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Lewy‘s Messor orientalis

Eure Berichte & Beobachtungen - Meinungen & Fragen [einheimische und exotische Arten]
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Lewy

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#33 Lewy‘s Messor orientalis

Beitrag von Lewy » 31. Oktober 2022, 14:08

Gestern kam es zu 2 Grubenunglücken, soll heissen die Decke hat teilweise nachgegeben.
Sollte aber kein Problem sein, die tauchen durch lockeren Sand wie wir durch Wasser ;)
Hab die betroffenen Stellen angefeuchtet, um die Tragfähigkeit der Sand/Lehmmischung zu erhöhen und die entstandenen Krater (der an einer Stelle bis ins Nest reichte, die Ameisen haben erstaunlich gelassen reagiert, die wenigen die rauskamen begannen sofort, Steinchen in den Krater zu füllen).
1 Stunde nach dem ich die Krater aufgefüllt (und ebenfalls LEICHT angefeuchtet hab, auch heute wieder, muss sich wieder eine tragfähige Kruste bilden) habe entdeckte ich ein kleines Loch in der Wand des Hügels, haben einen festen 2. Eingang gegraben. Und erneut ist es ihnen gelungen, ihn zu tarnen, die dunklen Klümpchen lagen heute morgen noch nicht da, was mMn dafür spricht, dass die Messoren doch besser sehen als allgemein angenommen (hiess die könnten nur hell/dunkel sehen, wobei sie ne Fruchtfliege in 2cm Entfernung nicht wahrnehmen, solange sie still hält…)
Hab den Eingang mit einer schwarzen Linie markiert
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#34 Lewy‘s Messor orientalis

Beitrag von Lewy » 2. November 2022, 13:50

Erst mal danke vielmals für die Auszeichnung, fühle mich sehr geehrt! (*etwas verlegen rot werd) :D
Hab nach über zwei Wochen wieder Solenopsis fugax gefunden, in der Regel ein bis zwei pro Tag…
Jetzt fragt sich natürlich: Sind das bloss die letzten, die beim Giftanschlag verpuppt waren und nun nach und nach schlüpfen oder hat die drecks Queen überlebt? (Sorry an alle die dieser Art etwas abgewinnen können, ich kann’s nicht!). Hab drei Gynen gefangen weil sie mir buchstäblich vor die Füsse fielen, hab ihr Sozialverhalten cool gefunden und hatte keine Ahnung was ich eigentlich genau machen will, hab einfach mal mit allen Gynen gegründet, die ich fangen konnte und es gelang erstaunlich gut…
Hab ihr Verhalten aber etwas fehlinterpretiert, nur 2 von ihnen mochten sich, die 3. hat dann die anderen beiden getötet und sich unter dem Alu einquartiert, welches das RG der Lasius Niger umschloss, hät’ ich sie doch damals schon unschädlich gemacht! (Die Lasius Niger haben sie so locker fertig gemacht beim Schwarmflug, konnten sie aber wohl nur weil die Gynen noch Flügel hatten, an denen sie gepackt werden konnten, ohne Flügel ist die Fugaxqueen einer Niger offenbar überlegen)
Aber eben, hatte keine Ahnung was ich machen will, mir schwebte sowas wie ein Gemeinschaftsbecken mit Lasius niger, Lasius brunneus und Solenopsis fugax vor, rein experimentell…
Jedenfalls muss sich das blöde Vieh aus dem Tupperware der Lasius niger wieder rausgestohlen und sich in irgend ner Fuge vom Terrarium versteckt haben, nachdem ich es eingerichtet hab und eine Woche bevor die Messoren eintrafen fielen mir erste Solenopsis Worker auf. Hab ne Ameisenköderbox geöffnet, ein wenig von der Paste in Wasser aufgelöst und mit Ahornsirup gemischt, hat scheinbar geklappt, hab danach gut 2 Wochen keine mehr gesehen.
Als mir vorher eine vermeintliche Solenopsis auffiel, die sich ins Messorennest geschlichen hat (war wohl doch ne Messorenpygmäe, für ne Solenopsis zu gross, zumal die ich in den letzten Tagen unschädlich gemacht hab immer kleiner wurden, sich bewegende rote Pünktchen) wurde ich kurz leicht panisch, begann ernsthaft drüber nachzudenken, die Königin und nen Grossteil Arbeiter rauszuholen und nach gründlicher Reinigung alles neu anzulegen, aber ruhig bleiben und aufmerksam, sind hoffentlich wirklich nur Überlebende und die Queen müsste tot sein!
Ich hoffe es wirklich…
(Hab ja nix gegen Solenopsis per se aber die eine im Terrarium, die hasse ich inbrünstig und wünsche ihr nix gutes aber ohne solche Arten würden unsere Wohnungen von zuckergierigen Ameisen überrannt!)

