Harpegnathos venator - Haltungserfahrungen

Unterfamilie: Ponerinae
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swagman
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#17 AW: Harpegnathos venator - Haltungserfahrungen

Beitrag von swagman » 12. Juli 2009, 15:50

12.07.2009

Kolonie gedeiht gut.

So, nach dem es im letzten Beitrag leider eine schlimme Nachricht gab kann ich nun wieder positives vom verbliebenen Volk berichten.
Diese Kolonie entwickelt sich weiterhin sehr gut und zieht gerade einiges an Larven auf die sich auch bald verpuppen müssten.

Bild
Die Brutkammer. Einem ordentlichen Wachstumsschub der Kolonie steht eigentlich nichts mehr im Wege.

Bild
Gesamtansicht des Nestes und der Kolonie.
Man kann gut die als "Toilette" benutzte Kammer erkennen. Nebenan am Nesteingang drängen sich noch einige Arbeiterinnen um ein gerade angebotenes Heimchen.

Das Nest werde ich bald in ein anderes Becken überführen um ihnen bessere Temperaturbedingungen bieten zu können. Dann sollte auch die Entwicklung der Brut wieder schneller laufen.
Wenn alles klappt hoffe ich doch noch eine etwas größere Kolonie dieser Art heranziehen zu können.

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#18 AW: Harpegnathos venator - Haltungserfahrungen

Beitrag von swagman » 21. September 2009, 19:53

21.09.2009

Neues Becken, neues Verhalten.

Die Ameisen leben jetzt in dem Becken, in welchem die größere Kolonie zuerst gelebt hatte. Zwischenzeitlich befand sich in diesem Becken eine Gigantiops Kolonie, diese musste ich aber in einen anderen Behälter umsetzen.
Das somit leere Becken bot sich dann für die verbleibende Harpegnathos Kolonie an.
Das Becken ist zugewuchert mit verschiedenen Pflanzen, man kann kaum etwas erkennen. Dies jedoch scheint den Harpegnathos zugute zu kommen. Seit sie in diesem Becken leben kann ich fast täglich Arbeiterinnen am Furagieren beobachten. Zuvor sind diese scheuen Ameisen ja fast nie aus ihrem Nest gekommen.
Ich muss ihnen jetzt auch kein frischtotes Futter mehr geben, sie jagen jetzt selbst ihr Futter. Dabei stellen sie sich ziemlich geschickt an und erlegen auch größere Heimchen in kürzester Zeit. Wenn ich Heimchen ins Becken gebe und eine Viertelstunde später ins Nest sehe, liegen dann fast immer schon alle Futtertiere tot, bzw. gelähmt darin.
Allerdings sind die Arbeiterinnen noch genauso scheu wie bisher. Nähert man sich dem Becken, verstecken sich die Tiere fast sofort oder laufen zurück ins Nest. Bleiben sie doch mal sitzen und man kommt ihnen noch näher, dann springen sie sogleich in die schützende Deckung. Ist immer wieder lustig, eine Ameise die fast wie ein Grashüpfer davon springt sieht man ja nicht oft.
Brut ist dank dem reichlichem Futter nun auch in großer Menge in allen Stadien vorhanden. Bald dürften auch die ersten Tiere aus den Puppen schlüpfen, im letzten Beitrag konnte man ja sehen, dass nur Larven und Eier vorhanden waren. Zahlreiche dieser Larven haben sich schon verpuppt und es kommen immer wieder neue Puppen hinzu.
Alleine die langen Entwicklungszeiten machen es dennoch zu einem Geduldsspiel mit diesen Ameisen.

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#19

Beitrag von swagman » 30. September 2009, 20:30

30.09.2009

[color="DarkRed"]Abschied von der Kolonie.[/color]

Tja, das ist mein letzter Eintrag hier.
Heute hab ich die Kolonie zu ihrem neuen Halter geschickt und hoffe, dass die Ameisen gut dort ankommen.
Die Kolonie hatte einiges an Puppen, Larven und Eier im Nest und sich offensichtlich gut entwickelt.

Warum ich sie weggebe?
Nun, mich hat bei dieser Art interessiert ob die Haltung tatsächlich so schwierig ist wie manche gescheiterte Berichte suggerierten.
Inzwischen konnte in Zusammenarbeit mit anderen Haltern aber das Gegenteil bewiesen werden. Diese Art ist, mit ausreichend Grundwissen, sehr einfach zu halten. Auch wurde gezeigt, dass eine trocknere Haltung vorteilhafter ist und zu besseren Ergebnissen führt. Nachdem die Haltung so weit gemeistert war, verloren diese Ameisen mit der Zeit mein Interesse.
Zudem kommt noch hinzu, dass ich mich wieder mehr auf meine Lieblinge, australische Arten, konzentrieren werde. Da ich aber nicht über unbegrenzt Zeit und Platz verfüge, muss ich hier deutliche Prioritäten setzen.

