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So viele Arten, doch welche ?

Eure Ameisenhaltungsberichte & Ameisenbeobachtungen - Meinungen & Fragen [einheimische und exotische Ameisen]
Ameise96
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#17 Re: So viele Arten, doch welche ?

Beitrag von Ameise96 » 20. April 2019, 17:03

Dennoch will ich mir keine Art halten, die fĂŒr mich an sich uninteressant ist, da wĂŒrde ich mich lieber der Pheidole Widmen, euch hier viele Bilder von dem fertigen Terrarium posten und ihr könnt mir dann immernoch Tipps geben wo eventuell Schwachstellen sind!

Gibt ja hier viele Hilfsbereite Leute! ;)

NĂ€chste Frage wĂ€re, wo bekommt man eine Pheidole jucunda ĂŒberhaupt her? Aktuell bieten die Shops leider keine mehr an...



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TheDravn

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#18 Re: So viele Arten, doch welche ?

Beitrag von TheDravn » 20. April 2019, 19:59

NatĂŒrlich möchte dir hier niemand eine Art andrehen, mit der du am Ende nichts anfangen kannst. Wenn es wirklich Pheidole sein soll, dann solltest du dir Gedanken um den Ausbruch machen, das deine Anlage erweiterbar ist und wie es mit der Futterversorgung stattfinden soll. Die Kleinen sind wirklich hungrig und vertilgen, trotz ihrer GrĂ¶ĂŸe unmengen an Insekten, frĂŒher oder spĂ€ter wird man zur eigenen Futtertierzucht nicht herrum kommen.

Zum Ausbruchschutz solltest du am besten einen Luftdichten Deckel haben, der zur BelĂŒftung Löcher mit einem feinen Metallgaze hat. ZusĂ€tzlich ist der Standart mit Talkum/Öl/Lack auch nicht verkehrt, doppelt hĂ€lt besser.

Woher du nun diese Art bekommst weiß ich nicht, ich selber suche auch gerade nach einer Pheidole megacephala Kolonie in ihrer GrĂŒndungszeit. Einfach die Augen offen halten und die Shops durchsuchen, Seiten wie die Ameisenauktion sind da auch hilfreich
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#19 Re: So viele Arten, doch welche ?

Beitrag von Ameise96 » 20. April 2019, 20:58

Ja deswegen bin ich hier um mir da jetzt noch ein paar Tipps zu holen wie ich mir die am besten halte... jetzt wo ich schonmal weis welche Art zu meinen Vorhaben passt ;)

Das mit dem Maschendeckel, war schon im Plan, allerdings bin ich mir noch nicht ganz sicher wie ich dort die Nahrungszufuhr mache, ich will versuchen ohne jegliche Chemie auszukommen. Gibt es „ultra Glatte“ OberflĂ€chen an denen sie grundsĂ€tzlich abrutschen ?



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Maddio

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#20 Re: So viele Arten, doch welche ?

Beitrag von Maddio » 20. April 2019, 21:27

Was meinst du mit "ohne jegliche Chemie auskommen"? Das wird nicht möglich sein. Es sei denn du willst die Ameisen freilaufend auf deinem Zimmerboden halten ;) Glasbecken sind i.d.R. mit Silikon verklebt und PlastikbehÀlter sind halt wie der Name schon sagt aus Plastik.

Das von TheDravn vorgeschlagene Talkum als Ausbruchschutz ist im ĂŒbrigen ein in der Natur vorkommendes Mineral bzw. Gestein und Specksteine (=Talkum) wurden schon in der Urzeit von den ersten Menschen genutzt um z.B. Schmuck oder GebrauchsgegenstĂ€nde daraus herzustellen.
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#21 Re: So viele Arten, doch welche ?

Beitrag von Ameise96 » 21. April 2019, 07:31

Maddio, da hast du natĂŒrlich vollkommen Recht hmm da hab ich mich schlecht ausgedrĂŒckt ich meine ohne Barrikaden die man durch Menschenhand immer wieder erneuern muss, es soll am ende ein Ökologisches System entstehen was weitestgehend ohne den Menschen funktioniert.



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TheDravn

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#22 Re: So viele Arten, doch welche ?

Beitrag von TheDravn » 21. April 2019, 09:09

Das wird leider nicht funktionieren, dafĂŒr musst du zuviel an einem Nest/Arena pflegen. Neben dem FĂŒttern, befeuchten, sĂ€ubern und anbauen, und da Pheidole hungrig sind, wirst du nicht drum Rum kommen sie oft, fast tĂ€glich, mit Insekten zu fĂŒttern.

Wenn du die Art ĂŒber lĂ€ngere Zeit sich ĂŒberlassen willst, sind Messor Arten besser geeignet, da diese nur Körner und Wasser brauchen und das kann man auf Vorrat anbieten
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#23 Re: So viele Arten, doch welche ?

Beitrag von Voku » 21. April 2019, 10:20

Auch Messor braucht Proteine fĂŒr die Brut.



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Maddio

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#24 Re: So viele Arten, doch welche ?

Beitrag von Maddio » 21. April 2019, 10:26

Ok, so hast du das gemeint. Wie TheDravn schon schreibt, das wird wohl nicht möglich sein. Ein Ameisenvolk braucht, wenn es denn gedeihen soll, große Mengen an Ressourcen, die in der Haltung nur von außen bereitgestellt werden kann auf Dauer.

Gerade Pheidole sind ziemlich ressourcenhungrig und brauchen viel Futter fĂŒr ihre starke Vermehrung.

Wenn du ein ökologisches System anstrebst, das geht in gewissen Maßen schon. Du kannst eine "Bodenpolizei" aus weissen Asseln und SpringschwĂ€nzen einsetzen, die dafĂŒr sorgen das es nicht so schnell schimmelt. In Kombination mit Erde als Bodengrund kann man so sehr natĂŒrlich wirkende Formikarien erschaffen. Aich wenn es natĂŒrlich wirkt, bleibt es aber letztendlich kĂŒnstlich, weil man eben doch eingreifen muss, z.B. die Erde befeuchten und Futter hinzugeben.

Ich mache derzeit ganz gute Erfahrungen mit einem solchen "ökologischem" Formikarium, vielleicht ist das ja was fĂŒr dich? Um einen Ausbruchsschutz wirst du aber grundsĂ€tzlich nicht herum kommen, und bei Pheidole muss dieser besonders wohlĂŒberlegt sein, da es zum Einen Exoten sind die keinesfalls in unsere Fauna entkommen sollten, zum Anderen sind sie einfach sehr gut im Ausbrechen. In der Hinsicht sind viele einheimische Arten wesentlich unproblematischer.

LG Maddio
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