KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

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Wolfi91
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#11369 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Wolfi91 » 11. November 2020, 10:52

hallo zusammen,

ich habe eine kurze Frage zur Nestbefeuchtung, im speziellen geht es bei mir um Messor orientalis die eher aus trockenen Regionen kommt. Aber auch allgemein würde mich das interessieren.
Bei kleinen Kolonien (1-2 Reagenzgläser voll) wird das Nest ja durch den Wassertank im Reagenzglas feucht gehalten. bei kleinen Kolonien generell ist ja Feuchtigkeit immer wichtig.

Wenn die Kolonie mal größer wird und in ein größeres Nest zieht, muss man dann noch Befeuchten ? Oder reicht es wenn man rund um die Uhr eine volle Tränke mit Wasser in der Arena stehen hat ?


Generell die Frage muss man bei großen Kolonien das Nest noch befeuchten ? Bei Tropischen Arten glaube ich schon, die sollten ja generell immer feucht gehalten werden. Aber bei Ameisen aus trockenen Regionen ?


bei meinen Camponotus largiceps lese ich z.B. :
"Die Nester kleineren Kolonien sollten leicht angefeuchtet werden. Größere Kolonien hingegen brauchen nur eine Wassertränke und sind im Nestbereich wenig anspruchsvoll."


Liebe Grüße
Wolfi

JebetusvonWabern
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#11370 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von JebetusvonWabern » 11. November 2020, 13:49

Also Camponotus braucht in der Regel keine Nestbefeuchtung. Die kommen prima ohne sowas zurecht, nur mit einer Wasserquelle in der Arena.
Bei Messor orientalis sieht das mMn nach anders aus. Ich habe auch eine Kolonie seit diesem Jahr, sind jetzt um die 200 Tiere. Sie überleben auch mal Zeiten völliger Trockenheit im Nest, lieben aber die feuchten Bereiche wesentlich mehr. Trockene Bereiche werden, falls feuchte zur Verfügung stehen, zügig verlassen. Bei mir gingen Phasen längerer Trockenheit im Nest auch mit einer etwas höheren Arbeiterinnensterblichkeit einher. Also ein Messor orientalis Nest würde ich auf jeden Fall immer feucht halten, Am besten mit trockenem Bereich für Körner.
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Manticor

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#11371 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Manticor » 12. November 2020, 06:34

Also bei erdgrabenden Arten würde ich eine Grundfeuchte schon befürworten. Erde ist in der Regel immer leicht feucht. Man sagt auch oft wenn es heißt man soll etwas Wasser hinzugeben dann "erdfeucht". Manche sind natürlich mehr oder auch mal weniger wirklich drauf angewiesen, aber um es natürlicher zu halten wäre eine leichte Feuchte schon sinnig.

Zlatan83
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#11372 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Zlatan83 » 12. November 2020, 17:06

Thema Winterruhe Messor barbarus:
Reicht die abgesenkte Temperatur oder müssen sie es auch dunkel haben?
Habe aktuell nur das Reagenzglas mit halben Klopapierrollen abgedeckt 😃

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#11373 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Fabey93 » 12. November 2020, 17:30

Hey, Zlatan83!

Das müsste so passen, bei mir siehts nicht anders aus - gut, im Keller ist es eh sehr viel dunkler.
Aber prinzipiell halten sie ja auch keine Winterruhe sondern verringern nur ihre Aktivität. Da sind die sonstigen Umstände eher weniger relevant als die Temperatur. Klar, die Beleuchtungsdauer könnte man verkürzen und Abends nur noch gedimmtes Licht anmachen, wenn sie im Wohn- oder Schlafzimmer stehen oder eben Räumen, die man nutzt.

Lg, Fabi, der gleich auch eine Frage hat:

Meine Novomessor cockerelli verhalten sich komisch, gestern liefen zwei Arbeuterinnen die ganze Zeit entlamg der Formicarienseiten, die sie nicht erklimmen können. Als würden sie etwas suchen - eine, die das Verhalten heute noch zeigt, gräbt auch die ganze Zeit. Was könnte das Problem sein? Gestern lief sich eine - mutmaßlich Pygmäe - tot. Eine verschwand. Jetzt sind es 4 Arbeiterinnen, von denen eine die ganze Zeit rum rennt und gräbt. Und 2 Puppen, die bald schlüpfen. Könnte es auch an der Temperatur liegen? Klar, Novomessor müssen in der Natur zwar auch mit niedrigen Temperaturen klar kommen, aber in Amerika hält sie niemand so. Und mit mindestens 25 Grad.
Hab die rennende Arbeiterin übrigens - hoffe, das war nicht dumm - dann zu den anderen ins RG gepackt, es verschlossen, rausgenommen und kurzerhand die Auslauffläche erweitert. Jetzt kommen sie wieder rein. Mal sehen was passiert. Sollte ich evtl. zeitnah ein kleines Ytong-Nest bauen?

Edit: die Arbeiterin fuhr fort, sich komisch zu verhalten, die erweiterte Auslauffläche interessiert sie nicht. Eine andere begann, den zerstörten Hügel neu zu errichten...
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#11374 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Rapunzula » 12. November 2020, 23:43

@Fabey93

Was ich jetzt hier im Forum bis jetzt gelesen habe war es so, dass Arbeiterinnen die wie wild rumrennen leider kurz vorm sterben sind! Ich denke die merken wenn ihre Zeit gekommen ist und wollen soweit weg wie möglich won Nest!

Was man dagegen Tun kann oder ob Du richtig gehandelt hast entzieht sich meiner Kenntnis!

Bitte berichte was sonst so passiert!

Viel Erfolg, bleib Gesund

Gruss

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#11375 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von anthalter_19 » 14. November 2020, 14:45

Hallo liebe Ameisen Freunde

Wollte kurz fragen wo das "Glossar" hin ist?
Wir bei mir nicht mehr Angezeigt...

Viele Grüße
Anthalter_19

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#11376 KFKA - Kurze Fragen, kurze Antworten

Beitrag von Wolfi91 » 15. November 2020, 11:16

Hey Fabey,

Ich konnte das bei meinen Messoren auch beobachten. Eine ist wild durch die Arena gerannt gegen Ende hat sie sich dann auf denn "Müll / Friedhof" gelegt und ist gestorben.
Generell habe ich das Gefühl das Messoren sehr ordentlich sind. Auch wenn es für uns Menschen sehr chaotisch aussieht :)
Dem Müllhaufen wird fast mehr Zeit gewidmed wie dem Nestbau. Es verbleibt im Nest auch nur was wirklich Nutzen hat und der Kolonie nicht schadet.

Mich würde interessieren wie es weiter ging? Lebt sie noch?

Grüße
Wolfi
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