Vom 200l Aquarium zum Formicarium - eure Tipps

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Zitrus

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#1 Vom 200l Aquarium zum Formicarium - eure Tipps

Beitrag von Zitrus » 4. Januar 2020, 18:01

Hallo Forengemeinde!

Nach 11 Jahren Betrieb hat sich mein 200l Aquarium schließlich von mir verabschiedet; es wurde undicht, der Schrank hat einen Wasserschaden erlitten und ich musste gezwungenermaßen alle Bewohner abgeben und das Aquarium räumen. Als ich mir überlegte, was ich mit dem leeren Becken anfangen soll, entschied ich mich, mein altes Hobby wieder aufzunehmen - Ameisen.

Vor über 10 Jahren hatte ich bereits das Glück, eine Gyne der Art Raptiformica sanguinea zu finden, welche nach der Gründungsphase im RG mit ihrer jungen Kolonie in ein Formicarium mit Ytong-Nest umzog. Die Kolonie gedeihte und es bereitete mir viel Freude, bei ihrer Entwicklung zuzuschauen, bis es schließlich Zeit war, die Kolonie im Winterquartier unterzubringen. Ich weiß nicht, was genau schief lief; war es zu kalt, zu warm, zu trocken, zu nass? Jedenfalls überlebte die Kolonie die Winterruhe nicht und ich habe mich seit dieser Erfahrung nicht mehr ernsthaft mit der Ameisenhaltung beschäftigt. Zuletzt hatte ich 2017 eine Camponotus ligniperdus Gyne gefunden, ließ sie aber letztlich wieder nach draußen, da ich mir nicht zutraute, eine Ameisenkolonie erfolgreich zu überwintern.

Mein Plan für das 200l Becken ist nun, darin eine amerikanische oder asiatische Camponotus-Art zu halten, die keine Winterruhe hält, bzw. bei welcher keine besonderen Vorkehrungen für den Winter getroffen werden müssen. Nach etwas Recherche scheinen mir C. compositor und C. japonicus gute Kandidaten zu sein. Ich mag Camponotus-Arten aufgrund ihrer Größe und finde ihre Wesensart sehr interessant; sie scheinen sehr intelligente Ameisen zu sein. Die genannten Arten sind zudem dunkel gefärbt, was mir ebenfalls gefällt.

Was die Einrichtung des Beckens angeht, stelle ich mir eine semiaride Landschaft mit Steinen, Wurzelholz und Sukkulenten vor. Als Bodengrund soll das klassische Sand-Lehm-Gemisch dienen. Das Nest will ich aus Ytong herstellen. Beleuchtet wird das Ganze mittels der beiden T5-Röhren, welche bereits Teil der Aquariumabdeckung sind und als zusätzliche Wärmequelle will ich eine 14W Heizmatte unter dem Nest im Bodengrund verbuddeln.

Soweit also der Plan. Folgende Fragen hätte ich an euch:

1. Ich hatte bereits damals kleine Tierchen in meiner Kolonie entdeckt; vielleicht waren es Milben, vielleicht nur Springschwänze. Angeblich kann ein Befall mit Milben eine ganze Kolonie ausradieren. Ich nehme an, es ist daher notwendig, sämtliche Einrichtung inklusive der Pflanzen zu sterilisieren oder zumindest sehr gründlich zu waschen?

2. Ist es in Ordnung, den Bodengrund im Formicarium bis auf die bepflanzten Bereiche dauerhaft trocken zu lassen oder sollte ich hin und wieder etwas Regen simulieren? Wäre natürlich blöd, wenn die Ameisen irgendwo in der "Landschaft" einziehen und das Ytong-Nest leer stehen lassen.

3. Muss ich wirklich die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Inneren des Nestes überwachen? Laut dem, was ich gesehen und gelesen habe, kann man anhand des Verhaltens der Ameisen relativ gut beurteilen, was ihnen zusagt (z.B. wo sie sich im Nest aufhalten, wo sie ihre Brut unterbringen etc.).

