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Das Leben meiner Polyrhachis dives

Unterfamilie: Formicinae
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Frederick

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#1 Das Leben meiner Polyrhachis dives

Beitrag von Frederick » 8. Juli 2016, 23:13

07.07.2016
Moin aus dem schönen Schleswig-Holstein :)

Wer meinen Thread (ameisenwahl-mit-weiten-wegstrecken-t54932.html) eventuell mitverfolgt hat, wird die Vorgeschichte zu meiner Wahl der Polyrhachis dives kennen. Ein herzliches Dankeschön hier erstmal an die beiden User die mich dort und auch darüber hinaus sachlich informiert haben. In diesem Thread kann man allerdings schon erkennen, dass ich mich irgendwie nur in langen Texten ausdrücken kann :P

Ich hab natürlich versucht, mich insgesamt gut einzulesen, mich differenziert zu informieren und dabei keine Ungeduld aufkommen zu lassen, die Ameisen sofort zu bestellen und alles spontan aufzubauen. Ist eine weise Entscheidung gewesen ;)

Ja, ich kenne die Horrorstories zu dieser südostasiatischen Ameise, habe sie mir komplett durchgelesen und zweite Meinungen eingeholt sowie in Eigenrecherche gefunden. Ich möchte ganz bestimmt keine Nester im Kleiderschrank (oder in meinem Bücherregal) finden, deshalb war Ausbruchsschutz bei mir auch der rote Faden, der sich bei der Einrichtung durchzog und hat mir einige „Gestaltungsideen“ versaut, aber was soll's. So oder so sieht es momentan für meinen Geschmack sehr geil aus :)

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(Beachtet die schlecht geschnittene rote Folie und diese coole Languste aus Kindertagen bitte nicht :D)

Ich habe also versucht, die bewährten Tipps einiger Halter umzusetzen, indem ich ein „Plattennest“ aus Glas anklebte (Pattex zwei-Komponenten Kleber) und Öl zwischen die Glasscheiben an die Wand anbrachte (da die Seide der Larven hier wohl nicht halten und somit ein Einblick ins Nest für eine gewisse Zeit gewährleistet wird). Letzterer Schritt erwies sich als nicht ganz so einfach und ich habe es ehrlich gesagt auch nicht so richtig hinbekommen. Wir werden sehen, hat sich für den Anfang eh erledigt, dazu mehr weiter unten ;)

Darüber hinaus hab ich ein wirklich schönes Mangrovenholz aus dem Zoofachhandel für 25 Euro erstattet.

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Sie bietet eine natürliche „Klippe“, von der die Ameisen ihren Müll und die Leichen in ein Wasserglas schmeißen könnten. Ob sie es annehmen ist natürlich eine andere Frage, aber anbieten kann nicht schaden, da es sich anscheinend um ein allgemeines Problem dieser Art handelt, dass die Leichen endlos von A nach B getragen werden. Momentan gibt es anscheinend mehrere Hypothesen (?), warum sie es tun, und einige Lösungsansätze scheinen bei den Haltern zu fruchten.
Das Wasserglas (früher war da mal American Cheesecake mit Crumble drin, sehr geil :D) ist von außen mit Öl bestrichen, damit sie nicht ertrinken. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie mit der Zeit Sand und ähnliches als „Trittsteine“ bauen um an das Wasser zu kommen, dies bleibt zu beobachten. Ansonsten läuft meine Wasserversorgung über eine Vogeltränke in Nestnähe und ein Reagenzglas im zweiten Formicarium (beide 40x30x30, verbunden über einen ca. 2m langen Plastikschlauch).

Gefüttert wird (zumindest heute) mit unverdünntem Honig und einem Heimchen (welches ich noch hier hatte; in dem beigelegtem Informationszettel stand allerdings, dass Heimchen wegen ihres geringen Nährwertes nicht optimal seien und Schokoschaben auf Platz 1 stünden). Nistmaterial ist vorerst Kokosfasern und Sphagnum, die Tage kommen noch Sägespäne, Nadeln, Pflanzenmaterial hinzu.

Ausbruchsschutz erfolgt über einen Ölfilm und zusätzlich über eine Talkumschicht unter der Abdeckung. Das Öl scheint gut zu funktionieren, aber sicher ist sicher. Selbst bei meiner kleinen Koloniegröße konnte ich beobachten, wie die Ameisen kurz nach dem einsetzen aggressiv in das Öl hineinliefen – mittlerweile hat sich das aber gelegt und die Ölschicht wird nur noch horizontal entlanggelaufen.

