Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Berichte, Erfahrungen in der Haltung exotischer Ameisen.
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Insektenjack
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#89 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von Insektenjack » 31. Mai 2026, 13:11

Hast du es schon einmal mit Raubmilben vom Gartenfachhandel probiert? Das scheint ab und an zu funktionieren.




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PincoPallino

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#90 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von PincoPallino » 31. Mai 2026, 23:44

Hallo zusammen,

auch das Schnappi-Becken hat mal wieder etwas Aufmerksamkeit bekommen. Vor allem waren die Scheibenputzer da und es ist mal wieder Laub von den Bäumen gefallen. An manchen Stellen war die Erde schon wieder kahl. Sei es durch Laubfraß oder Aufschütten von Erde. Ja genau, sie graben wieder ein bisschen. Der linke Baumstamm wird immer weiter mit Erde zugeschüttet.

IMG_20260531_175257.jpg

Kurioserweise wird der Bereich dahinter komplett von Erde freigehalten. Der nach hinten zeigende Wurzelausläufer war anfangs komplett von Erde bedeckt.

IMG_20260531_175346.jpg
IMG_20260531_175429.jpg

Hier ein paar Ansichten "vorher"

IMG_20260531_175308.jpg
IMG_20260531_175314.jpg
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IMG_20260531_175328.jpg

Ich scheine endlich den richtigen Farn für dieses Becken gefunden zu haben. Er wächst und wächst, genau wie die anderen Pflanzen, die ich zuletzt eingesetzt habe.

IMG_20260531_175436.jpg

Wollt ihr mal in den Baumstamm schauen? Auch da haben sie einiges an Erde hineingebracht. Die Puppen von letzter Woche waren heute weg.

IMG_20260531_181316.jpg
IMG_20260531_181329.jpg
IMG_20260531_181332.jpg

Und so sah es "nachher" aus.

IMG_20260531_181211.jpg

Grüße vom Pinco

PS: Nein, mit Raubmilben habe ich mich (noch) nicht beschäftigt. Und zwar weil ich bislang noch nie davon gehört habe, dass das erfolgreich funktioniert hat. Gibt es denn irgendwo Berichte davon? Und was machen die Raubmilben, wenn sie tatsächlich mit den "bösen" Milben fertig geworden sind?

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Joachim

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#91 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von Joachim » 31. Mai 2026, 23:53

Milben sind richtig sch*****, der Befall scheint schon recht verbreitet zu sein aber Odontomachus sind zum Glück auch sehr dezentral unterwegs bei großen Völkern, mit weitläufigen Nestern. Hoffen wir, dass die "Haupt"-Königin nicht befallen ist, oder es rechtzeitig eine neue gibt.

Das sind leider auch genau die Milben, die man nicht haben will. Auch wenn immer mal wieder Gegenteiliges behauptet wird, diese Milben haben sich bei mir immer mit Heimchen aus dem Zoohandel eingeschlichen. Das heißt nicht, dass jede Heimchendose tödlich ist, aber überbrühen/einfrieren ist definitiv sicherer denn wenn sie einmal da sind, sind sie da. Für den Jagdtrieb der Schnappis muss man dann wohl oder übel Grashüpfer sammeln oder im Wald schauen. Du kannst ja weiter aktiv aussortieren und versuchen, auf die Heimchen erstmal zu verzichten, mit etwas Glück geht der Befall mit der Zeit zurück.

Aber selbst, wenn das Problem bestehen bleibt, hat diese Kolonie sowieso schon ein gutes Alter erreicht, wo die amtierende Königin im laufenden Jahr, spätestens im nächsten "abgelöst" wird. Wenn diese Nachfolge nicht klappt, wird das Volk langsam kleiner werden und nur noch Männchen produzieren.

So oder so war das eine sehr erfolgreiche Odontomachus Haltung mit einem Bilderbuch-Wachstum, auf das du sehr stolz sein kannst. Ich kann mich noch genau an den Ort und den Stein erinnern, wo sie gesammelt wurde. Die Dame hat eine große Reise hinter sich.

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#92 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von PincoPallino » 1. Juni 2026, 00:06

Danke für deinen Zuspruch, aber was meinst du mit Königin ablösen? Wie soll das (in der Haltung) gehen? Das sind doch keine Inzuchtameisen.

Immerhin habe ich schon männliche und weibliche Geflügelte gesehen. Theoretisch wäre es also möglich.

Echt schade, dass deine Vorhersage der Königin so oder so nicht mehr all zu lange gibt. Aber bisher lagst du immer richtig. Ich habe sie von dir vor knapp 2 Jahren mit ca. einem Dutzend Arbeiterinnen bekommen. Glaubst du wirklich, sie kann nicht älter als vier oder fünf werden?




