

Idee für (beinahe) selbstversorgende Blattschneider-Kolonie
#1 Idee für (beinahe) selbstversorgende Blattschneider-Kolonie
Anstatt im Futterraum die abgeschnittenen Blätter zu positionieren, werden Gewächse mit möglichst hoher Blattmasse-Produktion direkt in Erde gepflanzt.
Bei dieser Form der Haltung darf das Ziel nicht sein, eine möglichst riesige Kolonie zu ziehen. Eine gewisse Größe, welche zum Tod der Pflanzen durch zu hohen Blattmasseverlust und somit den Zusammenbruch des Systems führt, darf nicht überschritten werden.
Zur Regulierung des Bestandes wird ab einer gewissen Größe ein weiterer Tank angeschlossen. Dieser ist ein simples Terrarium mit ein bis zwei kleinen Fröschen (oder anderen "Jägern"), welche sich vom Überschuss an Ameisen ernähren sollen. Die Kunst hierbei ist es, eine gewisse Balance zu finden. Die Kolonie muss groß genug sein, um nicht dramatisch viele Arbeiterinnen dadurch zu verlieren aber auch so klein bleiben, dass der Pflanzenbestand nicht ausgerottet wird. Eventuell kann man die Anzahl der Jäger anpassen oder ein weiteres Pflanzen-Terrarium hinzufügen.
Gabe von Dünger und Kunstlicht sind unverzichtbar für möglichst optimales Pflanzenwachstum. Die Blätter müssen verträglich für Tier und Pilz sein. Im Notfall kann man dem/den Jäger/n gekaufte Insekten zufüttern oder die Verbindung zwischen den beiden Terrarien zeitweise unterbrechen. Ein Müllraum sollte auch zusätzlich noch existieren (logisch). Man könnte die Ameisen durch das ein oder andere doch von außen zugegebene Blatt im Jäger-Terrarium daran hindern, es nicht mehr zu betreten, bzw. den Gang zu verschütten (Dieser sollte natürlich nur so breit sein, dass er ausschließlich von Ameisen benützbar ist).
Was hält ihr von dieser Idee? Interessant oder zum Scheitern verurteilt? Eure Meinung ist gefragt!
Bei dieser Form der Haltung darf das Ziel nicht sein, eine möglichst riesige Kolonie zu ziehen. Eine gewisse Größe, welche zum Tod der Pflanzen durch zu hohen Blattmasseverlust und somit den Zusammenbruch des Systems führt, darf nicht überschritten werden.
Zur Regulierung des Bestandes wird ab einer gewissen Größe ein weiterer Tank angeschlossen. Dieser ist ein simples Terrarium mit ein bis zwei kleinen Fröschen (oder anderen "Jägern"), welche sich vom Überschuss an Ameisen ernähren sollen. Die Kunst hierbei ist es, eine gewisse Balance zu finden. Die Kolonie muss groß genug sein, um nicht dramatisch viele Arbeiterinnen dadurch zu verlieren aber auch so klein bleiben, dass der Pflanzenbestand nicht ausgerottet wird. Eventuell kann man die Anzahl der Jäger anpassen oder ein weiteres Pflanzen-Terrarium hinzufügen.
Gabe von Dünger und Kunstlicht sind unverzichtbar für möglichst optimales Pflanzenwachstum. Die Blätter müssen verträglich für Tier und Pilz sein. Im Notfall kann man dem/den Jäger/n gekaufte Insekten zufüttern oder die Verbindung zwischen den beiden Terrarien zeitweise unterbrechen. Ein Müllraum sollte auch zusätzlich noch existieren (logisch). Man könnte die Ameisen durch das ein oder andere doch von außen zugegebene Blatt im Jäger-Terrarium daran hindern, es nicht mehr zu betreten, bzw. den Gang zu verschütten (Dieser sollte natürlich nur so breit sein, dass er ausschließlich von Ameisen benützbar ist).
Was hält ihr von dieser Idee? Interessant oder zum Scheitern verurteilt? Eure Meinung ist gefragt!
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Rapunzula
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#2 Idee für (beinahe) selbstversorgende Blattschneider-Kolonie
Was ich von der Idee halte? Sie ist sehr gut!
Im Prinzip möchtest Du eine EcoSphere „herstellen“!
ABER: das perfekte Gleichgewicht zwischen Ameisen, Pflanzen, Fressfeinde, Licht, Wärme, Luftfeuchtigkeit und Terrariengrösse (Liste noch nicht abgeschlossen) auszubalancieren dürfte wohl eine Lebensaufgabe sein!
Solltest Du Dich dran machen soetwas aufzubauen würden wir hier gerne mitfiebern wie es wird!
Gruss Rapunzula
Im Prinzip möchtest Du eine EcoSphere „herstellen“!
ABER: das perfekte Gleichgewicht zwischen Ameisen, Pflanzen, Fressfeinde, Licht, Wärme, Luftfeuchtigkeit und Terrariengrösse (Liste noch nicht abgeschlossen) auszubalancieren dürfte wohl eine Lebensaufgabe sein!
