ich es mir einfach gemacht, eine weitere Kammer reingeschnitzt, Seramis eingefüllt und einen Zugang von außen angelegt. Da wird hin und wieder mal eine Spritze voll Wasser reingespritzt und meine Messoren freuen sich, ich denke, eine goldene Regel gibt es da nicht, mach es einfach so wie es für dich am besten passt

Es kann schon sein, dass sich da was verformt, selber Erfahrungen hab ich da bisher noch nicht machen können, aber bevor man Zweifel hat, einfach etwas dickeres Glas nehmen, kostet ja auch nicht die Welt und Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Ich verschönere meine YTong Nester mit einem Holzkasten, den ich selber dafür passend zusammenschraube, man könnte auch wasserlösliche Farbe benutzen. Sand-Lehm in die Gänge zu streichen ist nicht verkehrt, besonders wegen den kleinen Löchern, darin verschwinden gerne mal Eier, Larven, Futterreste, etc. die potentielle Schimmelgefahr bilden. Ich nehme dafür unbehandelten feinen Sand, den verteile ich den Gängen und dann wird alles gut mit Wasser besprüht, damit der Staub festklebt und der Sand zusammenpappt.
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#3 Mein erstes Ytong-Nest - und noch ein paar Fragen!

Beitrag von Fabey93 » 22. Oktober 2020, 23:00

TheDravn hat geschrieben:
22. Oktober 2020, 22:48
Zu hoch, zu tief, gibt es eigentlich nicht, solange die Ameisen reinpassen, laufen können und der Stein nicht bricht, ist alles möglich.
Deshalb kamen - jetzt ohne Dremel - auch noch 2 Kammern dazu:
20201022_225028.jpg
20201022_225243.jpg
Edit: habe jetzt an ausgebrochenen Kanten und Gangeingängen die Kammern etwas vertieft, damit sie trotz dessen eine größtmögliche waagerechte Fläche aufweisen, sowie noch eine Kammer hinzugefügt.
Jetzt ist aber gut, sonst verschlimmbessere ich es noch!
Jetzt ist aber gut, sonst verschlimmbessere ich es noch!
TheDravn hat geschrieben:
22. Oktober 2020, 22:48
Beim Wassertank hab ich es mir einfach gemacht, eine weitere Kammer reingeschnitzt, Seramis eingefüllt und einen Zugang von außen angelegt. Da wird hin und wieder mal eine Spritze voll Wasser reingespritzt und meine Messoren freuen sich, ich denke, eine goldene Regel gibt es da nicht, mach es einfach so wie es für dich am besten passt
Mein Nest steht aber, deshalb auch die Frage^^
Ansonsten hätte ich es gemacht wie du!
TheDravn hat geschrieben:
22. Oktober 2020, 22:48
Ich verschönere meine YTong Nester mit einem Holzkasten, den ich selber dafür passend zusammenschraube, man könnte auch wasserlösliche Farbe benutzen. Sand-Lehm in die Gänge zu streichen ist nicht verkehrt, besonders wegen den kleinen Löchern, darin verschwinden gerne mal Eier, Larven, Futterreste, etc. die potentielle Schimmelgefahr bilden. Ich nehme dafür unbehandelten feinen Sand, den verteile ich den Gängen und dann wird alles gut mit Wasser besprüht, damit der Staub festklebt und der Sand zusammenpappt.
Hab halt kaum Werkzeuge daheim und der Ytong-Block ist nicht genau rechtwinklig - aber an sich eine gute Idee mit dem Kasten! Muss dann aber immer zu einer Freundin, um solche Dinge zu tun - so wie heute für den Dremel. Aufgrund der Pandemie und eines Säuglings daheim nicht so prickelnd.
Und reiner Sand reicht? Sollte bestenfalls bombenfest sein, damit die Ameisen es später nicht zum Scheibe-Zubauen nutzen!^^ Dachte eher an mit Lehm gefärbte Sand-Gipsmischung oder Sand-Lehm. Lieber erstere sogar.

Danke dir schon mal für deine Tips!

Achja und: macht es Sinn, das Nest mit Seramis zu verfüllen? Oder was böte sich an, damit sie erstmal nicht das ganze Nest zur Verfügung haben?

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Rapunzula

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#4 Mein erstes Ytong-Nest - und noch ein paar Fragen!

Beitrag von Rapunzula » 24. Oktober 2020, 07:55

Fabey93 hat geschrieben:
22. Oktober 2020, 21:45
Wäre das denn schlimm, dass die Kammer zu hoch ist?
Egal wie groß die Kammern sind die Kammern würde ich eher so groß wie möglich, aber auch soviel wie möglich machen!
Bei den Gängen müssen einfach die Ameisen durchpassen, die brauchen da nicht viel Platz.

Viel Erfolg

Gruss
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