Die Temperaturen belaufen sich auf ca. 24-25°C, rel. Luftfeuchtigkeit geschätzt 60%. Geschätzt deshalb, da mein Hygrometer leider nicht mehr funktioniert, aber durch mehrere Farne (Dicksonia antarctica) und aufgebundene Orchideen (Bulbophyllum) in meinem Zimmer, die alle täglich besprüht werden, hat sich bei mir diese Luftfeuchtigkeit im letzten Jahr relativ konstant auf diesen Wert eingestellt. Ich überlege noch, einen 25 Watt Spotstrahler zu installieren, und dies bringt mich zu meiner Geschichte von heute, denn bisher erzähle ich nur von den Vorbereitungen, die ich in den letzten Wochen nach und nach verwirklicht hatte :)

Heute kam nun also eine Kolonie per Postweg an und wurde mit großen Augen begutachtet :D
Erster Eindruck:
Echt groß, kein Vergleich zu den europäischen Ameisen in meinem Rasen! Dazu eine wirklich hübsche Färbung der Gaster und ekelhaft agil.
Ich nehme an, dass zwei Königinnen dabei sind, dazu 12-14 Arbeiterinnen und 7 leider verstorbene Tiere, darunter eine in zwei Hälften geteilt, der Rest golden „gepudert“.
Wichtig war mir eine kleine Kolonie zur Gründung. Einmal, damit ich nicht zu viele Königinnen geliefert bekomme und die Entwicklung (auch die der Geschlechtstiere) überschaubar bleibt und vor allem, damit ich mitwachsen kann. Ich kenne dieses Phänomen von meinen Riesenschlangen: Es ist ein großer Unterschied im Handling, ob ich eine kleine Schlange aufziehe und sie später 1,5 Meter groß ist oder ich direkt mit dem adulten Tier anfange!

Sofort strömten sie aus und erkundeten das komplette Formicarium Nummer 1 (mit dem großen Stein). In den Schlauch wagten sie sich allerdings noch nicht. Als ich nach geraumer Zeit sicher war, dass sie nicht ausbrechen konnten, musste ich die Kolonie leider für kurze Zeit aus den Augen lassen, aber immerhin hält mein Ausbruchsschutz. 1:0 für mich.
Als ich wieder kam, sah ich nur noch 4 Arbeiterinnen, auf eine Art und Weise durch die Arena laufend, die ich eher als „ziellos“ beschreiben würde. Kurze Zeit später waren es dann nur noch 2!
Ich habe also wirklich alles abgesucht, zweimal, dreimal... Habe mich dabei zu einer Engelsgeduld gezwungen ':D
Keine weiteren Ameisen zu sehen. Ok, wer weiß, ich hab ja auch schon von grabenden Polyrhachis gelesen und den Stein angehoben... Und siehe da, auch hier keine einzige vorhanden.
So langsam, gestehe ich ehrlich ein, wurde ich leicht nervös und fing schon an, mit der Taschenlampe die Rippen der Heizung zu durchleuchten, aber ein Ausbruch erschien mir so wahnsinnig unwahrscheinlich, hab ich die erste Stunde doch wirklich nur beobachtet und mehrmals gesehen, wie das Öl trotz schnellem „Anlauf“ seinen Dienst tat und die Ameisen nicht einmal das Talkum erreichten.
Als ich dann in letzter Instanz ein ca. 1,5cm großes Loch im Thermometer entdeckte, war mir klar, dass ich lieber die Batterien entfernen sollte -.-
Tatsächlich habe ich zwei Schrauben entfernt, das Gehäuse leicht angehoben und da tummelten sie sich fröhlich zwischen der Elektronik. Ist ja auch klar, eng anliegende Spalten, blickdicht und gut warm durch die schwarze Farbe des Gehäuses... wäre mir als Ameise auch egal. Hauptsache ich genieße die Technik, die höchstwahrscheinlich im Herkunftsland hergestellt wurde... Ein echtes Heimspiel. 1:1 für die Polyrhachis.
Fazit: Man kann noch so gut vorbereiten, irgendein kleines, bescheidenes Problemchen musste es ja bei solch agilen und „nestuntreuen“ Arten geben. Dennoch war ich wirklich mehr als froh, sie nicht nur gefunden zu haben, sondern die Palette an „Startproblemen“ durch gute Vorbereitung zu minimieren. Lieber ist es mir, sie nisten in einem nun für mich nutzlosen Thermometer, als dass sie sonst wo sind... Den Stress einer Zwangsumsiedlung habe ich ihnen erspart, und mittlerweile tragen sie fleißig Nahrung und Nistmaterial in das Loch des Thermometers ein.

