Messor barbarus - Haltungserfahrungen

Unterfamilie: Myrmicinae
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#41 AW: Messor barbarus - Haltungserfahrungen

Beitrag von TiGGa » 15. Mai 2008, 23:16

Heute war ein recht ereignisreicher Tag für meine Ameisen. Gleich drei mal kam der Storch und hauchte drei von insgesamt vier dunklen Puppen neues Leben ein. Leider waren auch zwei Pygmäen wieder dabei.

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Wird die Kolonie immer wieder Pygmäen hervorbringen? Ich sehe, dass es noch einen Haufen voller Pygmäenpuppen gibt. Erfreulicher sind die größeren Puppen, die vereinzelnt im Bruthaufen herumliegen.

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Die große Puppe auf dem Bild hat einen ungewöhnlich großen Kopf. Vielleicht ist es auch nur eine optische Täuschung, aber ich meine, dass es sich bereits um eine kleine Majorpuppe handeln könnte.

Also, für alle, die nicht mitgezählt haben: Es sind nun 18 Arbeiterinnen vorhanden, die ich jetzt kaum noch mit bloßem Auge zählen kann. Eine dunkle Puppe ist noch vorhanden, die in der Nacht wohl schlüpfen wird. Meine Kolonie wächst unglaublich schnell.Vielleicht liegt es auch an den 28°C, die gerade im Becken herrschen.
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#42 AW: Messor barbarus - Haltungserfahrungen

Beitrag von TiGGa » 16. Mai 2008, 21:46

Mit 19 Arbeiterinnen bin ich endgültig an den Punkt gelangt, wo ich das Zählen aufgeben werde. Viele sitzen dicht beieinander an der langsam dunkler werdenden Watte, sodass ich kaum die einzelnen Individuen unterscheiden kann. Sinnvoller ist es nun nur noch die frisch geschlüpften und frisch verstorbenen Ameisen zu zählen, um die Koloniegröße zu berechnen. Um dies zu vereinfachen, sollte man natürlich die Anzahl dunkler Puppen zählen. Bei mir liegt jedenfalls eine hellbraune, größere Puppe auf dem Bruthaufen.

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Nachdem mich heute ein Forenmitglied gefragt hat, ob meine Ameisen auch Löwenzahnsamen annehmen, hab ich nach der Uni einige geerntet. Zu Hause habe ich den Schirm von dem Samen abgetrennt und vor das Nest gelegt. Im Gegensatz zu den Körnern, die ich sonst anbiete, werden die Löwenzahnsamen nicht im geringsten beachtet.

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#43 AW: Messor barbarus - Haltungserfahrungen

Beitrag von TiGGa » 17. Mai 2008, 21:51

Zu meiner Freude hat eine Arbeiterin ein Löwenzahnsamen eingetragen und wie eine Banane geschält. Ich habe weitere Samen angeboten, die diesmal auch relativ flott abtransportiert wurden.

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Mein Puppenhaufen ist auch ziemlich ansehnlich geworden. Es sind rund 13 Nacktpuppen vorhanden und der Eierhaufen wird auch immer größer.

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Wo wir vom Eierhaufen sprechen. Seit einigen Tagen befindet sich die Traube fast ständig zwischen den Mandibeln zweier Arbeiterinnen. Meist verharren sie dann mitsamt Eiern auf der feuchten Watte. Ein Zeichen, dass es ein wenig zu trocken für die junge Brut ist? Oder mögen sie den kühlen Reagenzglasboden nicht?

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#44 AW: Messor barbarus - Haltungserfahrungen

Beitrag von TiGGa » 19. Mai 2008, 22:18

Heute morgen ist eine weitere Minorin geschlüpft. Somit sind es nun 20 Arbeiterinnen, die im Nest herumwuseln.

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Die neue scheint subjektiv die größte derzeit zu sein. So richtig sicher bin ich mir nicht, da auch die Pygmäen mit gefülltem Gaster ähnlich groß sind. Da ist eine Größenbeurteilung ziemlich schwierig.

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Seit gestern haben meine Ameisen auch angefangen, kleine Steinchen vom alten Reagenzglas in das neue zu verlegen. Der Sinn lässt sich mir nicht erschließen, da ja noch keine Seele drin wohnt. Damit der Steinwall im alten Reagenzglas nicht zuviel Substanz verliert, laufen auch hinundwieder Arbeiterinnen in das Ytonnest und holen von dort neue Steinchen. Die logistische Verkettung muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Ytong - altes RG - neues RG. Wäre wohl sinnvoller, wenn sie das Baumaterial für das neue Reagenzglas von draußen holen anstatt vom alten Nest.
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#45 AW: Messor barbarus - Haltungserfahrungen

Beitrag von TiGGa » 22. Mai 2008, 22:34

Können Ameisen ihr Essen riechen? Sind Ameisen die besseren Spürhunde? Wir wissen ja, dass in der Ameisenwelt Gerüche eine besondere Rolle spielen. Kolonieduft, Nestduft, Pheromonspuren, so viele würzige Aromen, die den Alltag der Ameisen dominieren.