4. Ist es bei einem eher trockenen Formicarium sinnvoll, Nützlinge, wie Springschwänze einzusetzen?

5. Ich will die Kolonie, wenn sie zum Ausziehen aus dem RG groß genug ist, direkt in das "endgültige" Nest einziehen lassen, welches natürlich für die noch junge Kolonie viel zu groß sein wird, was zu Problemen führen kann, wie z.B. dass ungenutzte Kammern als Mülldeponien zweckentfremdet werden und sich dort Schimmel bildet. Wie kann ich dem vorbeugen? Ich dachte daran, z.B. alle bis auf zwei Kammern mit Sand zu füllen, bevor die Ameisen einziehen,
damit sie das Nest nach Bedarf selbst vergrößern können.

6. Was haltet ihr von den beiden Arten, die ich ins Auge gefasst habe? Laut myants bevorzugen sowohl C. compositor, als auch C. japonicus im Nest Temperaturen zwischen 24 und 26°C, benötigen keine erhöhte Feuchtigkeit in der Außenwelt und halten auch keine Winterruhe. Ich bin offen für weitere Camponotus-Vorschläge, solange sie verfügbar sind und möglichst nicht mehr als 50€ kosten.

Wenn euch sonst noch etwas zu meinem Vorhaben einfällt, lasst es mich bitte wissen.

Zitrus
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#2 Vom 200l Aquarium zum Formicarium - eure Tipps

Beitrag von anthalter_19 » 4. Januar 2020, 18:13

Hallo
Zu 1: Ja Milben befall kann schon geferlich werden, ich würde alles Abkochen und dan wieder benutzen, bei echten Pflanzen geht das natürlich nicht.

Zu 2: Befeuchten nicht notwendig, es sei den es ist keine Tränke vorhanden, wegen einziehen kommt die höhe des Bodengrundes an.

Zu 3: Ja man sollte schon die im Herkunftsland herrschenden Bedingungen schaffen.

Zu 4: Springschwänzchen fressen Schimmel und Futter Reste, sonst kann ich dazu nichts sagen

Zu 5: Ja mit Sand füllen würde ich genauso wie du machen. Edit: Die Eingänge der Kammern befüllen.


Wenn ich wieder da bin werde ich weiter schreiben.
Viele Grüße anthalter_19
Ps: Camponotus nicobarensis
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#3 Vom 200l Aquarium zum Formicarium - eure Tipps

Beitrag von TheDravn » 4. Januar 2020, 18:40

Zitrus hat geschrieben:
4. Januar 2020, 18:01

Soweit also der Plan. Folgende Fragen hätte ich an euch:

1. Ich hatte bereits damals kleine Tierchen in meiner Kolonie entdeckt; vielleicht waren es Milben, vielleicht nur Springschwänze. Angeblich kann ein Befall mit Milben eine ganze Kolonie ausradieren. Ich nehme an, es ist daher notwendig, sämtliche Einrichtung inklusive der Pflanzen zu sterilisieren oder zumindest sehr gründlich zu waschen?
Es kommt auf die Milbenart an, Staubmilben oder Futtermilben sind nicht gefährlich für eine Kolonie. Sämtliche Einrichtung würde ich nicht sterilisieren und muss auch nicht unbedingt sein, wenn man aber wirklich auf Nummer sicher gehen will, dann kommt man nicht drum herrum, aber das ist kein 100% Schutz gegen Milben.
Zitrus hat geschrieben:
4. Januar 2020, 18:01
2. Ist es in Ordnung, den Bodengrund im Formicarium bis auf die bepflanzten Bereiche dauerhaft trocken zu lassen oder sollte ich hin und wieder etwas Regen simulieren? Wäre natürlich blöd, wenn die Ameisen irgendwo in der "Landschaft" einziehen und das Ytong-Nest leer stehen lassen.
Kommt auf die Art an, tropische Arten würde ich nicht gerade in Wüstenähnlichen Umstände halten und umgekehrt. Da müsstest du dich entsprechend informieren und dann dementsprechend einrichten
Zitrus hat geschrieben:
4. Januar 2020, 18:01
3. Muss ich wirklich die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Inneren des Nestes überwachen? Laut dem, was ich gesehen und gelesen habe, kann man anhand des Verhaltens der Ameisen relativ gut beurteilen, was ihnen zusagt (z.B. wo sie sich im Nest aufhalten, wo sie ihre Brut unterbringen etc.).
Bei einheimischen Arten braucht man das nicht, bei Südeuropäischen auch nicht unbedingt, aber sinnvoll wäre es. Bei exotischen Arten wäre ein Messgerät im Nest nicht verkehrt, aber ja man kann es auch am Verhalten der Ameisen erkennen, aber im worst case ist es dann eventuell schon zu spät für die Brut
Zitrus hat geschrieben:
4. Januar 2020, 18:01
4. Ist es bei einem eher trockenen Formicarium sinnvoll, Nützlinge, wie Springschwänze einzusetzen?
Nein, Bodenpolizei braucht es feucht, die wird schneller tot sein als sie einen Nutzen hatte.
Zitrus hat geschrieben:
4. Januar 2020, 18:01
5. Ich will die Kolonie, wenn sie zum Ausziehen aus dem RG groß genug ist, direkt in das "endgültige" Nest einziehen lassen, welches natürlich für die noch junge Kolonie viel zu groß sein wird, was zu Problemen führen kann, wie z.B. dass ungenutzte Kammern als Mülldeponien zweckentfremdet werden und sich dort Schimmel bildet. Wie kann ich dem vorbeugen? Ich dachte daran, z.B. alle bis auf zwei Kammern mit Sand zu füllen, bevor die Ameisen einziehen,
damit sie das Nest nach Bedarf selbst vergrößern können.
So könntest du es machen, sei dir aber Bewusst, das eventuelle Nesteinsicht dann beschränkt sein kann. Du könntest auch das Nest in Seitenbereichen unterteilen und erst eine Seite zur Verfügung stellen und bei Bedarf dann einen weiteren Bereich öffnen.
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Zitrus

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#4 Vom 200l Aquarium zum Formicarium - eure Tipps

Beitrag von Zitrus » 4. Januar 2020, 19:17

Danke für eure raschen Antworten!

Ich werde dann wohl die Einrichtung soweit es geht eine Weile im Ofen "backen" und die Pflanzen einfach gut waschen. Manche benutzen ja z.B. für Arten, die Feuchtigkeit lieben, wie Myrmica rubra, Waldboden, Moos etc. und sterilisieren nichts, ohne Probleme zu bekommen, aber es ist wohl letztlich eine Glückssache. Ich werde auf Nummer sicher gehen.

Die genannten Camponotus-Arten sind keine Tropenbewohner, soweit ich verstanden habe, wobei die angegebenen Herkunftsorte durchaus verschiedene Klimazonen bieten. Die C. compositor z.B. kommt laut myants aus Bahia, Brasilien, wo es sowohl tropische Savanne, als auch Wüste gibt. Ich werde vielleicht etwas experimentieren müssen, um rauszufinden, was den Ameisen am ehesten zusagt oder für mehr Details myants kontaktieren.

Thermometer/ Hygrometer mit Sonde sind mitunter ziemlich günstig, vielleicht schaffe ich mir ja sowas an.
TheDravn hat geschrieben:
4. Januar 2020, 18:40
sei dir aber Bewusst, das eventuelle Nesteinsicht dann beschränkt sein kann. Du könntest auch das Nest in Seitenbereichen unterteilen und erst eine Seite zur Verfügung stellen und bei Bedarf dann einen weiteren Bereich öffnen.
Hm, guter Punkt mit der Sicht. Vielleicht ist es auch möglich, Barrieren herzustellen, die ich mit der Zeit entferne. Ich werde mir da noch Gedanken machen, wie das zu realisieren ist.

Danke nochmal soweit, vielleicht werde ich einen Haltungsbericht aufmachen, wenn es soweit ist.