Vielleicht wird der Zukünftige Halter diese Bericht ja weiterführen?
Es würde mich sehr freuen, schließlich möchte man ja doch wissen wie es den ehemaligen Schützlingen ergeht.

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#20

Beitrag von Gummib4er » 1. Oktober 2009, 16:41

So,
ich werde versuchen den Haltungsbericht weiterzuführen so gut ich kann.
Die kleinen sind vor etwa einer halben Stunde angekommen. Ich hatte garnicht mehr damit gerechnet das sie noch heute kommen, umso mehr erschrack ich als ich sie dann doch in den Handen halten durfte. Nach einem kurzen Kontrollblick konnte ich eine tote Arbeiterin erkennen, viel Brut, aber noch keine Königin.
Sie wurden auch gleich in das vorbereitete Becken gelegt. Nach kurzer Zeit ist die erste Arbeiterin aus der Transportbox gekommen und beäugte mich kritisch.
Ob es noch mehr Opfer gegeben hat, kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, aber ich halte euch auf dem laufenden. So nun habe ich auch erstmal keine Zeit mehr, sondern bobachte lieber weiter die Neuankömmlinge.

Hier noch schnell zwei Bilder
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und hier die mutige Arbeiterin
Bild
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#21

Beitrag von Gummib4er » 3. Oktober 2009, 08:03

Kleines Update 3.10.09

Die Kolonie ist aus ihrer Dose in ein großes Reagenzglas gezogen und hat den externen Ytong komplett gemieden. Erst nachdem ich eine Arbeiterin zum Schlaucheingang gesetzt habe, wurde der Ytong mehrfach begutachtet und irgendwann entschlossen sich dir kleinen auch mal umzuziehen. Sie haben ausserdem gestern morgen eine Puppe aus ihrem Kokon gezogen und "nackt" neben die anderen gelegt. Heute morgen konnte ich sehen das ein schönes Männchen daraus geworden ist. Bei mir ist diese Art bisher sehr aktiv. Ständig sind Arbeiter in der Arena unterwegs. Allerdings sind sie anfangs wirklich sehr scheu und verstecken sich sofort, aber wenn man sich eine Weile nicht bewegt kommen sie wieder raus und durchsuchen die Gegend weiter. Sie scheinen auch sehr hungrig zu sein, jedenfalls haben sie bereits 4 Heimchen erbeutet.

Ich halte euch auf dem laufenden.
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#22

Beitrag von Gummib4er » 3. Oktober 2009, 13:01

3.09.09
Heute ist echt was los.... Musste leider festellen, das alle Eier und die kleinen Larven in die Poren des Ytong´s gefallen sind und die Arbeiter nicht mehr in der Lage waren sie hervorzuholen. Ich habe dann schnell ein neues externes Nest gebaut, bei dem ich alle Poren mit Gips verschlossen habe und es an die Arena angeschlossen. Soo nun mussten die Arbeiter und Brut natürlich noch aus dem alten Nest raus. Also Plexiglas ab und Arbeiter eingefangen, nur eine einzige woltle mich dabei stechen. Danach habe ich die Brut rausgesammelt und mit einem winzigem, spitzem, angefeuchtetem Stück Küchenpapier, die einzelnen Eier und Larven aus den Poren geangelt. Es war zwar eine Heidenarbeit, aber es hat sich gelohnt. Es gab keine Verluste nur etwas aufregung. Im Moment rennen fast alle in der Arena rum, nur eine Arbeiterin beginnt die Brut in das neue Nest zu tragen.
Bilder werde ich die nächsten Tage keine machen. Die Kolonie hat sich jetzt viel Ruhe verdient.

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#23

Beitrag von Gummib4er » 5. Oktober 2009, 14:38

5.10.09
Soo heute habe ich die Königin beim Eierlegen erwischt. Desweiteren habe ich gesehen das eine Puppe geschält wurde und eine eigentartig aussehende Larve zum vorschein kam. Könnte sie verendet sein?


Die Larve

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Königin beim Eierlegen

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Brut

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#24

Beitrag von Gummib4er » 6. Oktober 2009, 15:00

Update 6.10.2009

Ich wollte euch nur davon in Kentniss setzen, dass die Larve aus dem Kokon gefressen wurde. Allerdings gibt es auch viele neue Ereignisse.... Heute morgen konnte ich sehen wie das Männchen die ganze Zeit versucht hat eine der Königinnen "zu besteigen" und seine Gaster zu dem der Königin führen wollte. Leider konnte ich nicht weiter beobachten, da ich zur Uni musste. Gerade bin ich wiedergekommen und das Männchen liegt regungslos im Nest. Könnte eine Begattung stattgefunden haben???
Es wird auch erneut eine Puppe geschält, allerdings ist diesmal eine richtige Nacktpuppe im Kokon.

LG
Henning
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