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#35 Lewy‘s Messor orientalis

Beitrag von Lewy » 2. November 2022, 15:02

Meine Messoren mögen vergorenen Pfirsich aus der Dose, eigentlich für die Fruchtfliegen bestimmt…
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Arme Fruchtfliegen, werden immer mehr! Sogar Master Chief ist dabei ^^
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#36 Lewy‘s Messor orientalis

Beitrag von Lewy » 3. November 2022, 10:46

Heute morgen konnte ich zwei interessante und auch witzige Beobachtungen machen!
1. ne Minorin ist mit einem Löwenzahnsämchen mit Schirmchen durch die Arena gelaufen (sieht einfach zu niedlich aus!) und hat das Schirmchen an einer Pflanze „eingehängt“, so dass sie dran ziehen kann und versuchen den Stiel durch zu beissen. Kurz darauf kam ne zweite, etwas grössere Ameise dazu und zog am Samen, so hatten sie dann Erfolg. Das nenne ich methodisch arbeiten, jetzt weiss ich jedenfalls, warum an vielen der Pflanzen Löwenzahnschirmchen hängen :)
Zu zweit geht alles besser
Zu zweit geht alles besser
2. hab ihnen etwas Zwieback gegeben, eine versuchte hartnäckigst einen grösseren Krümel durch den geheimen 2.Eingang ins Nest zu schaffen, völlig unmöglich zumal der Eingang nur aus ner Stelle mit sehr lockerem Sand besteht, durch den sie durchtauchen können :D
Das wird nix…
Das wird nix…
Ausserdem sah ich Master Chief zum ersten mal „arbeiten“, sie kam von der Fruchtfliegen-Futterstelle und trug ne tote Fliege weg. Aber anstatt sie ins Nest zu bringen ging sie daran vorbei, geradewegs zur Deponie… Dort lief sie einer kleineren „in die Arme“, die ihr die Fliege abnahm und doch noch ins Nest brachte.
Meine Theorie dazu: Master Chief ist Vegetarier ( ;) ) und hat mit Brutpflege nichts zu tun, kam deshalb nicht auf die Idee, die Fliege der Brut zu verfüttern
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#37 Lewy‘s Messor orientalis

Beitrag von Lewy » 3. November 2022, 20:29

Nützlicher Tip: Etwas Ahornsirup irgendwo in die Arena tropfen lassen, die Ameisen und Fruchtfliegen werden die Stelle immer wieder aufsuchen und etwas Zucker aus dem Boden saugen! Hab das Reagenzglas, nach dem ersten befeuchten, mit der Öffnung nach unten hingelegt, da ist ein wenig ausgelaufen. Nachdem die Ameisen jetzt 2 Wochen immer wieder hin gingen (und auch die Fruchtfliegen, die wollen auch leben, bis sie dann gefressenen werden… :D ) hab ich jetzt noch etwas mehr hingetröpfelt, ins RG wollten sie nämlich nicht rein

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#38 Lewy‘s Messor orientalis

