Myrmecia [desertorum / cf. nigriceps] - Haltungserfahrungen

Unterfamilie: Myrmeciinae
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#17 AW: Myrmecia desertorum - Haltungserfahrungen

Beitrag von swagman » 13. August 2009, 20:11

13.08.2009

Zwischenbericht
Das Myrmecia desertorum Volk wächst beständig, wenn auch langsam, vor sich hin. Die Anzahl der Brut ist allerdings bei weiten noch nicht so groß wie es z.B. bei meinen M. pavida Volk bei selber Koloniegröße schon war.
Einen Teil der Brut lagern sie jetzt ausserhalb des Nestes, unter einem Stück Holz. Zur Zeit bringen sie auch unter Tage einiges der Brut aus dem Nest und verteilen diese im Becken. Dabei wird jede Puppe und Larve von einer Arbeiterin bewacht und geschützt. Nach einigen Stunden wandert alles wieder ins Nest zurück.

Bild
Gesamtansicht des Nestes und der Kolonie.

Bild
Die Königin und die kleinsten Larven.
Das Nest hab ich kurz bevor ich die Fotos gemacht habe noch befeuchtet, daher ist die Scheibe etwas beschlagen.

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#18

Beitrag von swagman » 7. Oktober 2009, 20:05

07.10.2009

Den Myrmecia desertorum geht es gut, auch wenn ich nicht so oft schreibe.
Allerdings gibt es auch nur wenig neues zu berichte.
Die Kolonie wächst weiter und bald wird ihr Nest zu klein sein. Sie haben noch immer die Angewohnheit ihre Brut aus dem Nest zu bringen. Besonders nachts ist dann so gut wie alles draussen mit Puppen und Larven. Ja, sie füttern sogar die Larven dann dort mitten im Becken. Find ich ganz nett, dass die so an ihren Pfleger denken. Oder aber die sagen sich, der schaut so oder so ins Nest, dann bringen wir lieber gleich alles raus und haben unsere Ruhe.^^

Na, jedenfalls entwickelt sich das Volk recht gut und wächst stetig weiter.

Hab letztes Wochenende ja Bilder meiner Myrmecia Arten gemacht, da sind noch zwei für den Haltungsbericht über geblieben.
Die Tiere wurden in eine extra Fotoarena gesetzt.

Bild

Bild


Stand: etwa 110 Arbeiterinnen, 20 Puppen, 40-50 Larven.

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#19

Beitrag von swagman » 8. November 2009, 15:48

08.11.2009

Umzug in neues Becken

Heute habe ich Priscilla und ihre Töchter in ihr neues Reich entlassen.
Sie leben jetzt in dem früheren Terrarium meiner Myrmecia pavida Kolonie.
Das Becken und auch das alte Ytong-Nest der M. pavida habe ich dazu gründlichst gereinigt, genauso wie die Einrichtungsgegenstände.
Das Bodensubstrat habe ich komplett ausgetauscht.

Den Umzug können die Ameisen nun selbst vornehmen, da ich einfach ihr komplettes Nest in das Becken gestellt habe. Lediglich die Abdunkelung habe ich entfernt um es ihnen etwas ungemütlicher zu machen.
Nach nur kurzer Zeit haben schon einige der Arbeiterinnen das neue Nest entdeckt und sind nun am Erkunden der unbekannten Umgebung.


