Camponotus japonicus

Unterfamilie: Formicinae
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#17 Camponotus japonicus

Beitrag von AtTheAnt » 30. November 2021, 06:37

Hallo allerseits,

Die Sache mit dem Futter

danke für die Frage, Erne. Als die Kolonie noch im Reagenzglas im Karton lebte, gab es Fruchtfliegen und Mehlwurmlarven. Sie haben alles vergessen gefressen. Als sie anfingen die Alufolie anzugreifen, habe ich alles etwas umgestellt. Jetzt liegt das Neströhrchen im Formikarium und der Eingang ist zugebaut. Ich habe zwar noch regelmäßig Futter und Ahornsirup außerhalb des Röhrchens im Formikarium angeboten, aber nie eine Ameise daran gesehen.

Aber es scheint ihnen nicht schlecht zu gehen. Man sieht sie regelmäßig bei der Trophallaxis und die Gastern der 4 Arbeiterinnen deuten auf gewisse Reserven hin. Ebenfalls gibt es etwa 15-20 Larven unterschiedlicher Größe und drei Puppen. Ich tippe mal, die zeitweise Fütterung hat das schon etwas gebracht.

Sobald sie sich aus dem Neströhrchen trauen werde ich wieder intensiv in Fütterungsversuche einsteigen.
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#18 Camponotus japonicus

Beitrag von AtTheAnt » 5. Dezember 2021, 09:24

Hallo allerseits,

Beamtenmikado

spielen meine Ameisen derzeit. Wer sich bewegt verliert. Der Nahrungsvorrat in den Gastern wird weniger, die Brut will versorgt werden (zwei Larven sind schon beachtlich groß geworden) und auf Futtersuche will immer noch keiner gehen. Man kann also die Ameisen hervorragend beim Stillstehen beobachten. (=56
Eine schöne Sache gab es dann doch noch. Dadurch dass die Ameisen so groß sind, lässt sich einiges besser beobachten als z.B. bei meinen Lasius niger. Ganz besonders durch die Verwendung des Fahrradrücklichts. Die Puppen werden dunkler, kurz bevor eine Arbeiterin schlüpft, dachte ich immer. Allerdings scheint es mir eher, dass die Puppenhülle etwas eintrocknet und die schwarze Ameise hindurchschimmert. Wie dem auch sei. Ich bin nun stolzer Beobachter einer Königin mit 5 Arbeiterinnen (*100 .
Ich täte mich ja riesig freuen, wenn sie um Weihnachten Mal rauskommen...
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#19 Camponotus japonicus

Beitrag von AtTheAnt » 7. Dezember 2021, 06:42

Hallo allerseits,

Sherlock Ameisenhalter

macht eine Entdeckung! Wir schreiben den 6. Dezember. Alle Kinder sind von den Süßigkeiten in ihren Stiefeln abgelenkt, aber einer sieht genauer hin!

So schau ich nun also genau in mein Formikarium, um mit der Beobachtung einer weiteren Runde "Nichts" meinen Abend abzurunden und was entdecke ich?
Nur geübte Augen erkennen, hier erkennt man nichts!
Nur geübte Augen erkennen, hier erkennt man nichts!
Meine innig geliebten Camponotus japonicus sitzen nicht lethargisch in ihrem Röhrchen, sonders Verhalten sich fast schon - ich wage es gar nicht auszusprechen - aktiv. Und welch auffällige Größe ihre Gastern haben. Was ist hier nur geschehen?

Ein paar vorausschauende Gedanken von gestern und ein paar aufmerksame Blicke später war das Rätsel gelöst. Die leere Puppenhülle von Johnny Nummer 5 klebte außerhalb des Neströhrchens an der Tränke mit Ahornsirup.

Folglich hat also eine Ameise beim Aufräumen meine kleine Futterüberraschung entdeckt und die ganze Kolonie sich statt gefressen. Selbst bei der Königin kann man bei einem Blick auf die Gaster erahnen, dass sie etwas gefressen hat. Und die guten Nachrichten nehmen kein Ende. Eine weitere Puppe verdunkelt sich und kündigt den Schlupf der nächsten Arbeiterin an.

