Erste Fragen vor Anschaffung von Messor aciculatus

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Harry4ANT

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#9 Erste Fragen vor Anschaffung von Messor aciculatus

Beitrag von Harry4ANT » 16. Februar 2020, 13:51

So ein Wassertank hält je nach Größe schon recht lange - in der Regel ist ein sich leerender Wassertank auch das Zeichen für einen anstehenden Umzug.
Man kann in z.B. mit eine Spritze /Kanüle auch wieder auffüllen (ist aber nicht wirklich praktikabel), in der Regel legt man einfach ein neues RG mit frischem Wassertank neben das alte wenn nötig.

Dieses GipsNest ist gedacht als Einsatz für eine Glasfarm
Bild
Die passende Farm würde dann noch fehlen in deiner Aufzählung.

Viele Messoren (so wohl auch die Messor aciculatus) halten eine abgeschwächte Winterruhe. Hängt auch etwas davon ab wo genau die Kolonie herkommt bzw. wie dort das Klima ist.
Diese Winterruhe ist kürzer und in der Regel reicht es aus eine ggfls. vorhandene zusätzliche Beheizung (Heizmatte, Lampe, Heizkabel ...) für 2-3 Monate abzuschalten und die Tiere bei Raumtemperatur zu halten. Die Kolonie bleibt in dieser Phase auch aktiv, aber eben etwas ruhiger.

Prinzipiell würde das für den Start schon passen was du da zusammen gestellt hast.
Aber du musst dir im klaren sein, dass diese Zusammenstellung nicht für lange hält.

Wenn du mit einer kleinen Kolonie z.B. 5-10 Arbeiterinnen beginnst, schätze ich das spätestens im Laufe des 2ten Haltungsjahres der Nest- und der Arenabereich erweitert werden müssen.

Eine Alternative wäre jetzt mit einem Provisorium zu beginnen (Plastikbox und RG Nest) und dann im Laufe des Jahres entweder ein größeres Set zu kaufen oder wenn du kannst und magst einen Eigenbau zu machen beispielweise aus einem Aquarium und Ytong.

So sah z.B. mein erstes Eigenbau Messor Formicarium aus für Messor barbarus - vom RG direkt in den vorderen Teil gezogen:



Wie groß ein Messor aciculatus wird (die Tier an sich sind schon mal deutlich kleiner als die M. barbarus) kann ich dir nicht sagen.
In einem Shop steht bis max. 2.000 Tiere - wenn das wirklich stimmt könntest du das Nest auch etwas kleiner wählen als in meinem Beispiel.

Eventuell kann dir jemand hier im Forum oder ein Anruf im Antstore bzgl. der Koloniegröße mehr Auskunft geben.
A.octospinosus_ 4) _C.cosmicus_ 4) _T.nylanderi_ 4) _C.nicobarensis_ 4) _P.megacephala_ 4) _A.gracilipes_ 4) _M. barbarus_ 4) _C.japonicus_ 4) _C.fellah

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#10 Erste Fragen vor Anschaffung von Messor aciculatus