Beitrag von Lewy » 4. November 2022, 18:33

Hab eben wieder mal ne Solenopsis gefunden und mit dem Feuerzeug getötet, weil es an der Stelle nicht anders ging. Wohl wegen dem CO2 der Flamme kamen gleich 2 Messoren angerannt, haben die Solenopsis gefunden und sind heftig vor ihr zurück geschreckt! Haben echt Angst vor den kleinen Teufel… Jetzt hat eine ein Steinchen auf sie gelegt :D

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#39 Lewy‘s Messor orientali

Beitrag von Lewy » 7. November 2022, 12:48

Die Fütterung mit in der Mühle geschreddertem Futter scheint bei den Ameisen nur sehr kurz gut anzukommen, gab ihnen immer nur eine Priese aber ca 70% davon blieben in der Schale liegen.
Hab ihnen am Samstag den Napf geleert, heute morgen gab ich ihnen dann ganze Körner. Seit die Nestgrab-Arbeiten nach 2 Tagen erst mal abgeschlossen waren, sah ich keine solche Aktivität mehr, zu jeder Zeit waren mindest 5 Ameisen in beide Richtungen unterwegs. Die Samen haben sie in Rekordzeit fast samt und sonders ins Nest eingetragen, dabei viel mir die sehr grosse Zahl Pygmäen auf (laut MyAnts.de wurde die Gyne im Januar oder Februar dieses Jahres gefangen, die Kolonieentwicklung ist also ziemlich schnell!)
Ich denke gemahlenes Futter kriegen sie jetzt nur noch zu Feiertagen wie Weihnachten oder Geburtstag ( ;) )
Jedenfalls scheinen sie ganze Samen lieber zu mögen, die kleinen vor allem Löwenzahn, Leinsamen und Quinoaflocken, die
Mittleren sammeln auch die grösseren Samen, keine Ahnung ob sie mit den Diestelsamen fertig werden, auf jeden Fall werden die sehr gerne eingetragen! Und da sie dauernd mit der Gaster durch die Samen pflügen und irgend etwas auf sie abgeben, stimmt es wohl wirklich dass sie ein Enzym haben, welches das Auskeimen verhindert oder zumindest stark verlangsamt.

May the Ants be with you!

(Solenopsis hab ich seit dem letzten Bericht keine mehr gesehen, bin guter Hoffnung! Sollte ich die Art stark unterschätzen und/oder von falschen Infos ausgehe, bitte ich die Solenopsiskenner um Rat, wäre da wirklich dankbar für Hilfe! Soweit ich weiss ist die Vermehrunsrate eine der höchsten der hiesigen Ameisen und bilden Kolonien mit ü 10k Ameisen, sind aber nur wärend dem Schwarmflug zu sehen, wenn man nicht gezielt nach ihnen gräbt. Hab ja auch nix gegen Solenopsis per se aber die im Terrarium könnten zur Katastrophe führen, sollte die Gyne überlebt haben, wenn sie das Nest der Messoren abgegraben haben seh ich sie wohl nicht mehr… wie lange hätte eine Solenopsiskolonie die es schafft das Messorennest abzugraben wohl, bis sie ihre But ernsthaft gefährden? Was würdet ihr tun?
Kann sein dass ich letzt mal wirklich eine der allerletzten Überlebenden gebraten habe, aber wenn was zu schön scheint, um wahr zu sein, dann ist es dies meist auch, trotzdem, die Hoffnungen sterben zuletzt! =)*201

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#40 Lewy‘s Messor orientalis

Beitrag von Erne » 8. November 2022, 15:32

Gut zerkleinerte Körner sind schneller verderblich, nicht lange lagerfähig.
Vermutung meinerseits, es wird nur noch das gerade benötigte eingetragen.
Ganze Körner lassen sie länger lagern und werden eher als Vorrat eingetragen.

Was ich oftmals beobachtet konnte, dass wenn Körner nicht mehr genommen werden, sie davon schon genug gebunkert haben, andere Körnerarten wieder eingetragen werden.
Eine Erklärung dafür habe ich nicht.
Denkbar dass sie möglichst viele verschiedene Körnerarten lagern wollen.

Grüße Wolfgang
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