Nun fragt sich vielleicht mancher, warum ich die Myrmecia desertorum ausgerechnet in dem Terrarium halten möchte, welches sich für die Haltung von M. pavida als so unpraktisch erwiesen hat.
Der Grund liegt in ihrer fast ausschließlichen Nachtaktivität.
Schon in ihrem bisherigen Becken war tagsüber oft keine einzige Arbeiterin zu entdecken. Erst wenn es dunkel wird kommen die Arbeiterinnen in sehr großer Anzahl aus dem Nest, oft waren dann mehr als die hälfte aller Tiere am furagieren.
Das macht die Handhabung natürlich erheblich leichter. Man kann alle anfallenden Arbeiten am Tag erledigen, wenn keine oder kaum Ameisen im Becken unterwegs sind. Zumindest hoffe ich so.^^
Das große Terrarium ist für diese Myrmecia Art sicherlich auch recht passend. Immerhin sind es die größten Ameisen die ich halte. Zudem habe ich die Vermutung, dass die Kolonie etwas größer wird als die von Myrmecia pavida.
Das Volkswachstum geht schon mal sehr viel langsamer voran als bei M. pavida, zudem hat das M. desertorum Volk nun eine Größe erreicht bei welcher die M. pavida schon Geschlechtstiere produziert hat. Die M. desertorum scheint davon aber noch weit entfernt zu sein.
Aber dazu wird die weitere Haltung hoffentlich noch Aufschluss geben.

Jedenfalls bin ich sehr gespannt, wie sich dieses Volk noch entwickeln wird. Durch die nun besseren Haltungsbedingungen und die in letzter Zeit deutlich gesteigerte Eierproduktion der Königin wird es hoffentlich bald einen guten Zuwuchs an Arbeiterinnen geben.

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#20

Beitrag von swagman » 12. Dezember 2009, 16:23

[b]12.12.2009[/b]


[b]Fazit des neuen Beckens bisher:[/b]

Das Volk hat sich im neuem Becken sehr gut eingelebt.
Wie gehofft kann man tagsüber im Terrarium hantieren ohne von den Myrmecia gestört zu werden. Nur sehr wenige Tiere befinden sich dann ausserhalb des Nestes.

Es wird fleißig Brut aufgezogen, vor kurzem hat die Königin auch einen richtig großen Haufen Eier gelegt. Diese sind aber sehr versteckt, so dass ich nicht genau sagen kann wie viele es sind. Ansonsten haben sie noch einige größere Larven und zur Zeit recht wenige Puppen im Nest.

Anstatt Fotos gibt es ausnahmsweise mal kleine Videos
Hier aus dem Nest:
[youtube]<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KQvetVmaSO0&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/KQvetVmaSO0&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object>[/youtube]


Und dann noch eines von einigen Arbeiterinnen im Becken:
[youtube]<object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/OIjs4Qyve_E&hl=de_DE&fs=1&"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/OIjs4Qyve_E&hl=de_DE&fs=1&" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object>[/youtube]

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#21 AW: Myrmecia desertorum - Haltungserfahrungen

Beitrag von swagman » 25. April 2010, 16:43

25.04.2010


Horror im Wohnzimmer!

Seit etwa zwei Wochen furagieren die M. desertrum jede Nacht wie blöde.
Sie haben gerade wieder Larven, aber so viel Futter brauchen die nun auch wieder nicht. Jedenfalls sind dann immer 60-70 Arbeiterinnen unterwegs, ist ne richtige Show. Die Kolonie hat nämlich ziemlich viele große Arbeiterinnen aufgezogen. Die sind so groß wie die Königinnen bei Myrmecia pavida.

Na jedenfalls hab ich neulich nach der Arbeit ein kleines Video gedreht und dabei nicht bemerkt, dass ich die Scheibe nicht richtig geschlossen hatte.
Dann wurde es dunkel und die Arbeiterinnen sind wieder in die Arena marschiert...
Angelockt vom Licht kamen mir dann einige Arbeiterinnen im Wohnzimmer entgegen. Eigentlich ein toller Anblick wenn so große Ameisen durch die Wohnung laufen.^^
Jedenfalls war ich dann eine gute halbe Stunde damit beschäftigt alle wieder einzufangen. Zum Glück sind die nicht aggressiv und haben manchmal sogar die Flucht ergriffen wenn ich auf sie zugekommen bin. Soviel zum Thema gefährliche Bull ants.
Am Schluss hatte ich etwa 40 Arbeiterinnen gesammelt. Übersehen lässt sich da keine, zudem kommen die immer ins Licht gelaufen.
Eine Arbeiterin hat sogar eine Wespe gefangen die Tagsüber wohl in die Wohnung geflogen ist.