Beitrag von MagKekse » 16. Februar 2020, 14:04

Safiriel hat geschrieben:
16. Februar 2020, 13:49
Den Wassertank braucht man nicht nachzufüllen. Sollte der Tank wirklich leer werden, bevor das Reagenzglasnest zu klein wird, stellst du ihnen einfach ein neues Reagenzglasnest zur Verfügung und irgendwann werden sie umziehen.
Du hast dich allerdings für eine Art entschieden, die eh recht wenig zu trinken scheint, also ist das eher unwahrscheinlich.
Ah ok verstehe. Dachte immer man muss den Tank auch mal nachfüllen. So macht das dann natürlich Sinn. :)
Safiriel hat geschrieben:
16. Februar 2020, 13:49
Zu deiner Einkaufsliste: Du hast einen Beckenverbinder, aber keinen Schlauch. Was möchtest du verbinden? Ich mag das System, weil ich mit dem Wachstum der Kolonie via Schlauch einfach noch immer ein weiteres Becken anschließen kann.
Weitere RG würde ich bestellen (oder in der Apotheke kaufen), als Körnerlager oder zum Ersatz, die kann man immer gebrauchen.
Hast du eine Heizmatte eingeplant?
Ich sehe keinen Nachteil beim Gipsnest. Kommt drauf an wie du es magst: Ein festes Nest mit Gängen lässt sich besser einsehen, ein Nest welches sie sich selbst graben hat definitiv immer die perfekte Größe für die Kolonie, weil es mit wächst und sie können die Kammergröße selbst bestimmen. Du hast also die Wahl.
Ja den Beckenverbinder habe ich absichtlich gewählt um bei Bedarf zu erweitern.
Meine Idee wäre es das Nest in das Becken zu kleben. Das einzige was ich mich dann noch Frage ist wie die vom Nest zum Boden kommen. Oder ich setze das Nest extra und verbinde die Arena mit einem Schlauch. :?
Hm, Heizmatte weiß ich noch nicht so genau. Wäre aber kein Problem eine anzubringen am Nest. Hoffe ich :shock:
Safiriel hat geschrieben:
16. Februar 2020, 13:49
Ob deine Kolonie eine Diapause einlegt oder nicht, hängt mit ihrer genauen Herkunft zusammen.
Zu dieser Art steht in der Beschribung vom Antstore:
Verbreitung: China, Korea, Japan, Mongolei, Russland
Habitat: Sand- und Steppengebiete, offenes Grasland
Das ist ein riesiges Gebiet mit unterschiedlichsten Landschaften und klimatischen Bedingungen. Deine Kolonie wird sich so verhalten, wie sie es in ihrer Heimat wäre. Da macht es schon einen Unterschied, ob das Tier aus Nordspanien oder Südspanien kommt.
Hier sind die Unterschiede weiß größer: Tokyo und Sankt Petersburg zu vergleichen ist allein schon schwer. Du kannst aber beim Händler nachfragen, woher die Kolonie kommt und dich darauf einstellen.
Ok ich sollte dann wohl doch mal anrufen wenn es soweit ist. In einem anderen Store habe ich nämlich die selbe Art gefunden, dort war der Preis bei 45€ und da stand eben keine Winterruhe.

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MagKekse
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#11 Erste Fragen vor Anschaffung von Messor aciculatus

Beitrag von MagKekse » 16. Februar 2020, 14:10

Harry4ANT hat geschrieben:
16. Februar 2020, 13:51
So ein Wassertank hält je nach Größe schon recht lange - in der Regel ist ein sich leerender Wassertank auch das Zeichen für einen anstehenden Umzug.
Man kann in z.B. mit eine Spritze /Kanüle auch wieder auffüllen (ist aber nicht wirklich praktikabel), in der Regel legt man einfach ein neues RG mit frischem Wassertank neben das alte wenn nötig.
Danke für die Erklärung. Ich dachte mann muss das ab und zu nachfüllen.

Harry4ANT hat geschrieben:
16. Februar 2020, 13:51
Dieses GipsNest ist gedacht als Einsatz für eine Glasfarm
Bild
Die passende Farm würde dann noch fehlen in deiner Aufzählung.
Ich dachte eher daran das Nest in das Becken zu kleben. Ginge dies ?

Harry4ANT hat geschrieben:
16. Februar 2020, 13:51
Viele Messoren (so wohl auch die Messor aciculatus) halten eine abgeschwächte Winterruhe. Hängt auch etwas davon ab wo genau die Kolonie herkommt bzw. wie dort das Klima ist.
Diese Winterruhe ist kürzer und in der Regel reicht es aus eine ggfls. vorhandene zusätzliche Beheizung (Heizmatte, Lampe, Heizkabel ...) für 2-3 Monate abzuschalten und die Tiere bei Raumtemperatur zu halten. Die Kolonie bleibt in dieser Phase auch aktiv, aber eben etwas ruhiger.
Muss ich mir nochmals Gedanke dazu machen. Dachte eigentlich ich komme ohne Heizmatte oder Heizkabel aus.

Harry4ANT hat geschrieben:
16. Februar 2020, 13:51
Prinzipiell würde das für den Start schon passen was du da zusammen gestellt hast.
Aber du musst dir im klaren sein, dass diese Zusammenstellung nicht für lange hält.

Wenn du mit einer kleinen Kolonie z.B. 5-10 Arbeiterinnen beginnst, schätze ich das spätestens im Laufe des 2ten Haltungsjahres der Nest- und der Arenabereich erweitert werden müssen.

