KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Einsteiger und Interessenten können hier ihre Fragen stellen.
Antworten
Wolfi91

User des Monats Januar 2021
Halter
Offline
Beiträge: 265
Registriert: 29. September 2020, 21:20
Auszeichnung: 1
Hat sich bedankt: 154 Mal
Danksagung erhalten: 255 Mal

#11625 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Wolfi91 » 14. April 2021, 10:25

Hey Hey,

da ich das noch nie irgendwo gelesen habe (Schatten Seiten der Ameisenhaltung :lol:), sagt mal wie ist das bei euch eigentlich so. Es gibt hier doch bestimmt einige die 3D gedruckte oder allgemein vorgefertigte Nester verwenden. Wenn ich es recht überlege müsste das auch bei den Ytong-Nestern die in die Arenen gebaut werden der Fall sein.
Manche Kammern werden ja als "Toilette" verwendet. Zumindest sieht das bei meinen Messoren aktuell so aus. In der Natur regelt sich das ja durch die Bakterien, Organismen die in der Erde leben.

Wie verhält sich das in der Zukunft bei vorgefertigten Nestern ? Sind die irgendwann voll :lol: das trocknet ja immer wieder ein (glaube ich zumindest). Hält das trotzdem einige Jahre oder muss das deshalb früher oder später ausgewechselt werden ? Oder wenn das Nest allgemein voller wird, wird dann die jeweilige Kammer von den Ameisen irgendwie gereinigt um wieder drin leben zu können ? Das sie Futterreste, Puppenhüllen usw. abtransportieren wenn sie was zugemüllt haben, ist mir klar.
Auf deutsch gesagt geht es mir um die eingetrockneten Fäkalien, die eintrocknende Schicht muss doch bei 4.000-6-000 Ameisen immer dicker werden oder ?

Eine Arena kann man reinigen, aber ein Nest ist ja in der Regel nicht zugänglich. Würde mich echt interessieren.

Grüße Wolfi
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Wolfi91 für den Beitrag:
Cptflitz

LucasHess
Neueinsteiger
Offline
Beiträge: 1
Registriert: 17. April 2021, 12:56
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

#11626 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von LucasHess » 17. April 2021, 13:09

Hey ich weiß das meine Frage nicht unbedingt in dieses Thema passt, jedoch brauche ich dringend Hilfe. Bei mir steht nun im Abitur die Seminararbeit an und kurzerhand habe ich das Thema Ameisen gewählt im Fach Biologie da dieses Thema in meinen Augen sehr interessant ist. Ich möchte mich gerne auf den Ameisen Staat konzentrieren und eventuell diesen auch mit den Menschen vergleichen. Jedoch brauche ich eine passende Fragestellung/Problemfragen um die ich in meiner Seminararbeit diskutieren muss (20 Seiten) wäre nett wenn ihr ein paar Ideen hättet. :)

Benutzeravatar
Fabey93
Halter
Offline
Beiträge: 774
Registriert: 24. Mai 2011, 13:48
Hat sich bedankt: 287 Mal
Danksagung erhalten: 215 Mal

#11627 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Fabey93 » 19. April 2021, 00:41

LucasHess hat geschrieben:
17. April 2021, 13:09
Hey ich weiß das meine Frage nicht unbedingt in dieses Thema passt, jedoch brauche ich dringend Hilfe. Bei mir steht nun im Abitur die Seminararbeit an und kurzerhand habe ich das Thema Ameisen gewählt im Fach Biologie da dieses Thema in meinen Augen sehr interessant ist. Ich möchte mich gerne auf den Ameisen Staat konzentrieren und eventuell diesen auch mit den Menschen vergleichen. Jedoch brauche ich eine passende Fragestellung/Problemfragen um die ich in meiner Seminararbeit diskutieren muss (20 Seiten) wäre nett wenn ihr ein paar Ideen hättet. :)
Kein Plan, wo du Abi machst, aber so viel schreib ich selbst an der Uni selten :D Ich tippe auf Bayern!
Wenn du den Staat mit was menschlichem vergleichen magst, dann wohl besser dem Gehirn! Neuronale Vernetzung und Physiologie hatten wir in der Q3 damals.
An sich immer erstmal academia.edu oder - naturwissenschaftlicher - researchgate (.org, .com - ich weiß es nicht).
Für weitere Tipps zur Literaturrecherche PN an mich, habe ein paar Quellen für Literatur und könnte mal schauen, ob ich dir nicht was zu kommen lassen kann ;)