So weit, so gut erst. Ich bin gespannt, wie sich die weitere Haltung entwickelt und freue mich auf euer Feedback :) Kritik, Ratschläge und sachliche Kommentare sind natürlich gerne gesehen und helfen, den Haltungsbericht nicht, wie viele andere, einfach abbrechen zu lassen. Das hat mich, glaube ich, immer am meisten geärgert, weil man aus den Fehlern der anderen nicht lernen konnte bzw. vor der Frage stand, ob es einfach an der Desinteresse lag.

Wenn eine wissenschaftliche Artbeschreibung erwünscht wird, bitte lasst es mich in diesem Diskussionsthread wissen: LINK
Auch für alle anderen Fragen (Formicarienaufbau, Haltungsparameter, Technik, Einkaufswert, Erwartungen) stehe ich natürlich zur Verfügung.

Lieben Gruß,
Frederick
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#2 Re: Das Leben meiner Polyrhachis dives

Beitrag von Frederick » 8. Juli 2016, 23:38

Diskussionsthread: diskussionen-das-leben-meiner-polyrhachis-dives-t55046.html

08.07.2016
Die Dämmerung der Kolonie

Gleich nach dem Aufstehen gilt die erste Aufmerksamkeit nicht unbedingt den Ameisen als vielmehr der eigenen Müdigkeit, dennoch wird ein Blick in das Formicarium nun obligatorisch werden, fürchte ich ;) Die Kolonie hat mich angefixt.

Entdeckt werden konnten 3 Arbeiterinnen, eine davon bei dem Heimchen. Ob sie die Nacht über aktiv waren oder erst heute morgen aus ihrem Nest kamen, kann ich leider nicht sagen.

(Kleine Frage zwischendurch: „Fouragieren“ bedeutet ja soviel wie „Nach Nahrung suchend“ - woran erkennt und unterscheidet man denn eine Ameise, die nun fouragiert oder aus anderen Gründen erkundet? Bei einigen Arten gibt es vielleicht gar keinen Unterschied, aber bei Polyrhachis dives wird ja gern mal ein Zweignest angelegt. Wird der Standort dafür nun aktiv gesucht oder eher zufällig beim fouragieren gefunden?)

Das Heimchen jedenfalls sah höchstens angeknabbert aus, aber fast alle Extremitäten waren noch vorhanden.

Leider kam ich erst wieder dazu, heute Abend zuzuschauen. Dafür habe ich das Heimchen mal genauer betrachtet und entdeckte ein Loch im Thorax, das Heimchen wurde mehr oder weniger „ausgehöhlt“. Ich lebe ja nun schon seit geraumer Weile mit der Terraristik, meine bessere Hälfte ebenso, aber bei Futtertieren empfinde ich immer noch Berührungsängste und fand es ehrlich gesagt auch echt ein wenig ekelhaft :'D
Habe ein neues zugegeben und diesmal etwas mehr „zerquetscht“, sodass die Ameisen einen einfacheren Zugang haben. Anfänglich nur eine in der Arena, mittlerweile drei. Auch purer Honig wurde geschlürft, Nistmaterial ebenso eingetragen:

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Hier wahrscheinlich etwas schwer zu erkennen: Oben ziemlich mittig der von der Kolonie offiziell anerkannte Eingang, daneben bzw. dadrin die Ameise mit etwas Kokosfaser als neues Nistmaterial


Einsicht in das Nest habe ich, durch den kleinen faux-pas, wie oben beschrieben, leider nicht. Aus rein ästhetischen Gründen ist mir das relativ gleichgültig, da das Thermometer nie im Leben für eine ausgewachsene Kolonie reichen wird. Schade nur, dass ich die Brut nicht zählen und auch Geschlechtstiere nicht frühzeitig erkennen kann, falls eine unbegattete Gyne geliefert wurde.

Nichtsdestotrotz sind einige Arbeiterinnen auch außerhalb immer gut zu beobachten und sehr aktiv – auch auf dem Plattennest krabbelt des Öfteren eine Arbeiterinnen immer hin und her und nutzt die zusätzliche Fläche gut aus. Ursprünglich wollte ich die Kolonie ja „Organisation Superorganismus“ nennen, denn auch wenn ich Verantwortung mit diesen Tieren übernehme, kommt beim Beobachten doch das kleine Kind in mir raus ;) Ich hoffe ich stehe damit nicht alleine dar!

