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Futterinsekten fangen

Futtertiere, Futtertierhaltung, Diskussion, sonstige Überlegungen und Ideen
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Ranchu
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#1 Futterinsekten fangen

Beitrag von Ranchu » 15. Juni 2021, 16:44

Hallo zusammen,

ich wollte euch mal meine Futterinsekten Fangmethode vorstellen. Man kann das ganze sicher noch abwandeln oder mit andere Geräten anwenden. Aber ich komme damit zu super Ergebnissen bzw. reichlich Insekten aller Art. Je nach Menge der zu fangenden Insekten benötigt ihr folgendes:

1. Insektensauger
2. Nylonstrumpf
3. Föhn
4. Kescher (fein zum Tümpeln für Wasserflöhe etc.)

Zunächst macht ihr euch auf die Suche nach einer Wiese mit langem Gras und geht mit dem Kescher einfach hindurch. Ruck zuck habt ihr eine Menge Tierchen aller Art gefangen. So dann nehmt ihr flott den Insektensauger herbei und saugt die Tierchen aus dem Kescher auf. Ein Nylonstrumpf verhindert dass die Tierchen durch den Propeller gesaugt werden. Ein Stopfen aus Watte oder anderem verhindert oben dass die Tiere wieder entfleuchen können. So müsst ihr den Sauger auch nicht permanent eingeschaltet haben.

Zuhause angekommen, haltet ihr einen Föhn auf voller Stufe (heiß) oben in den Sauger. Hier reichen 2-3 Sekunden und die Insekten sind tot oder soweit verletzt dass sie nicht mehr abhauen können. Bereit zum verfüttern ;-) tadaaaaa 3) 3)

*edit*
Achso wenn man nur kleine Mengen braucht, geht man auch einfach mit dem Sauger in der Wohnung auf die jagt. Den Kescher braucht man nur für raue Mengen ;)
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Gastuevian
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#2 Futterinsekten fangen

Beitrag von Gastuevian » 16. Juni 2021, 07:14

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass bei solchen Fangmethoden auch Tiere gefangen oder verletzt werden könnten, die eher nicht gefangen/verletzt werden sollten.
Ich weiß, dass die Anzahl der gefangenen Tiere verschwindend gering ist. Ich wollte es trotzdem anmerken.

Ich würde bei Futtertieren eher auf gezüchtete Tiere zurückgreifen. Eine kleine Drosofliegenzucht für den Anfang zusammen mit 10 großen Schaben, die man tiefgefroren super halbieren oder vierteln kann, sollten für jeden Halter drin sein und sind auch für jede Koloniegröße passend. Bei entsprechendem Koloniewachstum und kälteren Temperturen kann man den Bedarf für Ameisen mittelfristig sowieso nicht mehr über gefangene Insekten decken.
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di4per
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#3 Futterinsekten fangen

Beitrag von di4per » 16. Juni 2021, 10:01

Danke @Gastuevian für den, wie ich finde, wichtigen Hinweis!

Ich denke auch, dass der Tipp "Wiesenplankton" 30 Jahr zu spät kommt. Das Insektensterben ist für jedermann greifbar. In meiner "entomologisch aktiven Zeit" in den 90ern waren die Wiesen knüppelvoll. Heute ist ein Tagpfauenauge schon ein Highlight. Noch vor 10 (?) Jahren musste man alle 200km die Windschutzscheibe putzen, wenn man mit dem Auto unterwegs war. Heute... gar nicht? Sicher fällt der einzelne Sammler nicht ins Gewicht gegenüber Landwirtschaft usw., auch wenn hier von "rauen Mengen" die Rede war. ;) Aber es lässt sich halt nicht ausschließen, dass man eine seltene Art oder deren Entwicklungsstadien erwischt.

Hier ein Beitrag von Ameisenstarter im AP, der vielleicht illustriert, was gemeint ist: http://ameisenportal.eu/viewtopic.php?f ... 870#p20870 Nachtkerzen-Schwärmer, Proserpinus proserpina, streng geschützt an nem schnöden Feldrand. Wer hätt's gewusst? Ich nicht!

Nur ein Denkanstoß ohne jemandem etwas vorschreiben zu wollen. Gerade da die Futtertierbeschaffung per Handel/Zucht nun wirklich kein Problem ist.

Aber witzige Beschreibung! Und ja, so ein Exhaustor ist ein praktisches Ding!

LG
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#4 Futterinsekten fangen

Beitrag von Meinerseinereiner » 16. Juni 2021, 19:39

di4per hat geschrieben:
16. Juni 2021, 10:01
Danke @Gastuevian für den, wie ich finde, wichtigen Hinweis!

Ich denke auch, dass der Tipp "Wiesenplankton" 30 Jahr zu spät kommt. Das Insektensterben ist für jedermann greifbar. In meiner "entomologisch aktiven Zeit" in den 90ern waren die Wiesen knüppelvoll. Heute ist ein Tagpfauenauge schon ein Highlight. Noch vor 10 (?) Jahren musste man alle 200km die Windschutzscheibe putzen, wenn man mit dem Auto unterwegs war. Heute... gar nicht? Sicher fällt der einzelne Sammler nicht ins Gewicht gegenüber Landwirtschaft usw., auch wenn hier von "rauen Mengen" die Rede war. ;) Aber es lässt sich halt nicht ausschließen, dass man eine seltene Art oder deren Entwicklungsstadien erwischt.

LG
Also ich habe keine Ahnung wo du wohnst aber bei uns ist Gottes grüne Aue, hier kreucht und fleucht es wie blöde, schmetterlinge überall, Wildbienen Hummeln sogar Hornissen jeden Tag zigfach unterwegs Eidechsen jegliche kleine Ameisenart, genauer bestimmt hab ich die nie, etliche Spinnen, etc. etc. etc. Du kommst vom Auto waschen und fragst dich zuhause nach 1km wozu....

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di4per
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#5 Futterinsekten fangen

Beitrag von di4per » 17. Juni 2021, 09:30

@Meinerseinereiner
Naja, du wohnst ja auch im Naturpark (gerade auf die Karte im Profil geschaut). :D

Aber nein, das ist leider kein regionales Problem. Und ich bin mir sicher, dass die Situation vor 30 Jahren auch in deiner Ecke besser war. Diese "Ecke" scheint allerdings auch eine besondere zu sein:
Zahlreiche im Kanton Schaffhausen vorkommende Tier- und Pflanzenarten gelten als stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Einige der hier vorkommenden Wildbienenar ten gelten gemäss der Roten Liste von 1994 sogar als schweizweit ausgestorben und wurden in den letzten Jahren im Kanton Schaffhausen wiederentdeckt. Der Kanton Schaffhausen trägt somit für zahlreiche der hier vorkommenden Tier- und Pflanzenarten eine besondere Verantwortung für ihren Fortbestand in der Schweiz – dies trifft in einem besonders hohen Mass auch auf Wildbienenarten zu.
https://docplayer.org/191120267-Aktions ... rnpsh.html

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#6 Futterinsekten fangen

Beitrag von Meinerseinereiner » 17. Juni 2021, 10:00

Moin di4per

Hmm kann ich dor nicht sagen ich wohne erst seit 10 Jahren dort und seitdem kann ich nur sagen das es hier zumindest besser statt schlechter wird 3)

Klar fängt man nix da nicht gefangen werden sollte, heisst also fangen und aussortieren. 4)

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