Kuriositäten der Natur

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#49 AW: Kuriositäten der Natur

Beitrag von Gast » 6. Dezember 2013, 10:22

Der Stern von Madagaskar

Angraecum sesquipedale heißt die berühmte Orchidee mit den unmäßig langen Blütenspornen. Zurzeit blüht ein Exemplar im Bot. Garten der TU Darmstadt; man kann es im Schaufenster des Orchideenhauses von außen fotografieren (s. Bild). Im Internet gibt es weitere Fotos, z. B. über Google.

1-Stern-v.-Madag._3916.jpg


Die Art wächst auf Bäumen oder Felsen, nur an der Ostküste Madagaskars. Besonders auffällig ist der bis über 40 cm lange Lippensporn, in dessen unterstem Teil Nektar produziert wird.
Der Name „sesquipedale“ bezieht sich darauf: Das heißt so viel wie 1 ½ Fuß.
Im Gewächshaus werden die Sporne nicht ganz so lang, sind aber doch recht eindrucksvoll.

Die Frage, welches Tier eine solche Blüte bestäuben kann (eine derart lange „Zunge“ hat), trieb bereits Charles Darwin um, und sein Vorschlag war, dass es einen Schmetterling mit entsprechend langem Rüssel geben müsse.
Verlacht von seinen wiss. Zeitgenossen, behielt er dennoch Recht: Jahrzehnte nach seinem Tode wurde 1903 eine Schwärmerart entdeckt, Xanthopan morganii praedicta, die dieser Prognose entspricht und folglich den (Unterart-) Namen praedicta (= die Vorhergesagte) erhielt!
Der Saugrüssel dieses Schwärmers ist bis 22 cm lang: http://de.wikipedia.org/wiki/Xanthopan_morganii
Im Puppenstadium ist der Rüssel unter dem Kopf eingerollt. Was muss das ein Gefummel sein, dieses Monster zu häuten! :)

MfG,
Merkur



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Diffeomorphismus
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#50 AW: Kuriositäten der Natur

Beitrag von Diffeomorphismus » 11. Dezember 2013, 21:05

Hallo,

ich war mir nicht sicher, ob ich das Folgende hier oder in Neues aus Medien & Wissenschaft posten sollte. Wie man sieht, habe ich mich fĂĽr hier entschieden ;).

Wenn ich jetzt anfange von fleischfressenden Pflanzen zu reden, werden viele bestimmt denken: Langweilig. Kenn ich schon. Sind nicht kurios.

Allerdings haben Forscher nun eine noch nicht bekannte Methode entdeckt, wie einige Arten (z. B. Nepenthes khasiana und Sarracenia purpurea) dieser Pflanzen ihre Opfer anlocken: Sie leuchten in einem, fĂĽr das menschliche Auge unsichtbaren, fluoreszierenden Licht.

Bevorzugte Opfer, die durch diese Methode gefangen werden, sind Ameisen, welche sehr gut blaues und violettes Licht wahrnehmen können. In vergleichenden Versuchen, in denen das fluoreszierende Leuchten bei einigen Pflanzen unterbunden wurde, konnte gezeigt werden, dass diese kaum "Beute" machten.

Weiterhin vermuten die Forscher eine Art Symbiose dieser Pflanzen mit nachtaktiven Säugetieren; auch diese werden wohl von dem Leuchten angezogen und trinken dann von dem Nektar der Pflanzen. Im Gegenzug hinterlassen sie ihren Kot, der den Pflanzen als Dünger dient.

Nachlesen und anschauen kann man sich das ganze hier bei "Smithsonian.com".

GrĂĽĂźe

Diffeomorphismus


„Die Heuchelei ist die materia prima des Teufels, von der aller Lug und Trug, alle Schwachheit und Abscheulichkeit herrührt, von der nichts Wahres kommen kann. Denn die Heuchelei ist selbst eigentlich eine doppelt destillierte Lüge, eine Lüge in der zweiten Potenz.“ (Thomas Carlyle)

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#51 AW: Kuriositäten der Natur

Beitrag von Gast » 21. Dezember 2013, 15:51

Der Zungenvampir…

So sieht er aus: http://ulrikefeigl.files.wordpress.com/2012/03/in-mouth-kopie.jpg

So lebt er: http://www.diegruenwald.de/beitrag/der-kleine-zungenvampir.html

… und es gibt ihn wirklich! Klick

Frohes Gruseln wĂĽnscht
Merkur :fettgrins:



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Diffeomorphismus
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#52 AW: Kuriositäten der Natur

Beitrag von Diffeomorphismus » 8. Januar 2014, 23:21

Hallo,

die in Australien beheimatete Pfauenspinne (Maratus volans) hat sich ihren Platz in dieser Liste von "Kuriositäten der Natur" redlich verdient. Zwar kann sie, entgegen ihrem Namen, nicht fliegen. Dafür können die Männchen dieser Art ihre dorsalen Platten heben und senken. Dies wirkt, unterstützt durch eine knallbunte Färbung so, als zeige ein Pfau sein Prachtgefieder. Des weiteren haben die Männchen ein eigentümliches Balzverhalten, bei dem sie einen "Balztanz" aufführen. Weitere Informationen und ein schönes Video findet man hier bei "feingut.com".

Aufmerksam auf diese Spinne wurde ich auf www.dkriesel.com.

Pfau oder Spinne - das ist hier die Frage ;).

GrĂĽĂźe

Diffeomorphismus


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#53 Re: Kuriositäten der Natur

Beitrag von juxi » 5. Mai 2015, 18:47

Nur mit etwas Phantasie zu erkennen.
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#54 Re: Kuriositäten der Natur

Beitrag von Safiriel » 5. Mai 2015, 18:52

IMG_4206.jpg


Das passt: Bäume die Eisen fressen sind eindeutig kurios
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#55 Kuriositäten der Natur

Beitrag von Crawly » 6. Oktober 2020, 15:23

wie Wäre es mit einem Blattschwanzgecko:

Klasse: Reptilien
Ordnung: Schuppenkriechtiere
Familie: Geckos
Lebensraum: Madagaskar; KĂĽstenstreifen und Bergregionen

Kommen ausschließlich auf Madagaskar vor und sind nachtaktive Echsen mit einem blattförmigen, flachen Schwanz. Das Blatt ist Teil seiner Tarnung gegen Eulen Ratten und Schlangen.
Dateianhänge
blattschwanz_gecko_l.jpg
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#56 Kuriositäten der Natur

Beitrag von Vlodex » 24. August 2023, 08:49

Unterstamm: SechsfĂĽĂźer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schnabelfliegen (Mecoptera)
Familie: Skorpionsfliegen

Kann laut Beobachtungen sogar in Spinnen netze Beute der Spinne klauen und Selber wieder entkommen ohne das die Spinne sie Tötet.
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