Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Unterfamilie: Formicinae
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#33 Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitrag von Skia » 12. Februar 2015, 13:30

05.04.2010

Der Verbindungsschlauch Arena/Farm ist offenbar das "Dauerpuppenlager". Gänge werden ausgebaut, aber scheinen kaum genutzt zu werden. Meine Ausbruchssperre ist mittlerweile zur Hälfte versandet.
Immer noch halten sich viele Tiere auf der Erdoberfläche auf. Die Königin ist jedoch schon seit Tagen nicht mehr zu sehen.

Einige Ewiggestrige halten sich immer noch RG auf, d.h. ich kann es nicht rausnehmen. Die Arena sieht insgesamt nicht schön aus. Das RG ist innen total vergammelt. Da ich vor einigen Tagen die Ölschicht auf die Schnelle erneuern musste (es krabbelte wieder eine Ameise im Regal rum) laufen nun Öltropfen am Glas entlang runter.

Von Seiten der Ameisen fällt auffällig wenig Müll an, ich hoffe, sie tragen den auch rechtzeitig raus und bunkern den nicht irgendwo in der Farm. Bislang sah ich nur ausgelutschte Pinky-Puppen, die ich jedoch bisher nur 1x verfüttert habe. Normalerweise gibt's 3 Maden/Tag. Der Eigenfang ist aufgrund des Wetters weiterhin schwierig, morgen + übermorgen soll's jedoch wärmer werden.

Für den Urlaub habe ich mittlerweile auch eine Futteralternative gefunden: Katzenfutter wird genommen. Ist sicher nicht ideal, aber für 1 Woche müssen sie dann halt da durch.
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Pinky-Made beim Abtransport aus der Arena in die Farm
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#34 Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitrag von Skia » 12. Februar 2015, 13:48

25.04.2010

Ich habe mir eingebildet, letzte Woche die Konsistenz der Sand-/Lehmmischung in der Farm überprüfen zu müssen. Ergebnis: die Feuchtigkeit scheint passend zu sein (allerdings hatte ich mit einem feuchten Holzstäbchen reingestochen, was mir allerdings erst danach auffiel). Das Ganze verursachte jedoch einen Riesenwirbel. Sogar die Königin schoss aus der Farmtiefe am Bewässerungsschlauch nach oben. Dummerweise ist ja grade da alles mit Sand verklebt, die gesamte Scheibe von der rechten Wand ab bis kurz vor den Schlauch und oben die Ausbruchssperre bis zur Hälfte der Farm. Ich glaube, es klebt sogar an der Decke Sand. D.h. ich konnte nicht sehen, wo sie hin ist bzw. ob sie im Öl klebt oder von mir beim Deckeldraufsetzen eingequetscht wurde. Ich stand ca. ne Dreiviertelstunde vor dem Formicarium und wartete, dass sie wieder runterkommt. Gesehen habe ich natürlich nix, allerdings ist der Bereich, wie o.g. nicht vollständig einsehbar. Schließlich hab doch nochmal den Deckel abgehoben und von oben draufgeguggt. Ergebnis: Keine Königin, aber natürlich wieder ein Riesenwirbel.

Fazit: Ich kann nur hoffen, dass die Konsistenz des Substrates passt. Anhand der Farbe kann ich definitiv nicht einschätzen, ob das ganze nun feucht oder trocken ist, ich seh's einfach nicht. Da hätte ich wohl im Winter mehr üben müssen. Nebel, Tropfen etc. sind nicht sichtbar, daher habe eher Sorge, dass es zu trocken ist. Bewässert wird 1x/Woche mit gut 3 ml.

Nachdem bis letzte Woche fast alle Puppen im Schlauch lagen und nur einige wenige an der Farmoberfläche, befinden sich nun seit wenigen Tagen alle Puppen auf der Erdoberfläche in der Farm. Ca. vorgestern begann das große Schlüpfen, es sind immer wieder "blasse" Ameisen bei den Puppen zu sehen.
Letzte Woche sah ich auch einmal die Königin auf der Oberfläche, diesmal ohne dass ich irgendwie gestört hätte. Sie wurde von hektisch umherkrabbelnden Arbeitern begleitet und verschwand schnell wieder.