War jedenfalls eine ziemlich dumme Sache. Das passiert mir so schnell nicht mehr. Mir ging ziemlich die Pumpe und ich hab noch zwei mal unter dem Bett nachgesehen ob nicht doch noch eine auf mich lauert.^^

Auf meiner Website hab ich Videos von dem nächtlichen Treiben eingestellt:
Myrmecia desertorum

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#22 AW: Myrmecia desertorum - Haltungserfahrungen

Beitrag von swagman » 27. Februar 2011, 14:40

27.02.2011

Inzwischen hat sich einiges getan bei diesem Volk.

Als erstes sollte ich wohl erwähnen, dass ich inzwischen überzeugt bin dass es sich nicht um Myrmecia desertorum handelt.
Während meines letzten Aufenthaltes in Australien konnte ich eben die Art M. desertorum beobachten. Diese lassen sich deutlich von meinen Tieren unterscheiden. Bestimmungsschlüssel, welche leider nur für wenige Myrmecia Arten verfügbar sind, zusammen mit Bildern von Museumsexemplaren scheinen mir meine Ansicht zu bestätigen.
Daher müsste dieser Bericht wohl in Myrmecia cf. nigriceps umbenannt werden. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es sich nicht vielleicht um eine andere Art handeln könnte, da die Beschreibungen nur bedingt zutreffen. Leider sind viele dieser Artbeschreibungen aber auch älter und bedürfen der Überholung. Wer neuere und genauere Schlüssel kennt, bitte melden.^^

Ansonsten hat sich dieses Volk gut weiterentwickelt und bezog Ende Dezember 2010 ein neues großes Becken, Beschreibung hier: Neues Becken für Myrmecia
Beim Umsetzen habe ich das Volk ausgezählt und bin auf 270 Ameisen gekommen.
Das neue Becken bzw. Nest wurde gut angenommen, allerdings ergeben sich bisher noch einige Probleme.
So hat es seit dem Umzug keine Larve geschafft sich in eine fertige Ameise zu verwandeln. Alle Kokons werden mit abgestorbenen Puppen oder manchmal auch noch Larven aus dem Nest entfernt.
Das ist natürlich nicht schön, denn dadurch ist ein kompletter Brutschub bisher eingegangen.
Eventuell ein Problem in der Befeuchtung des Nestes, allerdings werde ich das demnächst noch etwas verändern.
Sorgen machte mir auch, dass keine neuen Eier gelegt wurden. Doch zum Glück entdeckte ich vor etwa zwei Wochen nun doch noch Eier, wenn auch nur etwa 30-40 Stück.
Ich werde nun abwarten wie dieser Brutschub sich entwickelt. Sollten die Puppen wiederum nicht durchkommen muss ich sicherlich über eine Abänderung des Beckenaufbaus nachdenken müssen.

Durch das Becken, insbesondere dessen Bepflanzung ergaben sich aber auch neue Beobachtungsmöglichkeiten dieser Ameisen.
Denn, nicht alle Pflanzen haben eine Chance zu überleben. Eingesetztes Gras zum Beispiel, wird solange mit Substrat bedeckt bis es irgendwann kaputt geht. Die abgestorbenen und vertrockneten Halme werden wiederum von den Ameisen abgebissen und um den Nesteingang drapiert. Setze ich neue Grasbüschel ein, wiederholt sich das zuschütten. Die Ameisen versuchen ständig im Substrat zu graben und lagern eben diesen Aushub besonders häufig auf dem Gras ab.
Andere Pflanzen (Keimlinge von Gehölzen) werden dagegen kaum oder nur sehr gering mit Sand und Steinen bedeckt.
Einige krautige Pflanzen wurden dafür in mühevoller Arbeit komplett zerkleinert und dadurch von den Ameisen gekillt.
Bleibt also noch abzuwarten in wie weit sich die Beckenbepflanzung nach meinen Vorstellungen realisieren lässt.
Dafür lässt sich das Dekorieren des Nesteinganges sehr schön beobachten. So dienen nicht nur die Grasstängel hierfür, sondern auch kleine Steine. Inzwischen ist der gesamte Bereich rund um den Eingang etwa 10-15 breit mit Steinen bedeckt. Darauf wiederum liegen die Pflanzenreste.
Es gibt also immer was zu beobachten, schon alleine wegen der Größe des Beckens und des daraus resultierenden Auslaufes für die Ameisen.
Bald werde ich auch eine Kolonie Meranoplus ins Becken geben, die dort ein Erdnest graben dürfen. Es soll also noch ein Gemeinschaftsbecken werden, da tagsüber auch nur wenige Myrmecia unterwegs sind.

