Ameisen in Südfrüchten

Themen über exotische Ameisenarten.
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ameisen typi
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#25 -

Beitrag von ameisen typi » 10. Juni 2006, 07:57

schon klar awa die wollen auch nur überleben
ich halte gerade :
lasius niger ,
Spanniche Rippenmolche ,
gespenst- und stabschrecken,
pfeilgiftfrösche,
kanninchen,
nen hund,
mehlwürmer/käfer
und heimchen:-)

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#26

Beitrag von Newbie » 10. Juni 2006, 09:42

Hmm dann stündest du vor der Wahl: "Gefährliche, colle Ameisen zu Hause" oder (wenn sie abhauen) "viele einheimische Arten weniger"?? :confused:

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#27

Beitrag von Newbie » 10. Juni 2006, 09:58

....

klar wollen sie überleben. Letztendlich ist das das Ziel jeder Art. Doch wenn diese Art in einem Gebiet zu "überleben" versucht in dem es keine natürlichen Feinde für sie gibt vermehren sie sich ohne ende! Und mit chemischen Stoffen gibt es dann auch kein halten mehr. Denn kaum hat man ein Nest vernichtet tauchen 5 neue auf! 8o

Ein gutes Beispiel dafür gibt es ja eh bei euch in Deutschland. Der allseits "beliebte" Ochsenfrosch!! Der will auch "nur" überleben und verdrängt dabei die einheimischen Arten ohne natürlich Feinde zu haben!

Sahal
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#28

Beitrag von Sahal » 10. Juni 2006, 10:59

Hi und Hallo,

kleine Korrektur zu Jan:
Es handelt sich dort nicht um eine Einzige, sondern um 2 Superkolonien (Superkolonie trifft es nicht ganz: besser verwandschaftlich nahe, und somit untereinander verträgliche Kolonien).
Die größte erstreckt sich tatsächlich über die Küstengebiete von Italien über Frankreich, Spanien und Portugal bis zur NW-Spitze von Spanien. Hier verhalten sich die Tiere untereinander friedlich.
Im Küstengebiet Kataloniens gibt es eine 2. Superkolonie, allerdings wesentlich kleiner als Erstere... die Arbeiterinnen dieser beiden Superkolonien bekämpfen sich bis zum Tod, sind untereinander jedoch verträglich.

Nach SEIFERT (1996) haben wir auf deutschem Boden bereits einige strunzgesunde Populationen von L. humile in Gewächshäusern, botanischen Gärten und ähnlichen Einrichtungen.
Jedoch sollten wir uns hier in Deutschland eher Sorgen um die Lasius neglectus machen, denn diese Art ist bei uns kräftig auf dem Vormarsch!


Die hier behandelte Art scheint zwar noch nicht sicher bestimmt zu sein, aber das ist ein Grund mehr zur Vorsicht!
Wenn Du diese Kolonie nicht abkochen willst, was eine verantwortungsvolle Handlung wäre, solltest Du zumindest bis zur sicheren Bestimmung größte Vorsicht walten lassen. Hilfreich wäre es, die Kolonie in einem Wasserbad zu halten, das Formi ist zusätzlich zu verdeckeln!
Zu erwähnen bleibt noch: nicht nur L. humile ist invasiv! Und invasiv ist nur der ökologisch schlimmste Fall, eine nette Überraschung ist auch schon die lokale Infektion der Wohnräume...


Soderle, nun mal so in den Raum eine persönliche Meinung:
Ich bin entsetzt von der laxen Haltung zum Thema "invasive Arten halten!"
Newbie, Anfänger oder geistiger Tiefflieger... spielt alles keine Rolle...
Grundwissen eines jeden Ameisenhalters MUSS die Materie über invasive Arten und deren Erkennung sein!!!! Jeder Newbie sollte sich VOR einer geplanten Haltung über dieses Thema reichlich informieren... Material hierzu (und verwandten Themen) steht in diesem und allen anderen Foren reichlich zur Verfügung! Meist unter dem Namen Infektionsthread... bitte suchen, lesen, lernen und leben!!!!
Wer spezielle Fragen zu diesem Thema hat, möge sich an das Forum der DASW wenden, dort ist unter anderem Prof. Buschinger tätig, der gerne verständliche und fundierte Auskünfte erteilt. (Aber auch dort: bitte erst die Suchfunktion verwenden)