Lieben Gruß,
Frederick

P.S.: Grade zwei Arbeiterinnen bei der Trophophallaxis beobachtet, echt niedlich. Die wissenschaftliche Erklärung zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber der Gedanke dahinter faszinierend und das Aussehen liebenswert.

Nun wird es aber interessant: Nachdem die Trophophallaxis endete, ruhte Ameise A ausgestreckt und Arbeiterin B mit nach unten gekrümmter Gaster. B war kurze Zeit später recht interessiert an A und befühlte zunehmend ihre Artgenossin, bis sie ihre Mandibeln einsetze. Unter der Lupe war gut zu erkennen, dass sie sowohl Beine als auch Gaster damit bearbeitete. Das ganze sah auf den ersten Blick wie eine der typischen Attacken aus, und ich hatte schon befürchtet, eingreifen zu müssen, entschied mich aber erst einmal für die Beobachtung. Es war auch kein direktes Beißen zu erkennen und selbst an den so zarten Beinen wurde nichts beschädigt, also nehme ich an, dass sie die andere Ameise geputzt hat. Ameise A hat sich währenddessen sehr ruhig verhalten und ging, nachdem das Spiel vorbei war, wieder von dannen. Nun beginnt unter denselben Individuen die Trophophallaxis erneut!
Das ganze Szenario spielt sich an genau der Stelle ab, an der das gestrig verfütterte Heimchen lag. Temperatur bei rund 25°C
Auch zu erkennen: Der in einem anderen Thread von User Sahal (polyrhachis-dives-killen-sich-t34400-16.html) sogenannte „Schreckmoment“ nach Berührung einer ruhenden Ameise. Hier endete der Schreckmoment allerdings in Nahrungsaustausch.

Den Abschluss macht ein Bild:

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Sie haben es eigenständig von der Alu-Folie auf den Sand gezogen...
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#3 Re: Das Leben meiner Polyrhachis dives

Beitrag von Frederick » 9. Juli 2016, 17:05

09.07.2016
Horizonterweiterung

Schon in den frühen Morgenstunden konnte ich im Schlauch eine einzelne Arbeiterin entdecken, die nach kurzer Zeit das zweite Formicarium („Wurzelarena“) auch gründlich erkundete.

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Seitdem ist auch regelmäßig eine dort und sucht, für mich immer noch leicht „ziellos“, die Gegend ab. Dennoch erstaunlich, wie schnell und furchtlos, trotz kleiner Koloniegröße, die Arbeiterinnen das gesamte Areal erkunden und die weiten Wege auf sich nehmen (zur Erinnerung: 2 Glasbecken à 40x30x30 mit einem heute nachgemessenen 180cm langem Schlauch). Und auch die oberflächenvergrößernde Einrichtung (Glasplatten, Stein, Wurzel) werden angenommen und viel belaufen.

Ich konnte noch zweimal heute Trophophallaxis sehen, allerdings dieses mal ohne das „Putzen“ und auch ohne Schreckmomente von gestern Abend.

Dass Polyrhachis viel trinken, hatte ich ja schon in einigen anderen Haltungsberichten gelesen. Ich habe zwar keine großen Vergleichswerte mit anderen Ameisenarten, aber seit nun 2 Stunden ist immer ununterbrochen mindestens eine Arbeiterin an der Vogeltränke, zu Höchstzeiten waren 4 auf einmal dran: Das ist ungefähr ein Drittel der jetzigen Koloniegröße.
Das Reagenzglas in der Wurzelarena wurde allerdings noch nicht begutachtet (zumindest konnte ich das hier nicht beobachten).

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Ein frisches Heimchen und frischen, unverdünnten Honig habe ich nun auf die Wurzel gelegt, in der Steinarena befindet sich nun nur noch das Nest (Thermometer) und eine Vogeltränke. Davon erhoffe ich mir nicht nur, dass das zweite Formicarium noch besser angenommen wird, sondern die Ameisen auch gut beschäftigt sind. Das ganze geschieht aber unter Beobachtung, d.h. sollten die neuen Futterstellen par tout nicht beachtet werden, lege ich wieder alles erst einmal zurück an den ursprünglichen Platz. Auf dem Foto unten ist die glänzende Alu-Folie mit Honig zu erkennen:

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Das offene Loch Im T-Verbinder habe ich übrigens mit der Stahlwolle verschlossen, die auch das Reagenzglas beim Transport dicht hielt. Feinmaschige Metallgaze habe ich zwar hier, aber noch keine zufriedenstellende handwerkliche Umsetzung gefunden, bei der keine großen Löcher entstehen. Ich versuche in Zukunft dennoch, die Stahlwolle zu ersetzen, da die Durchlüftung und der Einblick auf anderem Wege einfach besser ist.