Schönes Restwochenende noch,

Zitrus
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#5 Vom 200l Aquarium zum Formicarium - eure Tipps

Beitrag von Harry4ANT » 4. Januar 2020, 19:18

Von den beiden genannten Arten würde ich persönlich die Camponotus japonicus bevorzugen, da diese größere Majore haben und auch etwas größere Kolonien bilden - aber immer noch klein genug bleiben, dass du mit deinem großen Aquarium auch bei mehrjähriger Haltung keine Platzprobleme bekommen wirst.

Du kannst dich auch noch alternativ bei den afrikanischen Camponotus Arten umschauen, diese sind noch unkritischer bzgl. der Feuchtigkeit und können teilw. fast komplett trocken gehalten werden.
Von der obligatorischen Tränke bzw. dem RG Wassertank in der Anfangsphase mal abgesehen.

Sehr schöne Tiere sind meiner Meinung nach z.B.:
- C. maculatus
- C. cosmicus
- C. fellah
- C. fulvopilosus / storeatus (einer meiner Favoriten aber recht teuer und selten)
- C. rufoglaucus feae
- C. arnoldinus

Wenn du dich dauerhaft auf das eine Becken beschränken möchtest bzw. musst aus Platzgründen, wären die letztgenannten Camponotus arnoldinus beispielsweise eine Option. Die bleiben bei wenigen tausend Tieren meines Wissens, haben fast 2 cm große Majore und ein ausgeprägtes Sozialverhalten.

Die anderen genannten Arten werden größer und sollten irgendwann eine Erweiterung der Nest- und Arenafläche erhalten. Aber nicht innerhalb der ersten ~ 2 Jahre der Haltung - du hast also genug Zeit ;)

Auch eine Vergesellschaftung mit einer 2ten Ameisenart wäre denkbar in diesem Becken, z.B. mit einer Temnothorax Art. Nur als Option.

Ich persönlich würde dir raten die Arena völlig trocken zu lassen und eher auch auf echte Pflanzen zu verzichten. Das macht die Haltung deutlich weniger aufwendig was Reinigung usw. angeht.
Auch schützt es vor Ungeziefer und ungewollten Grabaktivitäten in der Arena.
Bei einer Bepflanzung und entsprechendem Bodengrund kann es durchaus passieren, dass die komplette Kolonie im Bodengrund verschwindet und du kaum noch etwas von ihr zu Gesicht bekommst, geschweige den Sicht auf die Brut, Königin usw.
Es gibt mittlerweile sehr schöne (echt wirkende) Pflanzen und andere Deko aus Kunststoff und co.

Von einer Teilbefüllung des Nestes mit Sand rate ich eher ab. Auch hier kann es passieren, dass du später kaum Nesteinsicht hast, da die Sichtscheibe mit Sand versperrt bleibt.


Als Beispiel und vielleicht Inspiration für dein Formicarium hier noch ein kurzes Video von meinem Gemeinschaftsbecken (Camponotus fellah & Temnothorax nylanderi) aus zwei großen Aquarien mit integriertem Ytong Nest und Gipsboden mit entsprechender Deko - auch hier völlig trockene Haltung:


Vom Gewusel nicht erschrecken lassen. Ist nur bei Fütterung soviel los bzw. so hektisch und die Kolonie ist auch schon recht groß 4)



Bzgl. den kleinen Tieren:
Am wahrscheinlichsten sind Staubläuse oder ungefährliche Milbenarten - beides eher nützliche Futterreste Verwerter.
Parasitäre Milben, die Ameisen aktiv befallen sind selten aber ein Restrisiko besteht natürlich immer.