Was machen wir (Wir, die Gemeinschaft) falsch, das Mitglieder des Forums (nicht nur hier!) noch die Haltung invasiver Arten empfehlen???????
Sollte es, wie bei Software auch, einen Klick bei der Anmeldung geben ala "Ich habe den Infektionsthread gelesen und verstanden!" ?
Wenn die Flinte ins Korn gefallen ist, nicht gleich das Kind in den Brunnen werfen, auch wenn das der Tropfen ist, der dem Fass die Krone ins Gesicht schlägt!

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Sanguinius
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#29

Beitrag von Sanguinius » 10. Juni 2006, 16:54

Um mal einen Schlussstrich zu ziehen: Ich werde sie in die ewigen Jagdgrüde schicken.
Das Risiko doch etwas invasives zu haben will ich unter keinen Umständen eingehen!

Mitlerweile sind im Rg schon die letzten Puppen geschlüpft und ich kann auch keine richtig Hellen Arbeiter mehr ausmachen. Mir kommt es auch so vor als würden sie wärend dem Aushärten und dunkler werden gleichzeitig ihren Gaster dehnen, dann ich kann auch nicht mehr so starke größenunterschiede ausmachen.

Sollte jemand noch an einigen toten Exemplaren intressiert sein kann er sich ja melden.

Mfg Felix

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Jens Mosch
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#30

Beitrag von Jens Mosch » 10. Juni 2006, 17:28

Hallo !

Schuldigung aber find halt auch ein bisschen scheiße das man einfach Tiere tötet die garnichts getan haben. Aber ich sehs schon ein, wenn die wircklich solche Schäden in der einheimischen Natur anrichten is es vielleicht doch besser.
Noch mals SOORY wegen den ersten Beitrag.

Gruß Jens:)
[SIZE="7"]Ich liebe Ants !!!![/SIZE]

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DerSascha
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#31

Beitrag von DerSascha » 10. Juni 2006, 21:44

Ich bin auch der meinung das man kein risiko eingehen soll bei invasiven Arten das ist klar.!!!! Sodas diese nicht in unser hiesiges Ökosystem gelangen können.

Aber heiß das im umkehrschluß das es auf keinen Fall möglich ist ein ausbruchssicheres Formicarium zu bauen? :confused::confused::confused::confused: Deshalb versteh ich nicht ganz. Bitte klärt mich auf was das problem ist. Es muß doch machbar sein diese Arten so zu halten das keine entkommen kan. Das ist doch auch das Ziel bei der Haltung aller anderen Arten. Um es nochmal zu betonen ich bin nicht für die Haltung invasiver arten!!!!

Ich hoffe mir kan das mal jemand verständlich erklären. :D:D

Hyperslave
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#32

Beitrag von Hyperslave » 10. Juni 2006, 21:59

@sascha: ganz schnell und einfach erklärt .. würdest du neben einer Atombombe schlafen wollen nur weil jemand sagt die Strahlung kann nicht raus???

Restrisiko gibts immer und wenn sie in 1 von Millionen Fällen doch abhauen können hast du einen ungeheueren Aufwand bzw. ein großes Problem für dein jeweiliges Ökosystem.

Man muss bedenken, dass bei einem Ausbruch der Halter halt ein paar Ameisen weniger hat und es schade findet.. aber die anderen Tiere bzw. die gesamte Umgebung einen wahrscheinlich unbesiegbaren Freßfeind dazu bekommt und nach und nach verdrängt wird.

Während dir als Halter dein Essen noch so schmeckt wie sonst, dein Bett noch immer weich ist und du kaum was mitbekommst .. vernichtet deine Ex-Kolonie so nebenbei ein paar heimische Insekten ..

Die Folgen sind einfach nicht tragbar.

Lg

Hyperslave

PS: klugscheissen tut manchmal gut *gg*

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