Futter: überwiegend Pinkys. Das Wetter ist zwar besser, aber abends wird's immer noch kalt. Zudem habe ich z.Zt. wenig Zeit. In den letzten 2 Wochen gab's 1-2x Spinne, 1x Biene (die lag tot am Fensterbrett), 2x Fliege sowie 1x aus einem Spinnennetz geklaute Kleinfliegen. Die letzteren kamen am besten an.

Nächste Woche muss ich mal in den Baumarkt wg. Heimchen sowie Material für den Bau einer Insel als Auslauffläche. So langsam scheinen es genug Tiere dafür zu sein.

Heute gab's zudem 1 Todefalls (ersoffen im Honig).

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#35 Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitrag von Skia » 12. Februar 2015, 14:04

01.05.2010

Es schlüpfen weiterhin Ameisen. Die an der Glasscheibe sichtbaren Gänge werden mittlerweile, v.a. nachts, auch genutzt. Larven/Eier etc. sind dort allerdings nicht zu sehen.
Das alte RG habe ich heute entfernt, auch wenn immer noch einige Tiere drin saßen. Es war völlig versifft.

Vor 4 Tagen habe ich kleine Heimchen gekauft, mit Löwenzahn und Tomate gefüttert und gestern überbrüht und eingefroren. Heute gab's dann das erste Mal Tiefkühlkost, wurde gern genommen.
Die Haltung der Heimchen finde ich allerdings etwas aufwendig. Die Plastikbox, in der man sie kauft, ist untauglich (zu klein, keine Belüftung und fängt schnell an zu stinken). V.a. aber sind die Heimchen sehr agil, einige hüpfen wohl immer noch durch meine Küche....Faszinierend finde ich dagegen das zynische Bild von einem lachenden Heimchenkind, das mit einer Puppe spielt, auf dem Boxdeckel. Das hat sich vermutlich derselbe ausgedacht, der auch die lachenden Schweine beim Metzger designed.

Ebenfalls vor 4 Tagen habe ich 4 Blumentopfuntersetzer für den Bau einer Insel gekauft und heute für eine das Drahtgeflecht entworfen. Geplant ist jeweils 1 Untersetzer mit Hügeln/Täler etc. geformten Maschendraht zu überziehen und das ganze mit Gips zu verkleiden. Die Untersetzer stehen dann in einem jeweils größeren Untersetzer, der mit Wasser gefüllt ist, so dass die Ameisen nicht entkommen können. Bin ja mal gespannt, ob das was wird.

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#36 Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitrag von Skia » 12. Februar 2015, 14:15

03.05.2010

Es gab ca. 7 Tote. Ich hatte einen strohtrockenen Schwamm in einem Plastiknapf bewässert, die Ameisen befanden sich auf der Schwammunterseite und waren daher nicht sichtbar. Ich bin daher auch nicht sicher, ob die alle von heute stammen. Ursprünglich sah's nach 13 Leichen aus, einige haben sich nach Trockenlegung via Küchenkrepp wieder drappelt, obwohl sie vorher wirklich tot aussahen. Ein paar sind verletzt (z.B. 1 Fühler fehlt), ein Tier habe ich dann noch zerquetscht, als ich es mit der Federstahlpinzette vom Küchenkrepp aufheben wollte. Seltsamerweise sorgten sowohl die Toten als auch die Lebenden, die ich vom Küchenkrepp dann in die Arena kippte, für großen Wirbel. Die zerquetschte (ursprünglich noch etwas am Leben) wurde sofort umzingelt und dann gepackt und abgeschleppt. Andere rannten suchend umher, als würden sie nach der Gefahr Ausschau halten.

Fazit:
1) Beim Bewässern immer auch unter dem Schwamm guggen
2) Tote erstmal lassen, vielleicht leben sie ja doch noch
3) auch mit der Federstahlpinzette extrem vorsichtig sein (leichter gesagt als getan!)