Einzig die kleine Fliege, die ich gestern frisch erschlagen auf die Tränke legte, hat kein Interesse erzeugt. Dabei kann ich mir schwer vorstellen, es gäbe keinen Bedarf an Proteinen...
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#20 Camponotus japonicus

Beitrag von AtTheAnt » 9. Dezember 2021, 07:30

Hallo allerseits,

In die Fressfalle gegangen

Jimmy Nummer 6 hat gestern das Licht des Rücklichtes erblickt und wenn ihr euch jetzt fragt, ob wirklich jede einzelne neu geschlüpfte Ameise einen eigenen Post bekommt: Ja. =)*44
Da ich die Damen vor wenigen Tagen, beim rausbringen von Puppenhüllenmüll, mit einem großzügigen Angebot an Ahornsirup begeistern konnte und gerade wieder eine Ameise geschlüpft ist und somit in Form von weiterem Puppenhüllenmüll ein Grund vorlag, das Neströhrchen zu verlassen, wollte ich versuchen, ein paar Proteine unter die Ameisen zu bringen. Ich habe also auf den Sockel der frisch befüllten Tränke ein paar ausgebrochene Mehlwurmlarven und Fruchtfliegen gelegt.

Heute Morgen durfte ich feststellen, dass meine Gaben durcheinander gewirbelt wurden. Hatte vielleicht ein neugieriger Beobachter seinen Rüssel in die Anlage gesteckt und zu stark gepustet?

Sherlock Ameisenhalter legte sich auf die Lauer und konnte eine Arbeiterin an einem Stück Mehlwurmlarve entdecken. Es schien zu schmecken. Wenn es jetzt also Interesse gibt, dann wird künftig gefüttert was das Zeug hält.

Es gibt nur noch eine Puppe und zahlreiche Larven. Bis Ende des Jahres ist also nur noch mit einer weiteren Arbeiterin zu rechnen. Ich schätze, es wird in ca. 15 Tagen soweit sein.
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#21 Camponotus japonicus

Beitrag von AtTheAnt » 12. Dezember 2021, 16:33

Hallo allerseits,

Immer Eine nach der Anderen

meine Weihnachtsameise ist bereits gestern geschlüpft und es ist unübersehbar ein Größenunterschied zwischen den einzelnen Arbeiterinnen erkennbar. Ich nehme mal an, dass es sich hier um den Unterschied zwischen Pygmäen und normalen Mitarbeitern handelt. Wenn da also noch Luft nach oben ist, freue ich mich ganz besonders. Polymorphismus ist etwas tolles.

Desweiteren gibt es jetzt nur noch Larven im Neströhrchen. Allerdings sind diese unterschiedlich groß. Es gibt zwei besonders Große und die anderen sind kaum größer als ein Ei. Ich glaube, es werden - vermutlich je nach Futterlage - einzelne Larven bevorzugt gefüttert. Das sorgt für regelmäßigen Nachwuchs.

Nachdem heute bereits eine Ameise anm Ahornsirup entdeckt wurde, war ich ja eigentlich schon zufrieden. Aber im Vorbeigehen sah ich eine Ameise an der Glasscheibe des Formikariums. Sie ließ sich glücklicherweise nicht verschrecken und erkundete ausgiebig das Gelände, sogar den Antriver hat sie mehrfach furchtlos überquert.

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#22 Camponotus japonicus

Beitrag von AtTheAnt » 22. Dezember 2021, 10:19

Hallo allerseits,

Wir haben ein Biotop

zuallererst trauern wir um eine Königin, die uns verlassen hat.
konigin-ist-gestorben-t62347.html

gestern habe ich außen auf dem Neströhrchen meiner Camponotus japonicus eine etwa 1 mm große spinnenartige Kreatur im Formikarium beobachtet, die unbehelligt rumkrabbelte. Wo sie herkommt weiß ich nicht, wie sie heißt auch nicht, aber sie schien mir keine Bedrohung für meine Kolonie zu sein.