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#23 AW: Myrmecia [desertorum / cf. nigriceps] - Haltungserfahrungen

Beitrag von Martl » 28. März 2012, 15:12

Ich möchte diesen Haltungsbericht hier fortsetzen, da ich denke, dass diese tolle Art es auf jeden Fall verdient hat.

[SIZE="5"]Ankunft:[/SIZE]
Am 23.03.2012 habe ich diese Ameisen nach einem Tag Postreise von Swagman bekommen. Alles war natürlich sehr sorgfältig verpackt und durchdacht. Dementsprechend ging es den Tieren auch recht gut.
Ich hatte ja schon vorher für kurze Zeit Myrmecia pavida gehalten. Dementsprechend glaubte ich an die Größe gewohnt zu sein und erwartete mir keinen dieser berühmten WOW- Effekte mehr. Dieser Trat allerdings zu meiner großen Freuden nach Öffnen des Pakets ein. Nicht nur das die nigriceps ein Stück größer sind als die pavidas, auch die schöne Färbung des Kopfes lässt das Herz höher schlagen.
Bei ihrer Ankunft waren die Tiere in 2 Behältern untergebracht. In einer kleineren Heimchendose, welche mit Moos gefüllt war, waren die Königin, 3 Arbeiterinnen und die Brut (Einige Larven verschiedener Größe, Eier und eine Puppe) untergebracht. In einem zweiten größeren, ebenfalls mit Moos gefüllten Behälter war der Rest der Meute untergebracht, etwa 40-50 Arbeiterinnen.
Wie von Swagman vorher empfohlen stellte ich zuerst die Heimchendose mit der Königin in die Arena und öffnete sie vorsichtig. Ihre Majestät erkundete kurz in behäbigem Tempo die Umgebung und verschwand dann als Erste im vorgesehenen Nest. Etwas später begannen dann die 3 Arbeiterinnen die Brut einzusammeln und ins Nest zu tragen. Dabei suchten die Arbeiterinnen äußerst genau den Boden nach eventuell noch vorhandenen Eiern/Larven ab, bis alle gefunden waren. Erst danach wurde der Rest der Kolonie hinzugesetzt, welcher sofort die Arena genau in Augenschein nahm und größtenteils am Zuckerwasser Halt machte.
Im Laufe der nächsten beiden Tage verschwanden jedoch immer mehr im Nest. Besonders Tagsüber sind meist nur 1-2 Arbeiterinnen zu sehen, die den Eingang bewachen. Abends kommen sie dann vermehrt aus ihrem Nest und gönnen sich etwas Zuckerwasser.
Aufgrund des Transportstresses, der auch durch noch so gute Verpackung nicht zu vermeiden ist, sind mir bis jetzt 2 Tiere verstorben. Ich hoffe, dass es dabei bleibt und es nicht noch mehr werden. Aber ich bin da recht zuversichtlich…..