Da sie die Löwenzahnsamen lieber als Baustoff für die große Mauer im Reagenzglas benutzen, habe ich mal wieder ihre Lieblingskörner in vor dem Nest gestreut. Innerhalb weniger Sekunden setzte sich eine Arbeiterin in Bewegung und tastete sich Richtung Nestausgang. Was so aussieht wie eine Blinde, die planlos umherirrt, enpuppt sich als zielstrebiges Hinlaufen zur Nahrungsquelle. Der zerkleinerten Körner strömen einen betörenden Duft aus, den die Arbeiterinnen folgen können. Selbst kleinste Krümel zwischen dem Kies können sie aufspüren und anschließend eintragen.

Ihr erinnert euch bestimmt an die Nr. 20, die zuletzt geschlüpft ist. Nachdem sie nun schön schwarz geworden ist, konnte ich ihre Größer nun besser abschätzen. Im gestreckten Zustand erreicht sie locker die 6mm Körperlänge. Ihr Kopf ist auch massiver als bei den anderen. Vielleicht ist sie doch schon eine kleine Media Arbeiterin? Sie blieb aber nicht lange allein.

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Heute ist nämlich die 21. Arbeiterin geschlüpft die ähnlich groß war. Ich konnte meinen Ameisen sogar zuschauen, wie sie die Beine von der Puppenhaut befreit haben. Weiterer Nachwuchs kündigt sich auch schon an.

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#46 AW: Messor barbarus - Haltungserfahrungen

Beitrag von TiGGa » 24. Mai 2008, 21:27

Ich war heute ziemlich überrascht, dass ich schon wieder Nachwuchs hatte. Leider war es sehr schwer alle Neugeborenen zu erspähen, da sie gerne hinter der Königin in der Watte hocken. Dass Arbeiterin Nr. 21 immernoch gräulich ist, stiftet auch ein wenig Verwirrung beim zählen.

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Teilweise waren die Ameisen zu fünft auf einem Fleck, weil das Heimchen im Reagenzglas sehr viel Platz genommen hat. Da hat man keine Chance die jungen Arbeiterinnen zu sehen. Ich habe also auf die Gunst der Stunde gewartet, dass meine Königin endlich mal ihren Hintern in Bewegung setzt und so freie Sicht auf die Watte gewährt. Dabei konnte ich im Gewusel drei helle Köpfe von äußerst kleinen Arbeiterinnen sehen. Wenn die Zählung tatsächlich stimmt, habe ich nun 24 Arbeiterinnen!
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#47 AW: Messor barbarus - Haltungserfahrungen

Beitrag von TiGGa » 25. Mai 2008, 23:08

Wieder scheint eine Arbeiterin geschlüpft zu sein. Mit zugekniffenen Augen konnte ich eine weitere helle Ameise in der dunklen Ecke bei der Watte erspähen. Die Kolonie scheint förmlich zu explodieren und es gibt Stimmen, die behaupten, dass ich zum Ende der Ameisensaison mehr als 70 Individuen haben könnte. So langsam glaube ich das auch.

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Da nun das Heimchen, dass ich vor zwei Tagen reingeschoben habe (ja, ich füttere immernoch direkt im Nest), langsam unangenehm für die Brut wurde, haben sich einige wenige Arbeiterinnen ein paar Puppen geschnappt und sie in die Mitte des Reagenzglases verfrachtet. Das Heimchen hing mittlerweile direkt an der Watte und es blieb kaum Platz für die Brut.

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Schließlich folgten die anderen Arbeiterinnen diesem Beispiel und brachten den Rest der Brut zum neuen Lagerort. Nur die Eier blieben an der feuchten Watte und hingen in der Luft. Eine einzelne Arbeiterin hatte die 20-40 Eier zwischen den Mandibeln gehabt und verharrte oben an der Watte.

Es war wohl einfacher die Brut zu verlegen als das große sperrige Heimchen herauszuziehen. Immerhin hatte selbst die Königin Probleme gehabt. Schließlich kam sie auf die geniale Idee den viel zu langen Heimchenschenkel abzubeißen. Mit brachialer Gewalt arbeitete sie sich durch den zähen Chitinpanzer als ihre Geschmacksnerven auf einmal auf etwas so köstliches stießen, dass sie kurz inne hielt. Hmmm, Heimchenschenkel! Bevor sie mit dem Abtransport weitermachte, nuckelte sie friedlich an dem Schenkel, der dann später zuerst rausflog. Anschließend wurde der Körper zur Steinmauer gezogen, während die Brut wieder zurück zur Watte kam.
Bei dieser Prozedur konnte ich nochmal in Ruhe zählen. Nach 20 Versuchen war ich mir auch endlich sicher, dass ich nicht doppelt gezählt habe und kam auf die erwarteten 25 Arbeiterinnen. Für Morgen oder Übermorgen erwarte ich weitere zwei Arbeiterinnen.

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#48 AW: Messor barbarus - Haltungserfahrungen

Beitrag von TiGGa » 26. Mai 2008, 22:36

Wie vorausgesagt ist heute die 26. Arbeiterin geschlüpft. Zur Zeit wird sie noch von den älteren Arbeiterinnen oft zurechtgewiesen. Dies äußert sich dann durch wegzerren und wegtragen, falls die kleine sich zu sehr dem Nesteingang nähert. Tja, die große weite Welt ist noch nichts für Kinder.

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Ich bin auch erleichtert, dass Nr. 21, die kleine 6mm Media Arbeiterin, endlich ausgefärbt ist. In den obigen Bild meine ich sogar einen rötlichen Kopf zu sehen! Es ist wirklich schwer zu erkennen, da es sehr stark von den Lichtverhältnissen, die bei mir miserabel sind, abhängt.
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