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Heute kam auch ein neues Thermometer, diesmal Einbruchssicher und sogar teilweise durchsichtig *lach* Die Werte liegen bei 25°C und 66% rel. Luftfeuchtigkeit - allerdings habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass vor allem auf die Hygrometer nicht immer gut Verlass ist. Wer sich also ein Tier, egal welcher Art, anschafft, das auf eine konstante und nicht leicht zu haltende Luftfeuchtigkeit angewiesen ist, der sollte hier nicht am falschen Ende sparen!

Sollte heute nichts weiter spannendes mehr passieren, verabschiede ich mich wieder mit einem Foto, auf dem die schöne Färbung einer am Nistmaterial knuspernden Polyrhachis gut zu sehen ist - je nach Lichteinfall in meinen Augen mal schwarz, mal gold und hin und wieder in herrlichem Silber:

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#4 Re: Das Leben meiner Polyrhachis dives

Beitrag von Frederick » 12. Juli 2016, 17:17

10.07-12.07
Dawn of the Dead

So, nachdem ich am Sonntag Geburtstag hatte und eine Einladung von meiner besseren Hälfte in den Botanischen Garten Kiel bekam, muss ich den Haltungsbericht aus der Erinnerung schreiben – ich habe aber Fotos von den letzten Tagen gemacht, sollte also nicht so schwer sein ;)

An dieser Stelle sei gesagt, dass der botanische Garten in den Gewächshäusern derzeit eine Schmetterlingsschau veranstaltet (5€ für Erwachsene, 2€ Studenten/Schüler). Allein die Pflanzen lohnen sich, aber die Schmetterlinge sind der Hammer und sicherlich auch für Ameisenfreunde interessant!

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Am Morgen des 10.07 entdeckte ich leider eine tote Ameise auf dem Sand, unweit des Nestes entfernt. Eine weitere tote Ameise wurde von einer Arbeiterin herumgetragen, aber schnell wieder abgelegt und danach ignoriert (noch keine Anzeichen der typischen „Polyrhachis-Problematik“).
Beide habe ich unter der Lupe untersucht, und beide waren ohne äußere Auffälligkeiten, lediglich der einen Ameise fehlte ein Bein aus dem mittlerem Beinpaar. Auch keine Milben konnte ich entdecken, und somit gehe ich davon aus, dass der Transport- und Umzugsstress doch noch etwas tiefer in den Knochen saß.

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Derzeitiger Stand also bei ca. 10-12 Arbeiterinnen,
die Königin(nen) haben sich bisher noch nicht außerhalb des Nestes blicken lassen.

Weiterhin wird viel getrunken:

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Und auch das Heimchen in der Wurzelarena wurde entdeckt, angenommen, und zum Teil in das Nest importiert (in diesem Falle ein komplettes Beinchen). Es wird langsam wirklich Zeit, die Mahlzeiten zu wechseln!
Die Fotos sind leider etwas schlecht geworden :/

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Hier kam nun eine zweite Ameise hinzu

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Und hier wurde das Bein ins Nest gezogen

Der (noch immer) unverdünnte Honig ganz oben auf der Wurzel (der vom Nest am weitesten entfernte Punkt) wurde entdeckt und angenommen: Ich sah nicht nur ein Sandkorn darin, sondern auch etwas später eine Arbeiterin daran.

Lediglich bei dem Nistmaterial in der Wurzelarena bin ich mir nicht sicher, ob es angenommen wurde, hier fehlen mir leider einfach die Beobachtungen...

Gestern legte ich dann noch ein letztes Heimchen ganz oben auf den Stein – keine Stunde später lag es unten auf dem Sand. Ich hab es also wieder an Ort und Stelle gelegt und kurze Zeit später lag es wieder unten *lach*
Die Kleinen scheinen ihre Beute gerne an einen anderen Ort zu ziehen, um es zu verarbeiten. Das haben sie bisher bei jedem Heimchen getan (siehe auch das im Ganzen geschleppte Bein des Heimchens, das unverarbeitet ins Nest gezogen wurde).
Nochmal habe ich es aber nicht nach oben gelegt, denn zwei Arbeiterinnen waren fleißig dabei:

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Etwas sorgen machte mir eine Arbeiterin, die gestern (11.07) den kompletten Tag auf einem Fleck im Schlauch verbrachte. Ich befürchtete schon, dass diese am nächsten Tage auch stirbt, aber am nächsten morgen war sie dann wieder weg und keine Leiche war zu finden :)

Die Temperaturen liegen weiterhin bei 25°C bzw. 28°C um die Mittagszeit, Nachts bei 22°C.
Luftfeuchtigkeit morgens bei 70-75% und Mittags dann bei 60%. Einen Extremwert von 80% konnte ich kurze Zeit in den frühen Morgenstunden, vor allem durch den nächtlichen Regen, messen.