Anbei noch eine schön gemachte Bauanleitung für die Verwandlung eines Aquariums in ein Formicarium:
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A.octospinosus_ 4) _C.cosmicus_ 4) _T.nylanderi_ 4) _C.nicobarensis_ 4) _P.megacephala_ 4) _A.gracilipes_ 4) _M. barbarus_ 4) _C.japonicus_ 4) _C.fellah

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Zitrus

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#6 Vom 200l Aquarium zum Formicarium - eure Tipps

Beitrag von Zitrus » 4. Januar 2020, 19:39

Harry4ANT hat geschrieben:
4. Januar 2020, 19:18
Sehr schöne Tiere sind meiner Meinung nach z.B.:
- C. maculatus
- C. cosmicus
- C. fellah
- C. fulvopilosus / storeatus (einer meiner Favoriten aber recht teuer und selten)
- C. rufoglaucus feae
- C. arnoldinus
Danke für die Liste! Manche der Namen habe ich noch nicht gehört. Ich werde mich zu denen noch etwas einlesen müssen und vergleichen.
Harry4ANT hat geschrieben:
4. Januar 2020, 19:18
Ich persönlich würde dir raten die Arena völlig trocken zu lassen und eher auch auf echte Pflanzen zu verzichten. Das macht die Haltung deutlich weniger aufwendig was Reinigung usw. angeht.
Auch schützt es vor Ungeziefer und ungewollten Grabaktivitäten in der Arena.
Bei einer Bepflanzung und entsprechendem Bodengrund kann es durchaus passieren, dass die komplette Kolonie im Bodengrund verschwindet und du kaum noch etwas von ihr zu Gesicht bekommst, geschweige den Sicht auf die Brut, Königin usw.
Hm, ja keine sehr gute Idee eigentlich. Aber Tillandsien dürften in Ordnung gehen denke ich. Die haben keine Wurzeln und man kann sie zum besprühen einfach aus dem Becken nehmen. Auf Pflanzen mit Wurzeln verzichte ich dann lieber.
Harry4ANT hat geschrieben:
4. Januar 2020, 19:18
Als Beispiel und vielleicht Inspiration hier noch ein kurzes Video von meinem Gemeinschaftsbecken (Camponotus fellah & Temnothorax nylanderi) aus zwei großen Aquarien mit integriertem Ytong Nest und Gipsboden mit entsprechender Deko - auch hier völlig trockene Haltung
Die Schaben sind ja noch am leben, ziemliches Massaker :lol: Den Ameisen scheint es wirklich gut zu gehen, die Majoren sind auch sehr eindrucksvoll.
Harry4ANT hat geschrieben:
4. Januar 2020, 19:18
Parasitäre Milben, die Ameisen aktiv befallen sind selten
Achso gut zu wissen, ich dachte schon ans schlimmste damals. Aber in der Natur überleben Ameisen ja auch irgendwie und dort sterilisiert niemand irgendwas.

Danke!
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#7 Vom 200l Aquarium zum Formicarium - eure Tipps

Beitrag von Zitrus » 4. Januar 2020, 19:42

Harry4ANT hat geschrieben:
4. Januar 2020, 19:18
Anbei noch eine schön gemachte Bauanleitung für die Verwandlung eines Aquariums in ein Formicarium:
So ein Loch in eine der Scheiben zu bohren, habe ich mir auch überlegt, das könnte sich irgendwann in Zukunft als nützlich erweisen, sollte es mal wirklich eng werden. :)
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#8 Vom 200l Aquarium zum Formicarium - eure Tipps

Beitrag von Zitrus » 4. Januar 2020, 20:16

@Harry4ANT
Von den Arten, die du gelistet hast, scheint nur C. rufoglaucus feae verfügbar zu sein. Echt schade eigentlich, ich finde die C. fulvopilosus und C. cosmicus
auch sehr interessant. Dann bleibt im Moment C. japonicus mein Favorit. Wie du erwähnt hast, sind die etwas eindrucksvoller von der Größe her als
C. compositor und passen von der maximalen Größe der Kolonie auch besser zu so einem großen Becken.

Schade, dass diese exotischen Arten hierzulande nicht wirklich vermehrt werden können. Wobei, mit einer Kolonie, die Geschlechtstiere produziert und einer gemieteten Halle dürfte es vielleicht was werden. ;)
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