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#93 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von Joachim » 1. Juni 2026, 00:29

Richtig mengenmäßig gehalten habe ich bisher nur Odontomachus bauri, die sind das Equivalent deiner troglodytes in Mittelamerika und dort sehr dominant. Wir hatten damals ein paar dutzend Königinnen, unter erfahrenen Haltern aufgeteilt. Es war entweder so, dass die Königin nach im Schnitt 4 Jahren verstarb oder es gab (wie auch immer) eine Nachfolge. In einem Fall gab es eine Aufteilung des Volkes und beide haben getrennt voneinander auch gesunde Brut produziert. Bei O. bauri gab es bei den großen Völkern immer viele flügellose Königinnen, die als Arbeiterinnen fungiert haben. Bei nur drei Völkern gelang eine Nachfolge, also ein sehr kleiner Anteil. Das muss intern passiert sein und war auch nicht geplant, da wir nie Geschlechtstiere ausgetauscht haben und es auch nicht möglich war dass einfach ein paar "rüberfliegen". Männchen&Weibchen muss natürlich nicht zwangsweise von der Königin gewesen sein, das Männchen stammte vielleicht von einer Arbeiterin und das hat ausgereicht. Jedenfalls wie Dr. Malcom sagte, das Leben findet (manchmal) einen Weg.

Da bauri den troglodytes in den meisten Belangen sehr ähnlich sind, rechne ich mir schon eine kleine Chance aus, dass es hinhaut. Besonders auch, da ich die Königin (genau wie wir es mit bauri damals auch gemacht haben) mit Puppen eines anderen Volkes gepusht habe, um ihr eine Starthilfe zu geben. Ein paar nicht-verwandte Arbeiterinnen sind also dabei. Wenn man das Pushen nicht macht, ist es deutlich schwerer eine erfolgreiche Gründung zu schaffen.

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#94 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von PaHa » 1. Juni 2026, 18:24

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31. Mai 2026, 23:44

PS: Nein, mit Raubmilben habe ich mich (noch) nicht beschäftigt. Und zwar weil ich bislang noch nie davon gehört habe, dass das erfolgreich funktioniert hat. Gibt es denn irgendwo Berichte davon? Und was machen die Raubmilben, wenn sie tatsächlich mit den "bösen" Milben fertig geworden sind?

Hallo, ich weiß nicht ob du es überlesen hast und wenn nicht will ich es dir nicht aufdrängen, aber ich habe dies auch schon vorgeschlagen und ein vielleicht ein hilfreiches Video verlinkt... Hier nochmal das Video:

https://youtu.be/xQYcgvqsnec?si=2PwmwtqAsRd6b0Fy

LG




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#95 Pincos Schnappis - ein Haltungsbericht mit Odontomachus troglodytes

Beitrag von PincoPallino » 2. Juni 2026, 01:07

Hallo PaHa, hallo zusammen,

sorry, dass ich nicht schon bei deinem ersten Beitrag reagiert habe. Ich dachte echt, ich kenne das Video schon. Aber entweder habe ich es verwechselt oder nicht bis zu Ende geschaut. Interessantes Video. Mit einem schönen Ende. Und für mich besonders interessant: Die verwendeten Milben sind hypoaspis miles. An diesen Namen erinnere ich mich noch genau. Die hatte ich schon vor Jahren mal recherchiert als meine Nicos ein Milbenproblem hatten. Sie haben das aber irgendwie alleine gelöst. Zitrone hat bei mir damals übrigens auch nicht funktioniert.

Also gut. Sieht so aus, als ob ich damit nichts falsch machen könnte. Das Becken ist im übrigen so voll mit weißen Asseln und Springschwänzen, dass die Raubmilben da nicht gegen ankommen werden. Wie auch immer. Zuerstmal gilt es die Ameisen zu retten. Und wenn Raubmilben Hoffnung bedeuten, muss ich es probieren. Ein "natürliches" Ende für die Kolonie wäre mir nämlich lieber.

Danke für den Tipp :)

Ich denke aber, wenn ich es ernst meine, muss ich anders dimensionieren. Er hat mit seinem Mini-AntCube 0,008 m³ Volumen und maximal ein Drittel davon mit Nicht-Luft. Macht 0,002 m³ Substrat.

Ich habe ein Becken mit 0,2 m³ Voilumen und 0,08 m³ Substrat. Also 40 mal so viel. Mindestens würde ich sagen.

Andererseits kann ich nirgends einen Milbenbefall im Becken oder an den Scheiben feststellen. So schlimm ist es bei mir noch nicht und die meisten Ameisen, die ich sehe, haben (noch) keine Probleme (mit Milben).

Nach kurzer Recherche habe ich ein Angebot für 25.000 Stück gefunden. Er hatte 6.000 und seine Kolonie war viel stärker befallen. Aber die Raubmilben können sich bei mir auch mehr ausbreiten. Dass die Schnappis bei ihnen einziehen werden, bezweifle ich zwar, aber vielleicht klappt es trotzdem. Dann gebe ich mal 30 Euro für 25.000 Raubmilben aus und hoffe, dass sie ihren Job, aber nichts kaputt machen :)

Die Quarantäne-Station bekommt dann auch ein Upgrade.

Drückt mir die Daumen oder überzeugt mich vom Gegenteil.

Grüße vom Pinco

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