Soweit erstmal mein Update und mein Foto um rund abzuschließen :)
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edit: Auf dem letzten Foto sieht es so aus, als ob ein Beinchen fehlt - dem ist natürlich nicht so, das liegt an der schlechten Handy-Qualität ;(
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#5 Re: Das Leben meiner Polyrhachis dives

Beitrag von Frederick » 17. Juli 2016, 19:28

17.07.2016
Rückzug

In den letzten Tagen ist auffallend wenig los gewesen. Die Ameisen halten sich weitestgehend im Nest auf, es ist meistens nur ab und zu eine einzelne Arbeiterin außerhalb zu sehen.
Ich hoffe, das ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Kolonie momentan alles hat was sie braucht und ihr sicheres Thermometer nicht verlassen muss.

Ab und zu sieht habe ich dann aber doch noch was zu beobachten, wie diese Arbeiterin, die den kompletten Weg durch den Schlauch in die Wurzelarena auf sich nahm um ein kleines Stückchen Sphagnum als Nistmaterial zu erbeuten:

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Somit habe ich jetzt die Bestätigung, dass auch das Material trotz weiter Entfernung angenommen wird.
Auf dem Bild ist ebenfalls gut erkennbar, dass auch Polyrhachis dives ihren Nesteingang verkleinern - teilweise müssen sie sich durch das kleine Loch "durchquetschen" bzw. sind auf andere Eingänge angewiesen (die sich unten am Thermometer befinden).


Ich habe außerdem mit Wasser verdünnten Honig angeboten, der auch angenommen wurde. Ob die Präferenz nun bei unverdünnt oder verdünnt liegt, kann ich nicht sagen.

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Ebenfalls habe ich Mehlwürmer angeboten. Zuerst ein halbiertes Exemplar, danach ein ganzes. Beide wurden nicht angenommen - als ich dann aber ein Heimchen daneben legte, stürzten sie sich darauf:

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Insgesamt sind die Kleinen aber wirklich hungrig.
Als eine Arbeiterin ein anderes Heimchen knuspern wollte, hatte dieses noch leichte Zuckungen. In Panik trommelte sie mit Gaster und Hinterbeinen auf den Boden, lief wie verrückt hin und her und die Glaswand schnell hoch hinauf: Der Ölfilm ließ sie zwar wieder rutschen, sie kam aber gefährlich weit.
Ich behaupte also mal ganz keck, dass Öl alleine auf Dauer nicht reicht! Zum Glück habe ich zusätzlich eine "über-Kopf"-Abdeckung mit Talkum.

Das Heimchen hat sie übrigens an Glas hochgezerrt:

Bild

Eine Himbeere aus dem Garten wurde begutachtet, aber verschmäht:

Bild

Temperatur wie gehabt bei 24-26°C tagsüber, ca. 22°C nachts. Luftfeuchtigkeit auch unverändert bei 60-75%

Und zu Abschluss wieder ein Bild, auf dem, wie ich glaube, eine Drohgebärde(?) zu sehen ist:
Bild


Diskussionsthread: diskussionen-das-leben-meiner-polyrhachis-dives-t55046.html
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#6 Re: Das Leben meiner Polyrhachis dives

Beitrag von Frederick » 30. Juli 2016, 19:50

30.07.2016

Ich möchte nun ein kleines Update nach mehreren Tagen schreiben, in denen ich leider etwas abstinent war.
Das lag vor allem auch daran, dass momentan nicht sehr viel passiert ist.

Nachdem ich eine kleine, noch junge Zitterspinne aus dem Formicarium gefischt habe, spannte ich eine normale Fliegengaze aus weißem Stoff über die Abdeckung. Folglich (und aufgrund des Wetters) stieg die Luftfeuchtigkeit stellenweise nachts auf 80%, dem ich mit viel Lüften entgegenwirkte. Nun pendelt sie sich wieder auf die gewohnten 60-70% ein.
Während der Phasen mit 80% erschienen mir die Polyrhachis subjektiv weniger aktiv, kann mich da aber auch verschätzen (habe ja nichts nachgemessen)... Aber jedes mal wenn ich die Luftfeuchtigkeit senke, sehe ich einige Zeit später wieder fouragierende Ameisen.