[SIZE="5"]Nest und Becken:[/SIZE]
Die Myrmecia nigriceps wohnen bei mir in einem 80x35x40cm (l x b x h) mit einem unterirdisch angelegten Ytongnestblock (60x12x10 cm). Auf der rechten Seite des Beckens ist ein 4m 25W Heizkabel verlegt. Dadurch erreiche ich eine Temperaturverteilung in der Arena von 23°C im linken Teil, ca. 25°C in der Mitte und 30°C ganz rechts. Im Ytong, den ich durch 2 Temperaturfühler links und rechts überwache, habe ich 22-26°C. (alle Temperaturen tagsüber)
Da der Ytong wohl noch etwas zu feucht war, als ich ihn im Becken angebracht habe, hat sich an der Scheibe Kondenswasser gebildet. Ich hoffe dass dies bald abtrocknet, zumal ich das Nest erstmal nicht befeuchten werde. Durch das Kondenswasser ist die Scheibe leider an einigen Stellen stark verschmutzt worden, da Dreckpartikel dort leicht Haftung finden. Wenn das Nest abgetrocknet ist wohl mal versuchen per Magneten die Scheibe wieder frei zu bekommen.

Und jetzt noch einige Bilder:
BildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBildBild

Diskutiert werden darf weiterhin hier: http://www.ameisenforum.de/meinungen-fragen-zu-den-haltungsberichten/33344-diskussionsthread-zu-myrmecia-desertorum-2.html

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#24 AW: Myrmecia [desertorum / cf. nigriceps] - Haltungserfahrungen

Beitrag von Martl » 17. Mai 2012, 21:03

Heute melde ich mich mal wieder mit einem kleinen Update.
Die Kolonie hat sich mittlerweile ganz gut bei mir eingelebt. Vor einiger Zeit hat die Königin einen recht großen Berg Eier gelegt, aus welchen sich jetzt Larven entwickelt haben, welche ordentlich gefüttert werden. Frischtotes Futter in Form von Heimchen wird gerne und viel angenommen und dem Nachwuchs vorgelegt.

Leider will es mit der Verpuppung nicht so recht klappen. Anfangs schien noch alles super zu laufen, und die Ersten Larven verpuppten sich wie gewünscht. Der Letzte Schwung, welcher aus 4-5 Larven bestand, schaffte es dann schon nicht mehr. In dem Punkt bin ich ratlos. Ich weiß wirklich nicht woran es liegen könnte. Steinchen sind in allen erdenklichen Größen und Formen im Becken aufzutreiben. Und auch im Nest waren anfangs noch einige. Wurden aber größtenteils nach draußen getragen. Ein weiterer Punkt ist die Feuchtigkeit im Nest. Ich befeuchte den Linken Teil (dort werden Larven und Eier aufbewahrt, kälterer Nestbereich) alle 2 Wochen mit etwas Wasser. Der rechte Nestteil bleibt trocken. Sollte doch passen…..
Falls jemand eine Idee hat, bitte im Diskussionsthread schreiben. Bin wirklich über jede Hilfe dankbar.

Dann habe ich noch einen Zwischenfall beobachten können .
Und zwar bahnte sich vor ca. 2 Wochen der erste Familienzuwachs an. Jene Puppe, die sich noch bei Swagman verpuppt hatte, war „schlupfbereit“ und das vermeintlich neue Koloniemitglied wurde aus ihrem Kokon geholt. Das Komische daran: Die neugeschlüpfte Arbeiterinn wurde nicht akzeptiert und aus dem Nest gejagt. Ich sah sie dann erst, als sie in einer Ecke des Beckens kauerte. Dabei fiel mir auf, dass sie einen ihrer Füße nicht mehr richtig benutzen konnte. Ob das jetzt der Grund für den Rauswurf war, oder ob sie diese Behinderung nur den Attacken ihrer Nestgenossinnen zu verdanken hatte, kann ich nicht sagen. Als die Ausgestoßene letztendlich versuchte wieder im Nest unterschlupf zu finden, wurde sie von allen Seiten gepackt und zu Tode „gestreckt“. Ich hoffe so etwas passiert nicht noch einmal…..
Zum Abschluss noch ein paar Bilder vom Nest. (Leider nur von meiner Handykammera)

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