Solltest Du Dich dran machen soetwas aufzubauen würden wir hier gerne mitfiebern wie es wird!
Gruss Rapunzula
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#3 Idee für (beinahe) selbstversorgende Blattschneider-Kolonie
Hallo,
das halte ich für sehr schwierig. Hinsichtlich der Pflanzen denke ich, dass es dir nicht gelingen wird Pflanzen und Ameisen im Gleichgeweicht zu halten. Darüber hinaus musst du Abwechslungsreich füttern. Dh. es müsste sehr viel gepflanzt werden. Du wärst was die Futterpflanzen angeht dann sehr unflexibel. Höchstwahrscheinlich würden die Pflanzen auch eingehen. Was die Ameisen zu Dünger sagen wäre auch eine Frage.
Das mit den Fröschen wird nicht funktionieren. Ich bezweifle, dass sich die Frösche von den Ameisen ernähren können. Außerdem werden die Soldaten unter Umständen die Frösche angreifen. Daher würde ich das sein lassen.
Ich für meinen teil habe Pflanzen in der Nähe der Arena. Da können die Atta nicht dran, sieht aber schön aus. Die Kolonie nur mit Pflanzen aus dem Formicarium zu füttern halte ich für schwierig bis unmöglich.
Beste Grüße
Arthur
das halte ich für sehr schwierig. Hinsichtlich der Pflanzen denke ich, dass es dir nicht gelingen wird Pflanzen und Ameisen im Gleichgeweicht zu halten. Darüber hinaus musst du Abwechslungsreich füttern. Dh. es müsste sehr viel gepflanzt werden. Du wärst was die Futterpflanzen angeht dann sehr unflexibel. Höchstwahrscheinlich würden die Pflanzen auch eingehen. Was die Ameisen zu Dünger sagen wäre auch eine Frage.
Das mit den Fröschen wird nicht funktionieren. Ich bezweifle, dass sich die Frösche von den Ameisen ernähren können. Außerdem werden die Soldaten unter Umständen die Frösche angreifen. Daher würde ich das sein lassen.
Ich für meinen teil habe Pflanzen in der Nähe der Arena. Da können die Atta nicht dran, sieht aber schön aus. Die Kolonie nur mit Pflanzen aus dem Formicarium zu füttern halte ich für schwierig bis unmöglich.
Beste Grüße
Arthur
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Harry4ANT
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#4 Idee für (beinahe) selbstversorgende Blattschneider-Kolonie
Die Idee an sich ist gut - scheitert aber (meiner Meinung nach) am zu langsamen Wachstum der Blätter bzw. der "Futterraum" müsste dann wohl eine Fläche von einem halben Fußballfeld haben oder so 

A.octospinosus_
_C.cosmicus_
_T.nylanderi_
_C.nicobarensis_
_P.megacephala_
_A.gracilipes_
_M. barbarus_
_C.japonicus_
_C.fellah








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TheDravn
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#5 Idee für (beinahe) selbstversorgende Blattschneider-Kolonie
Ich denke auch, das wird eine Aufgabe fürs Leben sein und nicht mal eben so in ein paar Monaten laufen. Und ohne genügend Platz für ausrechend genügend Pflanzen, wird das eh nichts werden. So schnell kann eine Pflanze nicht nachwachsen, wie eine Kolonie daran sich zu schaffen macht
Fressen tun die Ameisen schon, nur es gibt da ein kleines Problem. Nachzuchten die man bekommt, sind giftfrei, nicht weil sie so gezüchtet wurden, sondern wegen dem Futter. Z.B. Pfeilgiftfrösche beziehen ihr Gift aus ihrer Beute und konzentrieren diese, unter anderem auch Ameisensäure. Das heißt also, wenn man diesen Fröschen ihre eigentliche Nahrung gibt und nicht unsere bekannten Heimchen, Fliegen und co. Kann es durchaus sein, das ein nicht giftiges Tier wieder giftig wird und das wäre nicht zu verantwortenArthur Dent hat geschrieben: ↑5. Mai 2022, 17:41
Das mit den Fröschen wird nicht funktionieren. Ich bezweifle, dass sich die Frösche von den Ameisen ernähren können. Außerdem werden die Soldaten unter Umständen die Frösche angreifen. Daher würde ich das sein lassen.
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#6 Idee für (beinahe) selbstversorgende Blattschneider-Kolonie
Nicht jeder Frosch den man halten könnte produziert auch Gifte.TheDravn hat geschrieben: ↑5. Mai 2022, 17:53
Fressen tun die Ameisen schon, nur es gibt da ein kleines Problem. Nachzuchten die man bekommt, sind giftfrei, nicht weil sie so gezüchtet wurden, sondern wegen dem Futter. Z.B. Pfeilgiftfrösche beziehen ihr Gift aus ihrer Beute und konzentrieren diese, unter anderem auch Ameisensäure.
"Der Ornithologe John Dumbacher von der California Academy of Sciences hat mit seinem Team entdeckt, dass die Quelle des Toxins aller Wahrscheinlichkeit nach in der bisher relativ unerforschten Käfer- Familie Choresine liegt."