Eine Alternative wäre jetzt mit einem Provisorium zu beginnen (Plastikbox und RG Nest) und dann im Laufe des Jahres entweder ein größeres Set zu kaufen oder wenn du kannst und magst einen Eigenbau zu machen beispielweise aus einem Aquarium und Ytong.

So sah z.B. mein erstes Eigenbau Messor Formicarium aus für Messor barbarus - vom RG direkt in den vorderen Teil gezogen:



Wie groß ein Messor aciculatus wird (die Tier an sich sind schon mal deutlich kleiner als die M. barbarus) kann ich dir nicht sagen.
In einem Shop steht bis max. 2.000 Tiere - wenn das wirklich stimmt könntest du das Nest auch etwas kleiner wählen als in meinem Beispiel.

Eventuell kann dir jemand hier im Forum oder ein Anruf im Antstore bzgl. der Koloniegröße mehr Auskunft geben.
Ach wenn das zwei Jahre reicht bin ich ja schon mehr als zufrieden! In diesen zwei Jahren kann man ja immer wieder erweitern bzw. nach den zwei Jahren erweitern. Aber das dauert ja dann eh und ich kann es ja schön verfolgen wie sich die Kolonie vergrößert und wie lange ich mit dem Setup auskomme.

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Erne
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#12 Erste Fragen vor Anschaffung von Messor aciculatus

Beitrag von Erne » 16. Februar 2020, 14:23

Ja das geht, diese Gipsnester lassen sich auch separat in einem Becken verwenden und an eine Seite befestigen (kleben).

Grüße Wolfgang

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Serafine

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#13 Erste Fragen vor Anschaffung von Messor aciculatus

Beitrag von Serafine » 16. Februar 2020, 14:32

Messor acciculatus wird garantiert größer als 2000 Arbeiterinnen, generell werden so gut wie alle Ernteameisenkolonien ziemlich groß. Antstore gibt sie mit "bis zu 10.000" an und auch alle anderen Shops ordnen sie in etwa der Größenordnung ein. Allerdings sind Shopangaben in der Regel immer mit Skepsis zu interpretieren, es kann durchaus sein dass sie etwas größer werden.

Ein Nest brauchst du gerade am Anfang noch nicht, die Ameisen kommen ohnehin in einem RG in dem sie noch ein paar Monate leben können (je nachdem wie lange der Wassertank hält). Wenn es zu eng wird kannst du auch problemlos weitere Reagenzgläser anbieten, 30x200mm-RGs eignen sich gut für etwas größere Kolonien (solche RGs bekommt man häufig in Läden für Bastelbedarf). Auch ein "Tubs&Tubes" ("Wannen&Röhren") Nest wäre möglich - dafür legt man einfach mehrere Reagenzgläser in eine kleine Box (Iphone-Box oder Ikea-Godmorgon-Acrylbox) und schließt diese Box an die Arena an.

Viel wichtiger zu Beginn ist eine Arena, in das erste Reagenzglas plaziert werden kann. Da würde ich auch nicht zu klein anfangen, ein 30x20cm-Becken ist für mich da die tolerable Untergrenze alles andere ist viel zu winzig (ich hab selber eine 20x10cm-Arena und die kann man weder vernünftig dekorieren, noch wirklich gut säubern, ganz besonders wenn noch ein Rahmen drauf ist - und auch besagter Rahmen ist in einer 20x10cm-Arena nicht sehr effektiv, weil die Breite so gering ist dass selbst größere Arbeiterinnen von Lasius niger ihn trotz Barriere überwinden können, in der 30x20cm-Version dagegen haben sie keine Chance, da der Rahmen selbst deutlich breiter ist).

Angefangen habe ich ursprünglich mit Plastikboxen - auch da ist ca. 30x20cm (meine waren ungefähr 28x18) ein ungefähres Maß mit dem man einigermaßen vernünftig arbeiten kann - und mein erstes Becken war ein 60x30x30, das heute noch Teil der Anlage ist. Um Nester hab ich mich erst viel später gekümmert, als die Kolonie das 30x200mm-RG langsam ausgefüllt hat. Als Bodensubstrat würde ich Sand-Lehm-Mischung empfehlen (da können sich Messor allerdings eingraben) oder Gips (den bekommen sie zwar auch klein wenn sie wirklich wollen, aber es ist deutlich schwieriger) - wenn du schon weißt welche RG-Größe du nutzen möchtest kannst du diese auch beim ausgießen den Bodens in das feuchte Substrat drücken und so einen Negativabdruck einfügen, damit die RGs später nicht herumrollen.