Zur Fragestellung: die sollte ja eig. von dir selbst kommen. Finde das auch sehr schwer und bin froh, dass ich durch meine Arbeit ein Thema für meinen Bachelor fand: die römische Bestattung, die ich selbst ausgrub 8) Keine doofen Theorien lesen, nix selbst ausdenken. Einfach simples Beschreiben :D
Aber ich schweife ab: meistens lese ich einfach gaaaaanz viel über ein Thema und biete dann einen Überblick in meiner Arbeit, wo ich den aktuellen Forschungsstand zusammenfasse und Basics erkläre, um im Anschluss irgendeinen random Aspekt halt noch mal genauer zu beleuchten. Bisher fahr ich gut damit xD
War dieser Beitrag hilfreich? =)1 Oben rechts findest du den "Danke"-Button ;)

Schon den Wissensbereich :idea: entdeckt?

Ich halte: 1x Notoncus sp., Novomessor cockerelli, (35 A.), Rhytidoponera metallica (3 A.)

Benutzeravatar
Deguran
Einsteiger
Offline
Beiträge: 28
Registriert: 17. Juni 2020, 11:42
Hat sich bedankt: 17 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

#11628 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Deguran » 4. Mai 2021, 15:25

Ab welche Koloniengröße werden die Damen außerhalb vom Nest aktiv? Ich habe Messor orientalis, sind ca 50-60 Stück. Ich fülle nur Futter immer wieder auf und gebe Schaben oder Fliegen rein. Ich sehe die Damen gar nicht in der Arena, zwischendurch nur bisschen Bewegung an der RG-Öffnung und das wars. :)

Benutzeravatar
Harry4ANT

User des Monats März 2017 User des Monats Janur 2019
Moderator
Offline
Beiträge: 2130
Registriert: 8. Dezember 2016, 21:48
Auszeichnung: 2
Hat sich bedankt: 586 Mal
Danksagung erhalten: 1515 Mal

#11629 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Harry4ANT » 4. Mai 2021, 17:13

Ganz pauschal lässt sich das meines Erachtens nicht beantworten - ich hatte auch schon Arten bzw. Kolonien die recht lange vornehmlich Stubenhocker waren und hauptsächlich spät in der Nacht einzelne Kundschafter losgeschickt haben.

Ist den Brut vorhanden bzw. wird dass von dir angebotene Futter den auch verwertet? Eventuell fütterst du auch zu viel &/oder zu häufig.

Mal spät in der Nacht rein geschaut?


Prinzipiell ist deine Kolonie mit ca. 50 Damen natürlich auch noch recht klein. Da ist der Bedarf noch sehr gering. Dazu kommt, dass Messor gerne im Nest Körner Vorräte anlegt.

In dieser Phase ist noch jede Arbeiterin kostbar und die Kolonie durch Fressfeinde, insbesondere andere Ameisenvölker, sehr angreifbar. Die Kleinen wissen ja nicht, dass sie in deinem Formicarium absolut sicher sind ;)


Was du mal versuchen kannst wäre ein paar Tage keinerlei Futter anzubieten und dann wieder ein paar neue Körner/Samen & 1-2 Insekten in RG Nähe anbieten.

Optional (wenn du das möchtest) wäre dann auch denkbar eine "angequetschte" kleinere Schabe oder Fliege noch lebend anzubieten - halt so, das sie nicht mehr weg rennt aber noch zuckt.
Oft wird dadurch ein Jagdimpuls ausgelöst (auch bei Messor) und es kommen mehr Arbeiterinnen aus dem Nest geströmt.



Ansonsten kann ich dir nur raten dich noch etwas in Geduld zu üben - das Gewusel wird bei Messor dann noch groß genug :lol:


Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Harry4ANT für den Beitrag:
Deguran
A.octospinosus_ 4) _C.cosmicus_ 4) _T.nylanderi_ 4) _C.nicobarensis_ 4) _P.megacephala_ 4) _A.gracilipes_ 4) _M. barbarus_ 4) _C.japonicus_ 4) _C.fellah

Anja
Einsteiger
Offline
Beiträge: 63
Registriert: 22. April 2021, 21:32
Hat sich bedankt: 18 Mal
Danksagung erhalten: 57 Mal

#11630 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Anja » 4. Mai 2021, 18:17

meine Frage ist weg :-o

ok, also noch einmal:

Ich habe mir eine Heizmatte bestellt - diese:



die wollte ich eigentlich unter die linke Box der Arena und unter das Nest (Hintergrund) plazieren

2303

Jetzt bin ich mir jedoch - mal wieder unsicher, nachdem ich einige Male gelesen habe, man sollte für Luftzirkulation sorgen, alles nicht direkt auf die Matte stellen - und ich frage mich auch, was meine Schreibtischoberfläche davon halten würde .. nicht, dass sich dort sowas wie Brandflecken bilden?