Die Problematik des Herumschleppens der Leichen zeichnete sich bei mir deutlich ab:
Eine weitere tote Ameise (insgesamt nun also drei seitdem sie das Formicarium bezogen haben) wurde von zwei verschiedenen Arbeiterinnen ca. eine Stunde lang herumgetragen. Nachdem sie sie in eine Ecke legten, herrschte für ca eine weitere Stunde Ruhe. Danach begann es von neuem.
Ich bot ihnen also eine Alternative aus einer kleinen Schüssel mit wenigen mm Wasser gefüllt und einer Brücke darüber - bestehend aus einem Essstäbchen. Das haben sie nicht angenommen, sie trinken aus dieser Quelle nun.
Am nächsten Morgen lag die tote Ameise dann wieder in der Urpsrünglichen Ecke und wurde seitdem ignoriert, ich habe sie nicht entfernt.
Vor ein paar Tagen gesellte sich zu dieser Ameise dann ein kleines Stück Heimchen, sodass ich denke, dass sie diese Ecke als Müllberg akzeptiert haben.

Eine große, leicht zerquetschte Steppengrille wurde nicht angenommen.
An Heimchen sind sie weiterhin sehr interessiert, bin mir aber momentan nicht sicher, ob sie diese auch verwerten, da ein Großteil immer zurückbleibt. Wasser wird weiterhin genommen.

Kleine Stücke Stroh (ca. 3-4mm) wurden nicht in das Nest eingetragen und da die Aktivität im Schlauch/in der zweiten Arena gleich 0 ist, biete ich seitdem wieder Sphagnum und Kokosfaserstücke in Arena Nummer 1 (mit Stein und Nest) an.

Ich bin mir nicht ganz sicher, was als nächstes passiert, da ich leider keinen Nesteinblick habe (was mehr und mehr nervt, weil ich gerne zählen würde bzw. die Gesundheit der Königinnen checken möchte).
Ich werde also wohl oder übel abwarten und beobachten müssen, ob sich die Aktivität/Individuendichte außerhalb des Nestes verändert.
Immerhin: Kein großes Massensterben (teu teu teu), wie es in einigen Berichten zu lesen ist.

Liebe Grüße,
Frederick :)
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#7 Re: Das Leben meiner Polyrhachis dives

Beitrag von Frederick » 3. August 2016, 22:39

03.08.2016

Eigentlich wollte ich so schnell meinen Haltungsbericht nicht aktualisieren, will niemanden zuspamen ;)
Aber da ich die letzten 6-8 Tage wirklich in Sorge um meine Kolonie war, möchte ich Euch die Nachrichten nicht verwähren.

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich nicht mehr wusste, ob die Proteinquellen überhaupt verwertet werden und mir unsicher bezüglich des Nestausbaus war, da ich auch kein Eintragen von Baumaterial beobachten konnte. Teilweise wurden die Heimchen und Fliegen auch auseinander genommen und nur woanders abgelegt - ebenso der Thunfisch.
Meine Kolonie befindet sich nun einmal in der Gründungsphase, da kann wirklich viel schief gehen: Verstorbene oder zu alte Königinnen, zu trockene Nester, Krankheiten... Vor allem bei Polyrhachis dives liest man ja so einiges.

Heute durfte ich allerdings eine Arbeiterin beobachten, die eine kleine, etwas ältere Fliege in das Nest trug. Obwohl sie sie vorher schon etwas bearbeitet und verkleinert hatte, fiel es ihr sichtlich schwer, die Fliege durch die kleine Nestöffnung zu tragen. War amüsant, aber sie hat es geschafft.
Ich hoffe und nehme an, dass es in den letzten Tagen einfach nur Puppen (aus den Larven, die mitversendet wurden) und Eier vorhanden waren.
Vielleicht weiß ja jemand, ob _alle_ Larvenstadien für den Nestbau verwendet werden, oder nur die letzteren? Ich konnte diesbezüglich wirklich nichts finden :( Aber es würde auch einiges erklären können.

Heute installierte ich eine neue Wärmelampe mit Klemmvorrichtung, sodass mein Formicarium nicht mehr von der Seite, sondern von oben über eine 50W-Halogenlampe bestrahlt wird.