Für die Reagenzgläser selbst würde ich einen Frontwattepropfen mit einem Strohhalm als Zugang empfehlen (einfach an der Seite zwischen Watte und Glasrand durchschieben), das reduziert die Verdunstung erheblich und sorgt damit dafür, dass der Wassertank viel länger hält (meine großen RGs halten damit 6-10 Monate). Je nachdem wie groß die Ameisen werden (Messor acciculatus sind ja etwas kleiner) brauchst du dafür etwas größere Strohhalme - die ganz großen Sangria-Eimersaufstrohhalme gibt es oft bei 1€-Schnäppchenläden, für Messor acciculatus sollten aber eigentlich die "etwas größer als normal" Eiskaffeestrohhalme ausreichen.
RG Strohhalm.jpg

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#14 Erste Fragen vor Anschaffung von Messor aciculatus

Beitrag von MagKekse » 16. Februar 2020, 19:20

Serafine hat geschrieben:
16. Februar 2020, 14:32
Messor acciculatus wird garantiert größer als 2000 Arbeiterinnen, generell werden so gut wie alle Ernteameisenkolonien ziemlich groß. Antstore gibt sie mit "bis zu 10.000" an und auch alle anderen Shops ordnen sie in etwa der Größenordnung ein. Allerdings sind Shopangaben in der Regel immer mit Skepsis zu interpretieren, es kann durchaus sein dass sie etwas größer werden.

Ein Nest brauchst du gerade am Anfang noch nicht, die Ameisen kommen ohnehin in einem RG in dem sie noch ein paar Monate leben können (je nachdem wie lange der Wassertank hält). Wenn es zu eng wird kannst du auch problemlos weitere Reagenzgläser anbieten, 30x200mm-RGs eignen sich gut für etwas größere Kolonien (solche RGs bekommt man häufig in Läden für Bastelbedarf). Auch ein "Tubs&Tubes" ("Wannen&Röhren") Nest wäre möglich - dafür legt man einfach mehrere Reagenzgläser in eine kleine Box (Iphone-Box oder Ikea-Godmorgon-Acrylbox) und schließt diese Box an die Arena an.

Viel wichtiger zu Beginn ist eine Arena, in das erste Reagenzglas plaziert werden kann. Da würde ich auch nicht zu klein anfangen, ein 30x20cm-Becken ist für mich da die tolerable Untergrenze alles andere ist viel zu winzig (ich hab selber eine 20x10cm-Arena und die kann man weder vernünftig dekorieren, noch wirklich gut säubern, ganz besonders wenn noch ein Rahmen drauf ist - und auch besagter Rahmen ist in einer 20x10cm-Arena nicht sehr effektiv, weil die Breite so gering ist dass selbst größere Arbeiterinnen von Lasius niger ihn trotz Barriere überwinden können, in der 30x20cm-Version dagegen haben sie keine Chance, da der Rahmen selbst deutlich breiter ist).

Angefangen habe ich ursprünglich mit Plastikboxen - auch da ist ca. 30x20cm (meine waren ungefähr 28x18) ein ungefähres Maß mit dem man einigermaßen vernünftig arbeiten kann - und mein erstes Becken war ein 60x30x30, das heute noch Teil der Anlage ist. Um Nester hab ich mich erst viel später gekümmert, als die Kolonie das 30x200mm-RG langsam ausgefüllt hat. Als Bodensubstrat würde ich Sand-Lehm-Mischung empfehlen (da können sich Messor allerdings eingraben) oder Gips (den bekommen sie zwar auch klein wenn sie wirklich wollen, aber es ist deutlich schwieriger) - wenn du schon weißt welche RG-Größe du nutzen möchtest kannst du diese auch beim ausgießen den Bodens in das feuchte Substrat drücken und so einen Negativabdruck einfügen, damit die RGs später nicht herumrollen.