Aus Ameisensäure? Hast du dazu eine Quelle? Soweit ich weiß beziehen die Frösche das über Käferarten. Aber vielleicht ist meine Quelle auch veraltet. Gibt es Frösche gibt die größere Mengen Ameisen fressen? Viele werden doch eher von Ameisen gefressen. Welche Arten meinst du?
VG Arthur
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TheDravn
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#7 Idee für (beinahe) selbstversorgende Blattschneider-Kolonie
Das ist klar, war jetzt auch nur als Beispiel, was man da als Jäger nimmt ist man sehr flexibel. Echsen, Frösche, Spinnen, etc. geht alles, es war nur als Einwand gedacht, das man da aufpassen sollte.Arthur Dent hat geschrieben: ↑5. Mai 2022, 19:44Nicht jeder Frosch den man halten könnte produziert auch Gifte.TheDravn hat geschrieben: ↑5. Mai 2022, 17:53
Fressen tun die Ameisen schon, nur es gibt da ein kleines Problem. Nachzuchten die man bekommt, sind giftfrei, nicht weil sie so gezüchtet wurden, sondern wegen dem Futter. Z.B. Pfeilgiftfrösche beziehen ihr Gift aus ihrer Beute und konzentrieren diese, unter anderem auch Ameisensäure.
Eine genaue Quelle habe ich da nicht, meine nur das mal hier und dort gelesen zu haben, als ich mich für die interessiert habe und kurz die Idee hatte welche zu halten. Und das ist dann im Hinterkopf gelieben, da dies vermehrt vorkam und man als Ameisenhalter auch auf die Idee kommt, mit diesen zu füttern. Besonders in Foren hab ich diese Info mehrfach gelesen, die dort auch bestätigt wurdeArthur Dent hat geschrieben: ↑5. Mai 2022, 19:44"Der Ornithologe John Dumbacher von der California Academy of Sciences hat mit seinem Team entdeckt, dass die Quelle des Toxins aller Wahrscheinlichkeit nach in der bisher relativ unerforschten Käfer- Familie Choresine liegt."
Aus Ameisensäure? Hast du dazu eine Quelle? Soweit ich weiß beziehen die Frösche das über Käferarten. Aber vielleicht ist meine Quelle auch veraltet. Gibt es Frösche gibt die größere Mengen Ameisen fressen? Viele werden doch eher von Ameisen gefressen. Welche Arten meinst du?
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#8 Idee für (beinahe) selbstversorgende Blattschneider-Kolonie
Moinsen zusammen
An sich interessante Idee.
Nun spinnen wir mal rum, wieviel Blattzeug braucht eine kleine Kolonie bzw was braucht dann später eine Kolonie in der Grösse die man den Tieren erlaubt? Weil der sollte von Anfang an eingeplant werden.
Welchen Platz braucht dieser Bereich um adäquat zu wachsen damit keine externe Quelle dienen muss, was muss an Technik verbaut werden für bestes Wachstum der Pflanzen.
Dann kommen wir zum "Vernichter" des "Überschusses".
Wieso sollten die Ameisen nicht zu oft rüber laufen und zu viele gefressen werden damit der Pilz und die Kolonie nicht geschwächt wird? Wie schafft man eine Regelung? Was wenn die Attas den Weg klar als NoGo- Area erklären, was sie sehr wohl können ( Duft/Botenstoffe ) und die Regelung somit ausfällt?
Ganz ehrlich, das würde nur funktionieren in einer grossen Halle ( Masoala Halle fällt mir da ein) wobei sich die Attas erstmal unkontrolliert vermehren würden und die "Vernichter" erstmal hinterher hinken.
Meine Meinung dazu, auch wenn es ein schönes Gedankenexperiment ist.
LG Meinerseinereiner
An sich interessante Idee.
Nun spinnen wir mal rum, wieviel Blattzeug braucht eine kleine Kolonie bzw was braucht dann später eine Kolonie in der Grösse die man den Tieren erlaubt? Weil der sollte von Anfang an eingeplant werden.
Welchen Platz braucht dieser Bereich um adäquat zu wachsen damit keine externe Quelle dienen muss, was muss an Technik verbaut werden für bestes Wachstum der Pflanzen.
Dann kommen wir zum "Vernichter" des "Überschusses".
Wieso sollten die Ameisen nicht zu oft rüber laufen und zu viele gefressen werden damit der Pilz und die Kolonie nicht geschwächt wird? Wie schafft man eine Regelung? Was wenn die Attas den Weg klar als NoGo- Area erklären, was sie sehr wohl können ( Duft/Botenstoffe ) und die Regelung somit ausfällt?
Ganz ehrlich, das würde nur funktionieren in einer grossen Halle ( Masoala Halle fällt mir da ein) wobei sich die Attas erstmal unkontrolliert vermehren würden und die "Vernichter" erstmal hinterher hinken.
Meine Meinung dazu, auch wenn es ein schönes Gedankenexperiment ist.
LG Meinerseinereiner
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