Bild

Gut zu sehen ist die noch temporäre herkömmliche und äußerst hässliche Fliegengaze, die nur als Einbruchsschutz fungiert.
Die Temperatur stieg auf 28° Celsius, die Luftfeuchtigkeit sank aber auf 57%. Ich habe also ein wenig gesprüht und sie auf 70 +- 5 angehoben.
Ich werde morgen mal testen, wie es sich bei einem Antstore-Deckel verhält. Ansonsten habe ich aber auch einen äußerst leistungsfähigen Vernebler der Marke Beurer noch aus älteren Tagen.

Ahornsirup wurde liebend gern angenommen :) Obwohl der Honig daneben lag.

Bild

Außerdem habe ich kleine Häcksel Rotbuche (ohne Ölrückstände) angeboten. Bisher weiß ich aber nicht, ob das angenommen wurde - jedoch sind die klein genug, um ohne Probleme durch die Nestöffnung getragen zu werden.

Als Abschluss noch ein Bild im (ehemaligen) Abendlicht:

Bild

P.S.: Ich möchte nochmal auf den Diskussionsthread aufmerksam machen... So ganz ohne Rückmeldung weiß ich ja nicht, was gut oder schlecht ist ;)
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#8 Re: Das Leben meiner Polyrhachis dives

Beitrag von Frederick » 15. August 2016, 23:34

04.08.2016 – 15.08.2016

Das nächste Update steht so langsam mal an, dieses mal etwas kürzer ;)
Vielen Dank an Alle, die es bis hierhin geschafft haben!

Die Luftfeuchtigkeit sank durch die neue Lampe dermaßen extrem, dass ich sehr oft am Tag sprühen musste. Das erste mal habe ich aus versehen sogar mit Düngerwasser gesprüht, es wurde von einer Arbeiterin sogar getrunken, aber es ist nichts passiert, bis heute sind keine weiteren Leichen hinzu gekommen (für die, die es interessiert: Es handelte sich um den Dünger Hakaphos rot, geschätzte 1200 mikroSiemens).
Ich habe zwar im Zimmer 66% rel. Luftfeuchtigkeit gehabt, aber die Macht des Mikroklimas ganz einfach vergessen.

Ich möchte mich einmal vorsichtig zu dem Geruch der Polyrhachis äußern:
Durch den Deckel hielt sich zwar die Luftfeuchtigkeit, allerdings bemerkte ich, nachdem ich Abends in mein Zimmer kam, einen neuartigen Duft: Nicht unangenehm, aber dennoch deutlich präsent. Nach kurzem Schnuppern am Formicarium war eindeutig klar, dass hier die Ursache dafür zu suchen war (beim offenen bzw. halboffenen Formicarium war das noch nicht so!).
Der Geruch ist schwer zu beschreiben, und da ich keine Erfahrungen mit den Düften der Ameisensäure haben, möchte ich darauf hinweisen, dass es auch sehr wohl der nasse Sand vom Sprühen hätte sein können (obwohl mein Freund mich darauf hinwies, dass nasser Sand anders riecht). Sobald die Kolonie größer wird, werde ich mehr darüber wissen, denn der Deckel ist mittlerweile ersetzt: Eine Glasabdeckung (Antstore) mit zwei Lüftungsgittern und einem Lüfter (ebenfalls Antstore), der alle 2,5 Stunden (auch nachts) für 5 Minuten die Luft aus der Arena hinaus saugt (die Luftfeuchtigkeit geht dadurch nicht unter 60%).

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Proteine werden wieder super angenommen (sogar eine lebendige Fliege wurde erlegt) und das Nest gut ausgebaut. Täglich verfüttere ich nun ca. 1-2 kleine bis mittlere Heimchen.
Auch Ahornsirup wird nie verschmäht.

Ich freue mich jeden Tag über die tollen Ameisen :)
Bis dahin,
Frederick

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So süß :fettgrins:

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Eine dieser Motten sah ich tot in meinem Garten, auf ihr extrem viele Lasius spec.
Die Polyrhachis dives waren von ihnen aber nicht angetan - nur widerwillig und wenig wurde angenommen, vielleicht wegen der Bepuderung der Flügel?

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Hier wurde sie gierig

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Ob sie das schafft? :p

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Sie stopfte so gut es ging ;) Hat natürlich nur teilweise funktioniert. Jetzt ist der Eingang oben komplett verschlossen und sie nutzen den neuen EIngang rechts neben dem CE-Zeichen.

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Mittlerweile fouragieren auch wieder mehr als nur eine Arbeiterin. Ob schon Nachwuchs geschlüft ist? Die Entwicklungszeit wird mit ca. 6 Wochen angegeben, könnte also knapp hinkommen...
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ErnemondkidSir Joe

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