Ansonsten munteres Treiben. Der Puppenberg ist zwar nicht mehr so hoch, sie scheinen jedoch nie auszugehen. Ich sehe fast täglich frisch geschlüpfte Tiere, die in den letzten Tagen auffällig groß sind.

Futter: täglich 3-4 Pinkys bzw. statt 2 Pinkys 1 Heimchen (Auftauen klappt super!). Selbstgefangenes gibt's eher selten; liegt z.T. am Wetter, z.T. auch an meiner Trägheit. Zudem erweist sich die direkt Hausumgebung als wenig insektenlastig.
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#37 Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitrag von Skia » 12. Februar 2015, 14:19

06.05.2010

Ich habe am Abend spaßeshalber mal versucht, alle Ameisen außerhalb (!) des Nestes zu zählen: ca. 110. Die Puppen sind mittlerweile alle weg bzw. es liegen nur noch Einzelexemplare rum. Die Nestoberfläche ist immer gut bestückt, aber nicht mehr so extrem wie früher. 1 gut besuchtes Gangstück ist unten links sichtbar sowie so gut wie nie benutzte Stücke rund um den Sprudelstein.

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#38 Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitrag von Skia » 12. Februar 2015, 14:26

11.05.2010

Ich habe mir die Bewässerung mal wieder genauer angeschaut: alle Farmbereiche sehen etwa gleichfarbig aus. Die Ameisen hängen auffällig extrem am Napf mit dem feuchten Schwamm, zumindest kommt es mir so vor. Ich habe daher kräftig bewässert (ca. 25 ml). Muss morgen mal sehen, ob ein Effekt sichtbar ist. Ich bereue wirklich, dass ich im Winter nicht mehr bzw. länger geübt habe.
Im Schlauch lagern wieder einige Puppen.

Die Ameisen fressen wie die Scheunendrescher. Honig (pur) gibt's mittlerweile 2x täglich. Leider klebt immer mal wieder auch eine tote im Honig. Vor ein paar Tagen konnte ich mit einem Wasserbad nochmal helfen, aber meistens ist's zu spät.
Da die Arena nun immer sehr voll ist, ist die Fütterung schwierig. Ich bekomme die Näpfe kaum raus. Es wird Zeit, dass die Inseln fertig werden.
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Das große Fressen.... (Honig und Pinky-Puppen)
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#39 Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitrag von Skia » 12. Februar 2015, 14:33

14.05.2010

Ein Lüften der Farm ist faktisch nicht mehr möglich: heute kamen innerhalb weniger Sekunden die ersten über den Rand gekrochen. Beim Schließen des Deckels wurde mindestens 1 zerquetscht (aufgrund des Standortes in einem geschlossenen Regal kann ich leider nur die Vorderseite der Farm sehen). Mit ihrer Sandaufhäufung haben sie den Ausbruchsschutz komplett lahmgelegt. Ich musste nach der Aktion bestimmt 15 Tiere einfangen und zurück bugsieren.
Das Herumgefummel um Nest und Arena sorgte sowohl im Nest als auch in der Arena für Panik. Komischerweise blieben die Ameisen im Schlauch ruhig. Dort liegen derzeit wieder rund 100 Puppen.

Heute wieder mit rund 15 ml bewässert. Eine Veränderung durch die Bewässerung ist weder an der Farm noch am Verhalten der Tiere zu erkennen. Gut, vielleicht hängen nicht mehr ganz so viele am Wassernapf. Allerdings achte ich auch mehr drauf, diesen gleichmäßig feucht zu halten, um Ersäufnisse von Tieren unterm (trockenen) Schwamm bei "Sturzbewässerung" zu vermeiden.

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#40 Re: Lasius niger seit 2008 - der rückwirkende Bericht

Beitrag von Skia » 12. Februar 2015, 14:34

15.05.2010

Nun lagern auch Larven im Schlauch.
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