Wäre es in dem Fall ratsam die Matte zwischen Nest und der Arena vorne zu stellen ? Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich?

Benutzeravatar
Harry4ANT

User des Monats März 2017 User des Monats Janur 2019
Moderator
Offline
Beiträge: 2130
Registriert: 8. Dezember 2016, 21:48
Auszeichnung: 2
Hat sich bedankt: 586 Mal
Danksagung erhalten: 1515 Mal

#11631 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Harry4ANT » 4. Mai 2021, 19:00

Ich verwende auch genau solche kleinen einstellbaren Heizmatten.

Wichtig ist Stauwärme zu vermeiden. Am einfachsten geht das, indem ein Teil der Heizmatte quasi "frei in die Luft schaut". Dann brauchst du auch keinen Abstand zwischen Matte und Nest bzw. Becken.
Also nie beispielsweise die Heizmatte mit der kompletten Fläche unter ein großes Becken legen.

Also bei dir würde ich die Matte so legen, dass ca. 1/2 des linken Beckens und 1/2 der Farm (in der Breite) direkt beheizt werden und dazwischen (so wie auf deinem Bild) etwas Abstand ist - dann ist Stauwärme schon mal ausgeschlossen.

Und dann mal den Regler ungefähr auf Mittelstellung drehen und mit einem Thermometer messen was du an Temperatur bekommst.
Zu beachten ist, dass man die Temperatur möglichst an geschlossenen Kontaktpunkten misst und nicht an einer frei stehenden Fläche nur das Thermometer hinlegt - so eine Heizmatte wärmt nur an aufliegenden Kontaktpunkten bzw. dort heizt es sich auf. Und es dauert natürlich eine Weile bis die Heizmatte auf Temperatur ist und die Materialien sich entsprechend aufgeheizt haben.

Ungeregelt dürfte die Heizmatte unter dem Becken bzw. Nest ca. 45 Grad und mehr bringen (ohne Stauwärme Effekt) - ich würde ca. 30 Grad einstellen am wärmsten Punkt.


Hier noch ein Beispiel wie ich die Heizmatten anwende - bei 0:17 seihst du die Matte links unten herausschauen (2-3 cm reichen aus) und in dieser Kammer links unten habe ich den Sensor des Fühler-Thermometers, dort sind ca. 30 Grad eingestellt.
Der ganze Rest des Formicariums ist Raumtemperatur:

A.octospinosus_ 4) _C.cosmicus_ 4) _T.nylanderi_ 4) _C.nicobarensis_ 4) _P.megacephala_ 4) _A.gracilipes_ 4) _M. barbarus_ 4) _C.japonicus_ 4) _C.fellah

Benutzeravatar
Erne
Administrator
Offline
Beiträge: 2996
Registriert: 18. April 2014, 11:00
Hat sich bedankt: 3785 Mal
Danksagung erhalten: 3298 Mal
Kontaktdaten:

#11632 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Erne » 4. Mai 2021, 19:02

Hallo Anja, wie von Dir vermutet kann es durchaus zu Verfärbungen des Holzes kommen wenn die Heizmatte direkt unter dem Becken liegt.
Selbs Risse im Beckenboden kann es geben.
Abhängig ist es davon welche Leistung [in Watt) die Heizmatte hat.
Laut Angebot liegt diese bei 5 Watt, direkt zwischen Tischplatte und Becken wird das Punktuell zu warm.
Bei einem Preis von ca. 10€ ist eine echte Heizregelung nicht zu erwarten, dazu brauchte es einen Temperatursensor.
Der Regler wird nur die Wattleistung der Heizmatte verringern, in etwa von 0 – 5 Watt.
Je nach Umgebungstemperatur wird es wärmer oder kälter, da hilft nur probieren.
Um Verfärbungen der Tischplatte zu vermeiden, eine dünne Sperrholzplatte unterlegen.
Das Becken selber nicht direkt auf die Heizmatte, sondern mit 2 – 5mm Abstand, geht gut mit Holzleisten.
Zur Kontrolle ein Thermometer mit ins Becken.
Zu beachten, Heizmatten unter einem Becken können zu erhöhter Trockenheit beitragen, bei offenen Reagenzglas zur Brutschädigung führen.

Grüße Wolfgang
Ameisenwissen – Hilfe für Einsteiger
Futter für Ameisen

Ameisenhaltung über viele Jahre, nach zu lesen auf meiner Homepage

Antworten

Zurück zu „Einsteigerfragen“