Für die Reagenzgläser selbst würde ich einen Frontwattepropfen mit einem Strohhalm als Zugang empfehlen (einfach an der Seite zwischen Watte und Glasrand durchschieben), das reduziert die Verdunstung erheblich und sorgt damit dafür, dass der Wassertank viel länger hält (meine großen RGs halten damit 6-10 Monate). Je nachdem wie groß die Ameisen werden (Messor acciculatus sind ja etwas kleiner) brauchst du dafür etwas größere Strohhalme - die ganz großen Sangria-Eimersaufstrohhalme gibt es oft bei 1€-Schnäppchenläden, für Messor acciculatus sollten aber eigentlich die "etwas größer als normal" Eiskaffeestrohhalme ausreichen.
RG Strohhalm.jpg
Also jetzt bin ich noch verwirrter als vorher.
Du sagst also es reicht ne Plastikbox mit 30x20, im Deckel ein Luftloch und als "Nest" ein zweites RG ???

Aber sollte ich da nicht im Deckel auch so eine Art Tür bauen wo ich die Tränke und Näpfe raus nehmen kann? Oder soll ich da immer den Deckel runter machen?

Wen dem so ist, dann würde mich das bei einem gewissen Onlineversandhandel nicht mal 10€ kosten. Eine Box und ein RG. Deko, Bodengrund und so noch nicht mit eingerechnet.

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#15 Erste Fragen vor Anschaffung von Messor aciculatus

Beitrag von Harry4ANT » 16. Februar 2020, 19:45

Am Anfang geht das gut mit dem Deckel komplett abnehmen. Da ist zum einen noch kein großes Gewusel und die Kolonie ist auch noch eher schüchtern im Verhalten wenn der Herr Halter kommt 8)

Kannst auch so etwas verwenden z.B. oder eine Kunststoffbox vom Baumarkt:
https://www.braplast.de/produkte

Einzelne RGs gibt's in der Apotheke oder 10er Pack für kleines Geld in Ebay und co.
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#16 Erste Fragen vor Anschaffung von Messor aciculatus

Beitrag von Serafine » 16. Februar 2020, 21:01

MagKekse hat geschrieben:
16. Februar 2020, 19:20
Also jetzt bin ich noch verwirrter als vorher.
Du sagst also es reicht ne Plastikbox mit 30x20, im Deckel ein Luftloch und als "Nest" ein zweites RG ???
Als Nest sollte erstmal das RG reichen in dem die Ameisen ankommen. Wenn das nicht schon trocken oder komplett verdreckt ist können die Ameisen da ruhig noch ein paar Wochen drinbleiben. Trocknet das RG aus kann man einfach ein neues anbieten und die Ameisen ziehen dann um. Geht der Platz aus kann man einfach ein zusätzliches RG anbieten, wenn man die nebeneinander legt nisten die Ameisen auch in mehreren RGs.
MagKekse hat geschrieben:
16. Februar 2020, 19:20
Aber sollte ich da nicht im Deckel auch so eine Art Tür bauen wo ich die Tränke und Näpfe raus nehmen kann? Oder soll ich da immer den Deckel runter machen?
Am Anfang (solange die Kolonie noch klein ist) kann man den Deckel noch problemlos abnehmen. Erst bei mehreren Hundert Ameisen wird das ein echtes Problem. Wichtig wäre am Anfang ein Loch in die Box zu bohren und ein Stück Vinylschlauch einzufügen. Das Loch sollte dabei etwas kleiner sein als der Schlauch, wenn man den Schlauch dann in warmes Wasser hält, damit er weich und biegsam wird, kann man den durch das Loch schieben und er sitzt nach dem abkühlen bombenfest (Vorsicht mit zuviel Gewalt bei Acrylboxen, das Material bricht recht leicht).
Alternativ könnte man später auch die komplette Box in ein größeres Becken legen (bis alle Ameisen raus sind) oder die Ameisen einzeln umsiedeln, das ist halt deutlich mehr Aufwand.
MagKekse hat geschrieben:
16. Februar 2020, 19:20
Wen dem so ist, dann würde mich das bei einem gewissen Onlineversandhandel nicht mal 10€ kosten. Eine Box und ein RG. Deko, Bodengrund und so noch nicht mit eingerechnet.
Wichtig ist dass die Box sauber abschließt - sie muss nicht luftdicht sein, aber es sollten keine milimeterbreiten Lücken vorhanden sein. Prinzipiell geht sogar eine Ferrero Roché Box (die ist allerdings schon sehr klein und eignet sich eher für ein Tubs&Tubes-Nest). Bei milchigen Weichplatikboxen hat man halt weniger gute Sicht, die gehen aber als Provisurium auch sehr gut (die Ameisen stört das ja eh nicht).

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