Ernährungstechnisch läuft es langsam. Es gibt regelmäßig Ahornsirup, gelegentlich Honig sowie tiefgefrorene Mehlwurmlarven und Fruchtfliegen. Extra Wasser steht dauerhaft in einem Reagenzglas bereit. Die Damen haben auch schon ordentlich Hüftgold angesammelt. Da kann man beruhigt auch ein paar Tage verreisen.

Fragte mich doch neulich jemand: "Kann man die auch 6 Wochen alleine lassen?" Samma hackts? Wen oder was kann man den über einen (Sommer-) Urlaub derart lange allein lassen? Es gibt Menschen, die wollen anscheinend autarke Haustiere.

In das neue Reagenzglas steht übrigens ein baldiger Umzug an, denn mittlerweile ist der Wassertank im Neströhrchen komplett aufgebraucht.

Weiterer Nachwuchs ist für dieses Jahr nicht mehr geplant, aber es gibt schon wieder drei neue Puppen. Bis dahin müssen die 7 Arbeiterinnen alles alleine wuppen.
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#23 Camponotus japonicus

Beitrag von AtTheAnt » 30. Dezember 2021, 14:38

Hallo allerseits,

Tischmanieren

traurig aber wahr: Ich habe mich beim Blick in den Kühlschrank gefragt, warum meine Lasius niger in Hashtag Winterruhe aktiver als meine Camponotus japonicus sind.

Wegen des leeren Wasservorrats habe ich im Dorfnova-Karten Formikarium etwas umgeräumt. Es gibt jetzt zwei leere Neströhrchen im Angebot. Eines wird halbtägig von einer Lampe beschienen und ist dann etwa 27°C warm. Das andere hat die gleichen Bedingungen wie das aktuelle Neströhrchen. Vielleicht sollte ich das lichtbeheizte Röhrchen noch Abdruckhelm abdunkeln. Mal sehen wofür sie sich entscheiden.

Aufgrund ihrer behutsamen Entwicklung werden sie ihr Formikarium an meine Lasius niger abtreten müssen und in etwas kleineres umziehen. Im nahenden Frühling bekommt ihr zusätzliche Informationen und ein paar Bilder. Ich habe mir das schon etwas einfallen lassen, zumindest für die Lasius niger.

Also meine Camponotus japonicus sind also immernoch zurückhaltend und lediglich eine einzelne Arbeiterin darf jeden Tag ein paar Minuten raus und die 2 cm zur Tränke mit dem Ahornsirup bewältigen. Viel mehr ist nicht passiert - außer - dass ich gestern erstmalig gesehen habe, wie die Eine (ist es immer die selbe?) Arbeiterin ein Stück Mehlwurmlarve in das Neströhrchen getragen hat! Novum! Es sah auch ein bisschen wie Party aus, als 3 Arbeiterinnen (das ist fast die halbe Kolonie 3) ) sich über den Proteinhappen hergemacht haben. Die Kolonie ist noch immer gut genährt und die Königin hat seit heute - so rede ich es mir zumindest ein - eine leicht vergrößerte Gaster.
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#24 Camponotus japonicus

Beitrag von AtTheAnt » 1. Januar 2022, 19:09

Hallo allerseits,

Das Neströhrchen-Fatigue-Syndrom

als erstes mal ein Bild:
Im Eingangsbereich des Röhrchens sieht man ihn über einem blauen Antriver-Kiesel: Schimmel
Im Eingangsbereich des Röhrchens sieht man ihn über einem blauen Antriver-Kiesel: Schimmel
Ich hatte ja zwischenzeitlich den Eingangsbereich des Neströhrchens mit Wasser beträufelt, damit sich die Ameisen nicht so sehr am leeren Wasservorrat stören. Zu meinem Pech fing darauf hin der Eingangsbereich das Schimmeln an. Wenn man es positiv sehen will, könnte man sagen, der Eingangsbereich war immer schön feucht, sonst hätte es ja keinen Schimmel gegeben. Ich habe also mit dem Bewässern aufgehört und stattdessen Neströhrchen reingelegt.

Heute ist mir aufgefallen, dass meine Camponotus japonicus-Königin immer häufiger liegt. Ist das eine spezielle Form des Energiesparens oder hat die Dame irgendwas? Habt ihr eure Königinnen auch schon liegen gesehen?
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